Kleiner Lichtblick zum ersten Advent

3. Liga, 16. SpieltagSV Wehen Wiesbaden – FC Hansa Rostock 1:1 (Tor: Schnellbacher)

Das Spiel in maximal fünf Worten: Besser, aber noch nicht gut.

Das Spiel in etwas mehr als fünf Worten:
Für Leute wie mich, die erst kurz vor Anpfiff mit Bier und Bratwurst in der Hand in den Block kommen, sind solche frühen Tore etwas ungünstig, was das Jubeln angeht, aber ich will mich nicht beschweren. Schon nach zwanzig Sekunden ging der SVWW in Führung, Schäffler hatte den Ball auf rechts erobert und geflankt, Schnellbacher traf mit einem wunderbaren Flugkopfball. Danach war wieder Drittliga-Alltag angesagt, viel Gewürge auf beiden Seiten, ab und zu mal der Ansatz einer Chance, bis kurz vor der Pause. Erst hatte Müller die Riesenchance aufs 2:0, traf frei vor dem Torwart aber nur den Außenpfosten, kurz darauf dann der Ausgleich und der Halbzeitpfiff. Die zweite Halbzeit war dann deutlich sehenswerter, es ging hin und her, beide Mannschaften hatten einige gute Gelegenheiten auf das 2:1. Letztlich blieb es bei einem dem Spiel angemessenen Unentschieden.

Liebling des Spiels: Niklas Dams. Klärte diverse Male in prekären Situationen, auch unter Einsatz der eigenen körperlichen Unversehrtheit.

Szene des Spiels: 43. Minute, Philipp Müller wird zentral vor dem Tor freigespielt und kann sich die Ecke aussuchen, trifft aber nur Aluminium. Mit einem 2:0 im Rücken wären die ersehnten drei Punkte durchaus realistisch gewesen.

Vor dem Spiel: Einige alte Rostocker Freunde an der “Linie 1926” getroffen. Schön, dass die Polizei erst nach dem Spiel den Durchgang zum Gästebereich abtrennt und somit unkomplizierte Fanbegegnungen möglich sind.

Nach dem Spiel: Muss man sich wohl an den positiven Momenten im Spiel festhalten, um die Hoffnung auf einen Sieg nicht zu verlieren.

Das fiel auf:
+ Maximilian Reule mit einem sehr ordentlichen Liga-Debüt für den SVWW. Mit guten Paraden und lausigen Abschlägen steht er ganz in der Tradition der Wehener Torwartschule.
+/- Immerhin einige gute Chancen erarbeitet, aber an der Verwertung derselben mangelt es weiterhin.
+/- In der Defensive überwiegend gut gearbeitet, aber insgesamt dann doch wieder zu oft Lücken gelassen.
– Warum Fröhling nur einmal wechselte, obwohl gegen Ende einige Spieler spürbar platt waren, würde ich schon gerne mal erfahren.

Das schreiben die anderen: WK, kicker

Zuschauer: 3.007, davon an die 1.000 Gästefans.

Tabelle: Wehen bleibt auf Platz 15, hat allerdings nur noch einen Punkt Vorsprung auf den ersten Abstiegsplatz.

Serien und Rekorde: Nach zuletzt drei Niederlagen wenigstens mal wieder einen Punkt geholt, aber insgesamt ist der SVWW schon seit sechs Spielen sieglos.

Ansonsten: Der Rostocker Dennis Erdmann musste nach einem unsanften Zusammentreffen mit Philipp Müllers Schuh ausgewechselt werden – Diagnose: siebenfacher Nasenbeinbruch und eine Sehnervquetschung. Da gruselt es mich schon beim Lesen und ich wünsche von dieser Stelle gute Besserung!

Nächstes Spiel: Am kommenden Freitag (19:00 Uhr) bei der SG Sonnenhof Großaspach. Die Schwaben stehen punktgleich einen Platz vor dem SVWW und schwächeln ebenfalls in letzter Zeit (vier Punkte aus den letzten sechs Partien), am Samstag unterlag man Werder II. In der letzten Saison trennte man sich 2:2 in Wiesbaden, das Auswärtsspiel in Aspach am vorletzten Spieltag gewann der SVWW mit 1:0 – was die wundersame Rettung im Saisonfinale überhaupt erst ermöglichte.

