Stehblog

Der Blog zum SV Wehen Wiesbaden

Stehblog - Der Blog zum SV Wehen Wiesbaden

Der Aufstieg muss her

Was Spitzenfußball angeht, ist Wiesbaden ein völlig traditionsfreier Standort, da brauchen wir uns nichts vormachen. Es gibt mit Bonn nur noch eine Stadt in Deutschland mit größerer Einwohnerzahl, die niemals einen Erstligisten beheimatete. Nüchtern betrachtet ist es ein glatter Skandal, dass Provinznester wie beispielsweise Homburg oder Kaiserslautern jahrelang ganz oben mitspielen durften, letztere sogar mit erstaunlichen Erfolgen, während hier versucht wird, einem Springreiten und Volleyball als ganz große Nummer zu verkaufen. Glücklicherweise hat sich vor einigen Jahren der SV Wehen von der anderen Seite des Taunuskamms herüberbequemt, sodass wir in der Landeshauptstadt plötzlich in den Genuss von Zweitligafußball kamen. Das Glück währte zwar nicht allzu lange und so versucht der SV Wehen Wiesbaden mittlerweile im sechsten Jahr, in die 2. Bundesliga zurückzukehren. Ob es dieses Jahr klappt, bleibt abzuwarten, aber es steht zweifelsfrei fest, dass es angemessen wäre.

Stephan vom Paderborn-Blog Schwarz und Blau hat kürzlich nämlich die Bundesliga-Formel entdeckt, mit der man präzise berechnen kann, wer in die Bundesliga gehört und wer nicht. Sie lautet:

Bundesliga-Faktor = (2014 – Gründungsjahr des Vereins + Meisterschaften DFB bzw. DFV) * Einwohnerzahl

Bei einem Gründungsjahr von 1926, 0 Meisterschaften und einer Einwohnerzahl von 302.386 (Wiesbaden 273.871 + Taunusstein 28.515, Stand 31.12.2013) ergibt das einen Faktor von 26.609.968. Das reicht nicht ganz für die höchste Spielklasse, aber ein solider Startplatz für die zweite Liga ist das allemal.

Es hilft also nix, der Aufstieg muss her.

Una notte magica

Aufmerksame Blogleser werden schon bemerkt haben, dass ich zuweilen den FC Bayern München zu Europapokalauswärtsspielen begleite. Am liebsten würde ich das natürlich ständig tun, aber es gibt nun mal gewisse Randbedingungen hinsichtlich Familie, Berufstätigkeit, Verfügbarkeit von Eintrittskarten und Reisemöglichkeiten usw., Sie wissen schon. Immerhin komme ich im Schnitt auf etwa eine derartige Reise pro Saison und heuer ging es nach Rom zum Champions-League-Vorrundenspiel bei der ortsansässigen Sportvereinigung, bekannt als AS Roma.

Da auch gerade Herbstferien waren, bot es sich an, die Familie mitzunehmen und gemeinsam ein paar Tage im schönen Italien zu verbringen. Wir reisten schon samstags an und ich verzichtete dafür sogar darauf, die Heimniederlage des SV Wehen Wiesbaden gegen die Mainzer U23 anzuschauen. Der Plan, den Kurzurlaub vor das Spiel in Rom zu legen, stellte sich als weise heraus, denn ansonsten hätte uns der Pilotenstreik die Anreise gehörig vermasselt.

Nach ein paar wunderbaren Tagen weiter im Süden machte ich mich also auf dem Weg zum Olimpico, das rote Trikot noch etwas verschämt ins Jäckchen eingewickelt (ich gebe zu, ich traute mich nicht es offen zu tragen, solange ich noch alleine unterwegs war, man hört ja so einiges) und zwei Tickets in der Tasche, wobei mir klar war, dass ich auf dem zweiten wohl sitzen bleiben würde. Zum Zeitpunkt der Kartenbestellung war ein Kollege noch interessiert, aber bis er schließlich absagte, war die Bekannte, die noch dringend auf der Suche war, schon versorgt und es gab im Gegenteil sogar zahlreiche Angebote. Die zwischenzeitliche Überlegung mit Frau und Kind zum Spiel zu gehen, verwarfen wir wieder, schließlich ist eine Vierjährige eher noch nicht Fanblock-kompatibel, zumal es auch absehbar spät werden würde, was dann weder für Kind noch Eltern ein Vergnügen wäre.

