Hase und Igel

Unterhaltsam war’s ja schon irgendwie, das 3:3 des SV Wehen Wiesbaden beim 1. FC Saarbrücken. Außer den Toren gab es noch eine ganze Reihe hochkarätiger Chancen auf beiden Seiten, beide Mannschaften bekamen jeweils einen eigentlich fälligen Strafstoß verweigert, jede Menge Action. Zweimal hatte der SVWW geführt, schon nach einer guten Viertelstunde lag man nach Treffern von Janjic und Vunguidica mit 2:0 vorne, aber die bitteren Erfahrungen dieser Saison verhinderten jede Euphorie.

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Dass es noch nicht mal zehn weitere Minuten dauern sollte, bis die Führung wieder dahin war, kam dann aber doch etwas überraschend.

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Der durchgeknallte Drehbuchschreiber, der für die Wehener Spielverläufe zuständig ist, hatte sich aber diesmal eine neue Pointe ausgedacht, denn Nico Herzig traf kurz vor der Pause zur erneuten Führung.

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Wäre aber zu schön gewesen, wenn man mit drei Toren auf Gegners Platz auch drei Punkte erhielte. Eine Viertelstunde vor Schluss konnte Saarbrücken erneut ausgleichen und am Ende musste man froh sein, dass der SVWW wenigstens einen Punkt gerettet hatte.

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Beide Mannschaften vereinte das alte “vorne hui, hinten pfui”-Motto. Beim SVWW wechselt sich das ja meistens von Spiel zu Spiel mit dem Komplementär “hinten hui, vorne pfui” ab, wenn dann nämlich so gut wie keine Chancen und noch weniger erzielte Treffer herausspringen, aber dafür in der Defensive auch nichts anbrennt. Hat ein bisschen was vom Märchen vom Hase und Igel: auch wenn der Hase noch so viele Tore erzielt, der Igel steht schon da mit seinen Gegentreffern. (OK, die Metapher ist schiefer als gedacht, aber jetzt steht die Überschrift halt schon da.)

Auch wenn es im Endeffekt in beiden Fällen nur dazu beiträgt, schon in Kürze den ewigen Unentschieden-Rekord zu knacken, spektakulärer ist es zumindest so wie am Samstag im Saarbrücker Ludwigspark geschehen. Deshalb will ich zur Abwechslung mal nicht groß rummeckern – auch wenn es weiterhin sicherlich genug Gründe dafür gäbe -, sondern hake das, wenn auch kopfschüttelnd, ab.

Am nächsten Samstag steht eins der Saison-Highlights auf dem Programm, nämlich das Heimspiel gegen Kickers Offenbach. Da kann Maskottchen B. mal zeigen, was er als Glücksbringer taugt.

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