Das Leben der Anderen

Auf der gestrigen Heimfahrt nach der Arbeit habe ich einen Rostocker Fanbus überholt. Die taten mir dann später schon etwas leid – 800 km Anfahrt, eine dicke Klatsche kassiert und 800 km wieder zurück. Autsch.

Ein Reiz der 2. Liga besteht ja darin, dass die Leistungsschwankungen bei den meisten Teams noch größer sind als in der 1. Liga. Zusammen mit (bisher) 3 Absteigern, von denen immer wenigstens einer abstürzt, und 4 Aufsteigern, von denen immer mindestens einer positiv überrascht, hat man tatsächlich die Situation, dass jeder jeden schlagen kann, mitunter auch deutlich.

Beispiel gefällig? Hansa gestern 0:6 beim FCK. Das gleiche Hansa hat vor ein paar Wochen Koblenz mit 9:0 auseinandergenommen. Koblenz wiederum hat davor 5:0 gegen den FCK gewonnen. Was sagt uns das? Nicht viel, zumindest lassen die Ergebnisse keinerlei sinnvolle Prognosen zu.

Der SVWW hat letzte Woche den FCK besiegt, nachdem es in den ersten 11 Ligapsielen gerade mal zu einem einzigen Sieg gegen den FSV Frankfurt gereicht hat. Anfangs der Saison gab’s in Koblenz ein 0:0. Am letzten Hinrundenspieltag dürfen wir dann nach Rostock. Da kann buchstäblich alles passieren,  von einem überragenden Auswärtssieg bis hin zu einem Debakel ist so ziemlich alles drin.

OK, Dreiecksvergleich sind sowieso Quatsch bzw. im besten Fall Spielerei, aber lustig zu beobachten ist die Liga allemal, nicht nur mit der Vereinsbrille.

Schorsch

Richtig schwierig wird’s, wenn in sibirischen Wettbüros Japaner elfstellige Summen auf die Neun-zu-nulls wetten, was natürlich immer Zufall ist und in diesem Fall auch nicht nachgewiesen und mit dem tatsächlichen Ausgang der Spiele sowieso nichts zu tun hat. Trotzdem irritiert alleine die Möglichkeit dessen bei der Leistungsbeurteilung :o)

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