Ausführliche Huldigung eines epischen Auswärtssiegs

Der Spielbericht kommt heute wieder von Sonja (feat. Bertl), die sich auch an einem Dienstagabend nicht von langer Anfahrt mit Schnee und Eis abhalten lässt.

22. Spieltag (nachgeholt vom 15.12.): SpVgg Unterhaching – SV Wehen Wiesbaden 0:2

Das Spiel in maximal fünf Worten: Endlich der erste Auswärtssieg!

Liebling des Spiels: Nico Herzig. Hat hinten bärenstark gespielt und kompromisslos jeden gefährlichen Ball weggeköpft oder -gebolzt. Wurde von @stadtneurotikr deshalb liebevoll als “Viech” bezeichnet.

Szene des Spiels: Tobias Schweinsteiger bekommt kurz vor der Halbzeit Gelb für eine Schwalbe. Zuvor hatte er schon einmal relativ plump versucht, einen Elfmeter zu schinden und damit auf einen “Loas dich falln!”-Ruf aus dem Publikum reagiert. War wohl nix!

Vor dem Spiel: Die lange Unsicherheit, ob das Spiel trotz Schnee wirklich stattfindet. Und:

Nach dem Spiel: Pure Freude. Endlich der erste Auswärtssieg der Saison und ganz nebenbei eine schöne Revanche an den Hachingern, die sich nach dem eher glücklichen Sieg in Wiesbaden im August so unnötig vor dem SVWW-Block aufgespielt hatten.

Das fiel auf:
+ Endlich mal eine bessere Chancenverwertung – zumindest in der ersten Halbzeit
+/- In der zweiten Halbzeit hat die Abwehr nicht viel zugelassen, vorne wurden aber leider auch einige gute Chancen (u.a. durch Janjic und Röser) auf das 3:0 vergeben.
+ Aber endlich, endlich, endlich mal eine 2:0-Führung auch über die Zeit gebracht!
+ Einige gute Kombinationen auf dem schneebedeckten Rasen – und Maciej Zieba hat in einer Szene sogar mehr Gegenspieler aussteigen lassen als zuvor (gefühlt) in der ganzen Saison.
+ Wieder einmal ein starkes Spiel von Robert Müller im Mittelfeld – dazu das wichtige 1:0!
+ Joe Vunguidica ist im Sturm zwar kein Knipser, arbeitet aber sehr viel und kann den Ball deutlich besser behaupten als Dominik Stroh-Engel, der erst in der zweiten Halbzeit eingewechselt wurde.
+/- Unterhaching mit einem Trainer-Duo à la Leverkusen. Wirkte mitunter etwas komisch, wenn sie gleichzeitig Anweisungen gaben.
+/- Erstaunlich, dass der Schiedsrichter die Partei angepfiffen hat. Am abgesagten Spieltag im Dezember waren die Bedingungen mit Sicherheit nicht so schlecht.

Zuschauer: 800 – sehr traurig für einen ehemaligen Bundesligisten. Die Stehblöcke hinter den Toren waren aufgrund des Schnees gesperrt, sodass die Hachinger Ultras auf die Gegentribüne umziehen mussten und die Wehen-Fans mit auf die Haupttribüne gesetzt wurden.

Serien und Rekorde: Das inzwischen dritte Spiel in Folge ohne Gegentor. Kein Wunder, denn die Abwehr steht mit Döringer, Wiemann, Herzig und Schimmel derzeit wirklich gut.

Tabelle: Der SVWW macht einen Sprung und liegt nun mit 30 Punkten auf Platz 10.

Ansonsten: Das wundervolle Gefühl, wenn man seine zuvor gefrorenen Fußzehen wieder spürt & der ältere Herr, der bis zur Halbzeit vergeblich versuchte, seine Stadionzeitungen lautstark an den Mann zu bringen.

Nächstes Spiel: Am Sonntag beim Tabellenletzten Darmstadt 98.

Drüben beim Stadtneurotiker gibt es ebenfalls einen Spielbericht.

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