Unnötige Niederlage in Duisburg

Einen Punkt hatte ich mir vor dem Spiel gewünscht und der war auch allemal drin. Selbst ein Sieg für den SVWW wäre nicht unverdient gewesen, schließlich hatte in der zweiten Halbzeit nur noch das Team in Rotschwarz das Spiel gemacht.

Schon nach wenigen Minuten ging der MSV durch einen Fallrückzieher von Kouemaha aus kurzer Entfernung in Führung (ein Aktion, die ihm und seinem Sturmpartner Makiadi offenbar so gut gefiel, dass sie es später noch ein paar mal mit einem Fallrückzieher versuchten) und hätte kurz danach sogar das 2:0 erzielen können, doch Tifferts Schuss landete nur am Pfosten und von dort in Alex Walkes Arme. Nach diesem kleinen Schock des ersten Gegentors in 2009 kam Wehen aber immer besser ins Spiel. Richtig gefährlich wurde es allerdings hauptsächlich bei Freistößen und nach einem solchen fiel auch der Ausgleich. Ausgerechnet Kouemaha versaute seinen Kollegen die Abseitsfalle, sodass Ziemer völlig frei im Strafraum stand und den Ball per Kopf auf den Kollegen Schönheim legen konnte,  der problemlos seinen ersten Treffer für den SVWW erzielte. Wenige Minuten vor der Pause ging Duisburg durch Makiadi allerdings wieder in Führung – sehr ärgerlich, da Walke den Schuss noch halbwegs abwehren konnte, der Ball aber trotzdem reinging.

In der zweiten Halbzeit spielte eigentlich nur noch die Mannschaft von Wolfgang Frank, die wenigen klaren Chancen wurden aber vergeben oder von Torwart Starke vereitelt. Duisburg hatte nur in der 70. Minute eine Torgelegenheit und dann kurz vor Schluss, als Wehen alles nach vorne warf. Frank brachte mit Diakité, Koen und Stroh-Engel alles, was er noch an Offensivkräften auf der Bank hatte, aber letztlich wollte der Ausgleich nicht gelingen.

Insgesamt ist es einigermaßen bitter, aus diesem Spiel nicht wenigstens einen Punkt mitzunehmen, aber andererseits stimmt mich die Leistung der Mannschaft für die nächsten Spiele optimistisch. So spielt kein Absteiger, und wenn zu diesem Einsatzwillen noch etwas mehr Zielstrebigkeit und Genauigkeit in den Offensivaktionen dazu kommt, dann werden wir auch nächstes Jahr Zweitligafußball in Wiesbaden sehen.

Zwei Spielern möchte ich ein paar Extraschichten im Training empfehlen:

  • Benjamin Siegert sollte üben, Eckbälle etwa einen halben Meter höher in den Strafraum zu bringen. Die Freistöße sind ja meistens ganz gut, aber mir scheint, dass sämtliche Eckbälle ein bisschen zu flach ankommen und problemlos vom Verteidiger am ersten Pfosten geklärt werden.
  • Madi muss ganz dringend das Toreschießen trainieren. In der Defensive ist er ja wirklich gut und gewinnt sehr viele Zweikämpfe, selbst beim Kopfball, obwohl er nicht gerade ein Riese ist. Sobald es aber Richtung Tor geht, nimmt schlagartig die Passgenauigkeit ab und einen Torschuss, der tatsächlich auf den Kasten geht, gelingt ihm selbst beim Warmschießen vorm Spiel höchstens in einem von zehn Fällen. Meistens geht der Ball grotesk weit übers Tor. Dabei kommt er immer mal wieder in recht gute Schusspositionen, wenn er von hinten aufrückt und der Ball von außen hereingespielt wird. Also lieber Madi, schön üben, ich möchte demnächst Dein erstes Tor bejubeln!

Am Freitag ist die (oder der? ich vergesse das jedesmal wieder) TuS Koblenz in Wiesbaden zu Gast – Vorletzter gegen Letzter. Das Spiel muss einfach gewonnen werden, mehr dazu im Laufe der Woche. Leider wird Marko Kopilas dann nicht dabei sein, da er sich seine fünfte gelbe Karte eingehandelt hat (ich bin übrigens nicht sicher, ob das tatsächlich Foul war oder ob er nicht doch zuerst ordentlich den Ball getroffen hat), sodass Trainer Frank zum ersten mal eine andere Startaufstellung wählen muss.

Noch ein Wort zu unserem Support: Klasse Jungs! Kam am TV super rüber, trotz (logischerweise) zahlenmäßiger deutlicher Unterlegenheit.

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