Am Stadion angekommen war man, sofern man sich als Bayern-Anhänger zu erkennen gab, noch lange nicht am Stadion angekommen. Die freundlichen Sicherheitskräfte leiteten die Rotgekleideten in einem enormen Bogen ums Stadion herum, wobei die Ansage “next bridge” nicht, wie zunächst vermutet, eine komische Bezeichnung für die nächstgelegene Fußgängerampel war, sondern tatsächlich die nächste Brücke, nämlich über den Tiber, meinte. Dort wurden wir erst mal gesammelt und dann von Polizei und italienischen Fanbetreuern in einem tüchtigen Fußmarsch vorbei am Außenministerium schließlich zum Gästeeingang des Stadions geführt. Wie erwartet ergab sich keine Gelegenheit mehr, das übrige Ticket zum Verkauf anzubieten, und ebenfalls wie erwartet war die obligatorische “Personalisierung” der Karten, die sich in mit Kugelschreiber auf die Rückseite geschriebenen Namen manifestierte, ziemlich witzlos, zumindest sah ich keine einzige Kontrolle, wo der Name mit einem Ausweis abgeglichen wurde. Naja, kennt man ja schon von anderen Gelegenheiten.

Durch die relativ späte Ankunft im Stadion und des entsprechend schon reichlich gefüllten Gästeblocks war es dann relativ zwecklos, die ebenfalls anwesenden Bekannten zu suchen, sodass ich mit dem kleinen Grüppchen, das ich auf dem Marsch durchs abendliche Rom kennengelernt hatte, zusammenblieb. Es stellte sich übrigens heraus, dass es sich dabei um die Besatzung des Sonderflugs von FC Bayern Tours handelte. Darüber, dass ein Teil der Kabinencrew sich aufs Fotografieren per iPad statt aufs Spiel konzentrierte, sah ich großzügig hinweg.

Vor dem Spiel wurde noch das eine oder andere Erzeugnis der pyrotechnischen Industrie präsentiert, wobei sich das Rauchaufkommen erfreulicherweise in Grenzen hielt, aber dafür einige Kanonenschläge (oder wie auch immer die in Ultra-Kreisen heißen) um ungeteilte Aufmerksamkeit baten. Auf römischer Seite wurde die Fankurve mittels Papptafelchoreografie in die Vereinsfarben rot und gelb getaucht, während der Gästeblock einfach rotweißes Absperrband präsentierte. Die Gesänge der Tifosi waren toll und sehr, sehr laut, was umso erstaunlicher ist, da das Olympiastadion dank Laufbahn doch sehr weitläufig ist.

Der Spielverlauf, der geneigte Leser hat es vermutlich der Tagespresse entnommen, sorgte dann für zwischenzeitliches Verstummen der Heimfans, aber, und das fand ich doch bemerkenswert, nicht sehr lange. Als die Mannschaften zur zweiten Halbzeit aufs Feld zurückkehrten – und da führten die Gäste aus Monaco di Baviera ja bereits mit 5:0 – gab es tosenden Applaus, der sicher nicht ironisch gemeint war. Andernorts wäre man schon froh gewesen, wenn es nur Pfiffe und keine Wurfgeschosse gegeben hätte, aber hier bejubelte das Publikum seine deutlich unterlegene Mannschaft. Sehr beeindruckend.

Der ansonsten hervorragend aufgelegte Gästeblock dankte nach einem etwas heftigeren Einsteigen eines römischen gegen einen Münchner Spieler mit “Sch… Italiener”-Rufen – da war mal wieder so ein Fremdschämmoment. Dass einige Halbstarke und im Geiste Junggebliebene sich, getrennt durch eine sichere Plexiglasscheibe, mit Ihresgleichen aus dem gelbroten Nachbarblock kleinere Wort- und Gestenscharmützel lieferten, nahm ich noch mehr oder weniger schulterzuckend hin, ein paar Idioten gibt es schließlich immer, aber dass dann mehrere hundert, vielleicht tausend Fans in diese latent rassistischen Rufe einstimmten, war doch eher unschön. “Ist ja schließlich Fußball, da geht’s halt nun mal etwas derber zu” mag nun der eine oder andere denken, und welchen Unterschied macht es schon, ob man nun beispielsweise “Sch… Kaiserslautern” oder eben “Sch… Italiener” ruft? Ja, mag sein, vielleicht bin ich zu empfindlich, aber in meinen Ohren klang das halt eher danach, als hätten da einige ihrem inneren Rassisten ein wenig Auslauf gewährt. Sehr schade, insbesondere für eine Kurve, die noch in der Woche zuvor u. a. für ihr antirassistisches Engagement ausgezeichnet wurde.

