Und schon wieder keine Punkte

Der SV Wehen Wiesbaden musste heute bei Rot-Weiß Ahlen antreten (übrigens das Ahlen in Westfalen, nicht Aalen in Schwaben). Aufsteiger Ahlen war in der Hinrunde eine der Überraschungsmannschaften und hat eine ganze Weile oben mitgemischt. Allerdings gelang in letzter Zeit nicht mehr viel und in der vergangenen Woche wurde Trainer Christian Wück entlassen. Neben den offensichtlichen sportlichen Gründen und angeblich völlig überzogener Gehaltsforderungen wurde auch die seltene Anwesenheit aufgrund des Trainerlehrgangs genannt – kennen wir ja irgendwoher.

Wie dem auch sei, einem kriselnden Verein, der dringend ein Erfolgserlebnis braucht, kann momentan fast nichts besseres passieren, als gegen den SVWW spielen zu dürfen. Das Tabellenschlusslicht präsentierte sich auch heute wieder erschreckend harmlos. Zu Beginn der Partie kamen die Wehener noch etwas besser ins Spiel als die Gastgeber, aber – wie üblich – ohne sich dabei Torchancen erarbeiten zu können. Auf niedrigstem Niveau waren sich die beiden Mannschaften dann irgendwann ebenbürtig und es kam, wie es kommen musste: ein dämlicher Ballverlust von Marko Kopilas führte zum 1:0 für Ahlen.

In der zweiten Halbzeit blieb das erhoffte Aufbäumen gegen die drohende nächste Niederlage aus bzw. äußerte sich nur in zahlreichen Fouls, meistens durch völlig unnötiges oder aussichtsloses Herumgrätschen. Die Offensivbemühungen beschränkten sich im Wesentlichen auf lange Bälle in Richtung Strafraum und die wenigen sich bietenden Chancen wurden nicht genutzt.

Am Ende steht also mal wieder eine verdiente 0:1-Niederlage und ein neuer Negativrekord für den SVWW in der zweiten Liga, nämlich die fünfte Niederlage in Folge. Zum Relegationsplatz 16 beträgt der Abstand weiterhin 6 Punkte, aber nüchtern betrachtet fallen mir nicht allzu viele Argumente ein, die für den Klassenerhalt sprechen.

Am nächsten Spieltag empfangen wir die Nachbarn aus Mainz. Gegen die gab es in bisher drei Vergleichen drei Niederlagen, die letzte in der Hinrunde dieser Saison fiel mit 0:5 besonders heftig aus. Es gibt also – schon wieder – nichts zu verlieren.

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