NEL03: Belieber im Seitenaus

Sonja und Gunnar sprechen über Musik, die wir nicht mögen, und über Ergebnisse, die uns nicht gefallen – aber hört selbst.

Hier noch ein paar Links:

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Willkommen zurück im Abstiegskampf

3. Liga, 15. SpieltagSSV Jahn Regensburg – SV Wehen Wiesbaden 3:1 (Tor: Kovac)

Das Spiel in maximal fünf Worten: Willkommen zurück im Abstiegskampf.

Das Spiel in etwas mehr als fünf Worten: Die Verunsicherung der letzten Wochen setzte sich nahtlos fort und damit machte man den selbst gerade strauchelnden Gegner unnötig stark. Einzig nach dem zwischenzeitlichen Ausgleich durch Vladimir Kovac kamen Spielfreude und Selbstvertrauen zurück – waren mit dem Halbzeitpfiff dann aber auch direkt wieder verschwunden. Damit war die Niederlage am Ende leider auch verdient.

Liebling des Spiels: Alf Mintzel, weil die lebende Legende des SVWW ihr 250. Drittligaspiel absolvierte.

Szene des Spiels: Alf Mintzel rettet in der 25. Minute per Hacke auf der eigenen Torlinie.

Vor dem Spiel: War man vier Spiele ohne Sieg.

Nach dem Spiel: Ist man fünf Spiele ohne Sieg.

Das fiel auf:
+ Nach drei torlosen Spielen endlich mal wieder die Hütte getroffen – sogar nach einem sehenswerten Spielzug.
– Die völlige Verunsicherung der Mannschaft, die besonders nach Gegentoren immer spürbarer wird.
– Die SVWW-Spieler sammelten mal wieder unnötig viele Gelbe Karten – es war wohl auch der frühen Auswechslung von Mvibudulu zu verdanken, dass es dieses Mal keinen Platzverweis gab.
– Ein Teil der mitgereisten SVWW-“Fans” machte im Gästeblock mit Pyrotechnik auf sich aufmerksam, was den Verein wieder eine schöne Stange Geld kosten dürfte.
+/- Der SVWW mit insgesamt vier personellen Änderungen im Vergleich zum Spiel gegen Chemnitz – gebracht hat es allerdings nicht viel.
+/- Skurrile Szene kurz vor dem Halbzeitpfiff: Vladimir Kovac führt einen Einwurf rund einen Meter im Feld stehend aus – offenbar, weil er die kahlen Stellen des sichtbar miesen Rasens für die Seitenauslinie hielt.

Das schreiben die anderen: WK, kicker, hessenschau.de (mit Video)

Zuschauer: 4.715, davon rund 40 Fans im Gästeblock.

Regensburg Gästeblock

Tabelle: Es geht munter abwärts: Der SVWW ist jetzt 15. Der Abstand auf Platz 18 beträgt nur noch drei Punkte.

Serien und Rekorde: Das bereits erwähnte Jubiläum von Alf Mintzel.

Ansonsten: Verlangen sie in Regensburg doch tatsächlich vier Euro Parkgebühren.

Nächstes Spiel: Am kommenden Freitag (25. November) um 19 Uhr in der Brita-Arena gegen Hansa Rostock. Hansa hat sich nach schwierigem Saisonstart (nur ein Sieg in den ersten sieben Spielen) gefangen und liegt aktuell mit 22 Punkten auf Platz 9, die letzten drei Partien endeten jeweils 1:1. In der vergangenen Saison spielte der SVWW zuhause gegen Rostock 0:0, an der Ostsee gab es ein 0:4.

Knapp und deutlich

Hessenpokal, ViertelfinaleFSC Lohfelden – SV Wehen Wiesbaden 1:4 n. V. (Tore: Schindler, Schnellbacher, Pezzoni, Schwadorf)

Das Spiel in maximal fünf Worten: Titelchance mit Mühe gewahrt.

Das Spiel in etwas mehr als fünf Worten:
Es ist ein Jammer, Team Stehblog glänzt schon wieder durch Abwesenheit. Derart verunsichert tat sich der SVWW schwer beim Hessenligisten, ging aber kurz vor der Halbzeitpause durch Schindler in Führung. Diese währte jedoch nicht lange, denn schon kurz nach Wiederanpfiff fiel der Ausgleich. Der SVWW kam weiterhin kaum zu Chancen und konnte erst in der Verlängerung durch den Pokal-Spezialisten Schnellbacher die erneute Führung erzielen. Bei den Gastgebern ließen die Kräfte nach und Pezzoni und Schwadorf machten dann alles klar. Glücklicherweise konnte so ein Elfmeterschießen vermieden werden, aber überzeugend geht anders.

