Zwischendurch ein Lob

Sportlich gesehen befindet sich der SV Wehen Wiesbaden gerade in einem etwas merkwürdig undefiniertem Zustand, zumindest kann man als Beobachter diesen Eindruck gewinnen. Dank der Erfolgsserie zu Rundenbeginn kann man sich trotz der Schwächephase noch in Sichtweite der Aufstiegsränge halten. Nach dem Trainerwechsel gab es schon ein paar Indizien, dass sich die Spielweise zum Positiven ändert, wovon allerdings im letzten Spiel nicht allzu viel zu sehen war. Es vermischt sich in der Anhängerschaft die Hoffnung – fast schon: Erwartung -, dass man weiterhin oben dranbleiben wird, mit der Befürchtung, fußballerisch weiterhin eher magere Darbietungen zu sehen.

In dieser Gemengelage möchte ich mal ganz unabhängig von sportlichen Aspekten dem Verein, namentlich dem neuen Geschäftsführer Georg Kleinekathöfer, ein großes Lob für die neue Form der Kommunikation und des Dialogs mit den Fans aussprechen.

Über die Entscheidungen, Peter Vollmann zu beurlauben und Marc Kienle als neuen Cheftrainer zu engagieren, wurden jeweils nicht nur die Presse und Sponsoren, sondern auch die Dauerkarteninhaber umgehend per Mail informiert. Es macht letztlich keinen großen Unterschied, aber es fühlt sich doch besser an, direkt angeschrieben zu werden, statt solche wichtigen Nachrichten über Dritte zu erfahren.

Noch wichtiger als diese kleinen Gesten ist aber das Engagement, mit dem Herrn Kleinekathöfer sich im Fan-Forum stellt. Natürlich ist das mit allerlei Frustration verbunden, da in solch einem Forum nicht nur gejubelt, sondern eher überwiegend kritisiert wird – sowohl sachlich-konstruktiv als auch durch typische Forums-Trolle. Trotzdem schreibt GK (wie er sich selbst gerne abkürzt) dort regelmäßig und sucht den Austausch mit den Fans, was man ihm gar nicht hoch genug anrechnen kann. Ich selbst lese dort überwiegend nur mit und mische mich selten in Diskussionen ein (meistens ist ja schon alles gesagt, nur noch nicht von jedem), aber dass sich der Geschäftsführer, der sicher auch eine Menge andere Dinge zu tun hat, dort derart einbringt, finde ich schlicht großartig. Zum einen signalisiert es uns Fans, dass man tatsächlich gehört und nicht nur als anonyme Masse auf der Tribüne wahrgenommen wird, zum anderen können im Idealfall sogar kleine oder große Probleme viel direkter gelöst werden.

Also nochmal von mir an dieser Stelle: großes Kompliment und vielen Dank, GK – weiter so!

 

P. S.: Noch viel lieber lobe ich natürlich Mannschaft und Trainer und hoffe, schon am Samstag wieder die Gelegenheit zu bekommen. Mindestens ein Punkt in Darmstadt wäre eine gute Grundlage.

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