Nach dem Spiel tat sich abermals Erstaunliches, denn einige römische Fans aus dem Nachbarblock warfen ihre Schals über die Abtrennung, woraufhin ihrerseits Münchner Fans ihre eigenen Schals zurückwarfen. Aus einigen wurden viele und so wurde nach und nach sicherlich eine dreistellige Zahl an Schals getauscht. Das hatte ich in dieser Form auch noch nicht erlebt und ich interpretiere das mal als Respektbekundung für das grandiose Spiel der Bayern und/oder den insgesamt tollen Support des Gästeblocks. Das behagte zwar nicht jedem (“Boah, auch noch Sch… Fair Play”), setzte aber für mein Empfinden einem außergewöhnlichen Abend das i-Tüpfelchen auf.

Nach einer mehr als einstündigen Blocksperre durften auch die Gästefans endlich das Stadion verlassen und wurden mit Sonderbussen zum Hauptbahnhof befördert. Der Taxifahrer, der mich von dort in meine Unterkunft brachte, sah mein Trikot, deutete auf sich und sagte nur: “Roma”. Ich antwortete “scusi” und wir lachten beide kopfschüttelnd.

Am nächsten Tag hätte ich ja gerne ein Foto der Titelseiten der italienischen Tageszeitungen gemacht, aber entweder werden die am Kiosk generell nicht ausgehängt und man hielt sie an diesem Tag aus Scham zurück. Den Glückscent, den ich tags zuvor vor einer Gelateria gefunden und der offensichtlich gute Dienste geleistet hatte, beförderte ich ordnungsgemäß in den Trevi-Brunnen. Einem Besuch in Berlin am 6. Juni sollte jetzt nichts mehr im Wege stehen.

Hier ein paar Fotos.

Einmal Rupert und zurück

3. Liga, 15. Spieltag: Hallescher FC – SV Wehen Wiesbaden 3:1 (Tor: Jänicke)

Das Spiel in maximal fünf Worten: Überwiegend harmlos.

Das Spiel in etwas mehr als fünf Worten:
Auf beiden Seiten gab es ein paar Chancen, die allerdings nur Halle auch verwerten konnte. Insgesamt deutlich zu wenig zwingende Aktionen des SVWW, der sich von engagierten Gastgebern zu häufig den Schneid abkaufen ließ.

Liebling des Spiels: Die Onefootball-App, die mal wieder ein Phantomtor gemeldet hat und mich so wenigstens ein paar Minuten im Glauben ließ, der SVWW habe ausgeglichen.

Szene des Spiels: 60. Minute, Ecke für Halle. Den ersten Kopfball aufs Tor wehrt Book auf der Torlinie noch artistisch ab, beim zweiten Versuch kann er auch nicht mehr retten – 2:0, die Vorentscheidung.

Vor dem Spiel: Vertrat mich Sonja nicht nur hier im Blog, sondern auch bei der Mitteldeutschen Zeitung.

Nach dem Spiel: Konnte ich mich wenigstens an einigen Ergebnissen aus der ersten Liga erfreuen.

Das fiel auf:
– Beim ersten Gegentor sah Nico Herzig reichlich alt aus, als er nach einem simplen Wackler seines Gegenspielers ins Straucheln geriet und so die Schussbahn frei machte.
– Kurz vor Ende der ersten Halbzeit hätte es durchaus einen Elfmeter für den SVWW geben können, als Vunguidica im Strafraum zu Fall kam. Sicher kein schweres Foul, aber eine leichte Berührung reicht ja oft aus.
– Ziemlich viele Fehlpässe beim Versuch, schnell zu spielen. Das hat man in dieser Saison auch schon mal besser gesehen.
+/- Schön, dass Jänicke schon wieder getroffen hat. Auch schön, dass er es bis zur letzten Minute versucht. Allerdings völlig nutzlos, wenn es wie in der Vorwoche nur noch Ergebniskosmetik ist.
– Für den Halleschen FC, der in seinen bisherigen sieben Heimspielen gerade mal drei Tore erzielt und zwei Punkte errungen hatte, kam der SVWW gerade richtig als Aufbaugegner – wie schon im Januar, als der HFC mit einem 3:0-Sieg in der Brita-Arena seine Krise beendete.