Liebling des Spiels: Luca Schnellbacher wird seinem Ruf gerecht und erzielt mal wieder das vorentscheidende 2:1.

Das schreiben die anderen: WK, HNA

Zuschauer: Etwa 400.

Nächstes Spiel: Im Halbfinale geht es gegen den Sieger der Partie TSV Steinbach gegen FSV Frankfurt (findet am nächsten Mittwoch statt). Es läuft also auf das erwartete vorweggenommene Endspiel gegen den anderen Drittligisten im Wettbewerb hinaus, das Spiel wird im März oder April ausgetragen. In der Liga darf der SVWW am kommenden Samstag (14:00 Uhr) zu Jahn Regensburg. Der Aufsteiger aus der Oberpfalz startete mit drei Siegen in die Saison und war zwischenzeitlich Tabellenführer, hat seitdem aber nur noch zwei Spiele gewinnen können und steht punktgleich einen Platz hinter dem SVWW in der Tabelle. Die letzten Begegnungen gegeneinander in der vorletzten Saison endeten jeweils mit Heimsiegen, 2:0 in Wiesbaden bzw. 0:3 in Regensburg.

Honeymoon’s over

3. Liga, 14. SpieltagSV Wehen Wiesbaden – Chemnitzer FC 0:3

Das Spiel in maximal fünf Worten: Es klappt nichts. Schon wieder.

Das Spiel in etwas mehr als fünf Worten:
Team Stehblog war zwar mal wieder vor Ort, konnte aber auch nur frustriert mitansehen, wie die unheilvolle Mischung aus Pech und Unvermögen zu einer weiteren Heimpleite führte. In der ersten Kategorie könnte man das 0:2 durch ein Eigentor von Pezzoni oder den Lattentreffer von Patrick Mayer finden, in der anderen z. B. das frühe 0:1, als nach einer Ecke der Ball quer durch den gesamten Fünfer fliegt, bis Frahn nur noch einnicken muss, oder auch die vergebenen Chancen von Yegenoglu und Schäffler. Es droht der Absturz in den Bereich der Tabelle, den man diese Saison möglichst nur aus der Ferne sehen wollte.

Szene des Spiels: Die Auswechslung Sertan Yegenoglus schon nach 25 Minuten, denn um ein Haar hätte der SVWW im dritten Spiel in Folge einen Platzverweis kassiert.

Vor dem Spiel: Wirbelte Torsten Fröhling, teilweise durch Verletzungen gezwungen,  die Aufstellung tüchtig durcheinander: Mayer und Schäffler ganz vorne, auf Außen Mvibudulu und Schwadorf, Wein und Pezzoni in der Innenverteidigung, Funk im Mittelfeld.

Nach dem Spiel: Drängt sich die Erkenntnis auf, dass es momentan fast egal ist, wer spielt – es funktioniert so oder so nicht.

Das schreiben die anderen: WK, kickerHessenschau (mit einem grauenhaft kommentierten TV-Bericht)

Zuschauer: 2.034, davon ca. 200 Gästefans.

Tabelle: Der SVWW mittlerweile nur noch 14., zwar nur vier Punkte Rückstand auf Platz 3, aber auch nur noch fünf Punkte Vorsprung auf Platz 16.

Serien und Rekorde: Die erste Heimniederlage gegen Chemnitz, das vierte sieglose Spiel in Folge, zum dritten Mal hintereinander ohne eigenen Treffer.

Ansonsten: Zur Abwechslung im Familienblock gesessen, womit ich nun von allen vier Tribünen der Brita-Arena mindestens ein Spiel gesehen habe. Immerhin hat man aus O14 einen netten Blick auf die griechische Kapelle.

Nächstes Spiel: Am Samstag geht es im Hessenpokal-Viertelfinale nach Lohfelden zum FSC, der in der Hessenliga aktuell auf Platz 10 steht. In der 3. Liga geht es für den SVWW in der nächsten Woche nach Regensburg.