Zuschauer: 5.483, davon etwa 20 Wehener.

Tabelle: Der SVWW bleibt bei 26 Punkten und ist nun – immerhin noch – Zweiter hinter Arminia Bielefeld (27). Es folgt Dresden mit ebenfalls 26 und dann gleich fünf Mannschaften mit 25 Punkten. Zwischen Platz 1 und 10 liegen gerade mal drei Punkte.

Serien und Rekorde: In dieser Saison war der SVWW bisher dreimal Tabellenführer und verlor dann jedesmal. Vielleicht sollte man sich besser auf einen soliden zweiten Platz konzentrieren.

Ansonsten: Das Hessenpokal-Viertelfinale beim TSV Lehnerz wurde auf das nächste Länderspielwochenende gelegt und wird somit am Samstag, den 15. November um 14 Uhr angepfiffen.

Nächstes Spiel: Am kommenden Samstag um 14 Uhr in der Brita-Arena gegen den Chemnitzer FC, der mit einem Punkt Rückstand auf den SVWW auf Platz 4 steht – vom Papier her also ein echtes Spitzenspiel. Die Sachsen führten in dieser Saison schon neun Mal die Tabelle an, haben aber von den letzten sechs Spielen nur eins gewinnen können. Zuletzt gab es ein 0:0 gegen Holstein Kiel.

Spiel verloren, Tabellenführung behalten

Der Spielbericht heute mal wieder von Sonja, da Blogbetreiber Gunnar schon unterwegs zu einem als Familienurlaub getarnten Auswärtstrip mit dem FC Bayern in der Champions League ist.

3. Liga, 14. SpieltagSV Wehen Wiesbaden – 1. FSV Mainz 05 II 1:2 (Tor: Jänicke)

Das Spiel in maximal fünf Worten: Peinliche Niederlage gegen den Nachbarn

Das Spiel in etwas mehr als fünf Worten:
Nach einer miesen ersten Halbzeit und fast geschenkten Gegentoren lag der SVWW verdient hinten. Im zweiten Durchgang war das Aufbäumen zu schwach und der Anschlusstreffer fiel zu spät. Insgesamt eine durchaus verdiente Niederlage des Tabellenführers gegen den Tabellenletzten.

Liebling des Spiels: Alexander Nandzik. Kam zwar spät, als er in der 78. Minute den schwachen Mintzel ersetzte, brachte aber immerhin noch einige gefährliche Flanken in den Strafraum.

Szene des Spiels: In der 68. Minute hat Luca Schnellbacher den Ball im Fünfmeterraum auf dem Fuß, trifft mit seinem Schuss aber nur einen Mainzer Abwehrspieler. Spätestens in dieser Szene wird klar, dass das Tor heute einfach vernagelt ist.

Vor dem Spiel: Wurde Rassismus im Rahmen einer europaweiten Kampagne die Rote Karte gezeigt. Nie verkehrt!

Zeig' Rassismus die Rote Karte!

Nach dem Spiel: Wütend die Dauerkarte in den Müll geschmissen. Die war von Gunnar? Was solls, der hängt ja eh lieber beim FC Bayern rum.

Das fiel auf:
- Katastrophale erste Halbzeit gegen alles andere als übermächtige Mainzer. Bei beiden Gegentoren keine nennenswerte Gegenwehr.
– Auch in der zweiten Halbzeit hatte man zu selten das Gefühl, dass der SVWW das Spiel unbedingt noch drehen wollte.
+ Tobias Jänicke schon mit seinem sechsten Saisontor. Er wird für den SVWW immer wichtiger.
– Publikumsliebling Alf Mintzel war leider ein Totalausfall. Einige schwache Freistöße und Ballverluste, dazu kaum Akzente nach vorn. Alex Nandzik, der für ihn eingewechselt wurde, war da deutlich besser drauf.
+ Die Zuschauerzahl war mit deutlich über 3000 für SVWW-Verhältnisse sehr ordentlich – zumal Mainz 05 fast ohne eigene Fans angereist war.
+/- Schiedsrichter Felix-Benjamin Schwermer war vermutlich der größte Mann auf dem Platz und würde aufgrund seiner Maße sicherlich auch zum Brecher im Strafraum taugen.

Zuschauer: 3.476, davon nur etwa 15 Mainzer – die Profis hatten am gleichen Nachmittag ein Heimspiel gegen Augsburg.

Tabelle: Der SVWW bleibt aufgrund der anderen Ergebnisse Tabellenführer mit 26 Punkten. Am Sonntag kann Bielefeld allerdings noch vorbeiziehen.

Serien und Rekorde: Nicht der sechste Heimsieg der Saison, wie in der Stadionzeitung gefordert, sondern die zweite Heimniederlage.

Ansonsten: Nach gut 30 Minuten kam das Freistoßspray unter dem Jubel der Zuschauer erstmals in der Brita-Arena zum Einsatz.

Nächstes Spiel: Am kommenden Samstag um 14 Uhr in Halle, das keines seiner bisher sieben Heimspiele gewinnen konnte.

Entspannter Ausflug nach Nordhessen

Hessenpokal, Achtelfinale: FSC Lohfelden – SV Wehen Wiesbaden 0:6 (Tore: Benyamina (2), Schnellbacher (2), Ahlschwede, Schindler)

Das Spiel in maximal fünf Worten: Der Favoritenstellung gerecht geworden.

Das Spiel in etwas mehr als fünf Worten:
Trainer Marc Kienle bot so ziemlich alle Spieler auf, die bisher nur wenig oder keine Einsatzzeit in der Liga hatten. Trotzdem ging der SVWW die Begegnung beim Hessenligisten seriös an und erzielte schon nach wenigen Minuten durch Benyamina die Führung. Trotz einer frühen Unterzahl nach einem Platzverweis gegen Daniel Wein wegen Notbremse ließ der Drittligist keinen Zweifel am Weiterkommen. Bis zur Pause schossen Schnellbacher und Benyamina eine 4:0-Führung heraus, in der zweiten Hälfte trafen noch Ahlschwede und Schindler.

Liebling des Spiels: Alexander Nandzik, der gleich vier Tore vorbereitete.

Szene des Spiels: Das 2:0 durch Luca Schnellbacher, als er erst ein paar Verteidiger wie Slalomstangen umkurvte und dann trocken abschloss. So war schon früh, obwohl man nur noch zu zehnt war, alles klar.

Vor dem Spiel: Hatte ich exakt das erhofft, was auch eintrat: Einsatzzeit für die zweite Reihe und ein deutliches Ergebnis.

Nach dem Spiel: Tanzt der SVWW weiter auf zwei Hochzeiten (um mal eine gut abhangene Phrase aus dem imaginären Zettelkasten zu holen).

Das fiel auf:
+ Kein Larifari gegen einen unterklassigen Gegner.
+ Die Reservisten durften sich mal zeigen und für Einsätze in der Liga empfehlen.
+ Insbesondere Alex Nandzik machte mit einem Freistoß an den Pfosten, der zum 3:0 führte, sowie drei Vorlagen zu den Toren 4-6 auf sich aufmerksam.

Zuschauer: Etwa 300.

Nächstes Spiel: Im Hessenpokal wartet im Viertelfinale mit dem TSV Lehnerz erneut eine Mannschaft aus der fünftklassigen Hessenliga, die sich im Achtelfinale gegen den OSC Vellmar durchgesetzt hat. Das Spiel wird voraussichtlich im Februar stattfinden.
In der Liga geht es am kommenden Samstag um 14:00 Uhr mit einem Heimspiel gegen die zweite Mannschaft des 1. FSV Mainz 05 weiter. Der Aufsteiger von der ebsch Seit steht mit 10 Punkten auf Platz 18, zuletzt spielte man 1:1 gegen Holstein Kiel. Da die erste Mannschaft der 05er ebenfalls am Samstagnachmittag ein Heimspiel hat, werden wohl leider nicht so viele Gästefans kommen wie es bei anderer Terminierung möglich gewesen wäre – schade.