Saisonfazit, Teil 2: Die Spieler

Nach dem Überblick zum Saisonverlauf, schauen wir uns heute nochmal den Kader der Saison 2013/14 an.

Tor

Michael Gurski: Konnte sich in der Saisonvorbereitung noch knapp als Stammtorwart behaupten und spielte dann gewohnt solide. Nach einer schlechten Vorstellung bei der 0:2-Niederlage gegen Unterhaching auf die Ersatzbank verbannt und seitdem nicht mehr eingesetzt worden. Wechselt zum SSV Reutlingen.

Markus Kolke: Bekam ab Spieltag 14 seine Chance und konnte sie nutzen. Auf der Linie ähnlich stark wie Gurski, aber im Spielaufbau mit Vorteilen. Rettete sein Team in einigen Spielen, insbesondere am letzten Spieltag mit zwei gehaltenen Strafstößen. Ist trotzdem noch nicht als Nummer 1 für die kommende Saison gesetzt, da mit Florian Fromlowitz ein namhafter Konkurrent verpflichtet wurde.

Raphael Laux: Kam in der ersten Mannschaft nicht zum Einsatz. Bleibt weiterhin im Kader, erweitert seinen Tätigkeitsbereich aber als Torwarttrainer im Nachwuchsleistungszentrum.

Verteidigung

Michael Wiemann: Der Spieler mit den meisten Einsatzminuten. Sieht manchmal nicht sehr elegant aus, aber immer stark im Zweikampf. Hat seinen Vertrag kürzlich um zwei Jahre verlängert.

Nico Herzig: Der Kapitän wird in diesem Leben kein Edeltechniker mehr, glänzt aber immer durch Einsatz und Zweikampfstärke.

Julian Grupp: Kam aus der Regionalliga und hat sich direkt etabliert. Zunächst während Ahlschwedes Verletzung als Rechtsverteidiger, später als Linksverteidiger, gelegentlich auch im defensiven Mittelfeld. Hatte zuweilen noch Schnitzer drin, aber ich hätte ihn trotzdem gerne öfter rechts in der Abwehr gesehen.

Maximilian Ahlschwede: Verletzte sich in der Saisonvorbereitung und verpasste die ersten sieben Spiele. Machte danach fast alle Partien als Rechtsverteidiger, wobei er nach ordentlichem Start immer häufiger kapitale Fehler machte. Erstaunlich, dass er trotzdem immer wieder aufgestellt wurde.

Alexander Nandzik: Kam sowohl auf der Linksverteidigerposition als auch im linken Mittelfeld zum Einsatz, in der Rückrunde aber fast nur noch als Einwechselspieler für die letzten paar Minuten. Hat sicher das Potential zum Stammspieler, aber seine weitere Entwicklung bleibt abzuwarten.

Jovan Vidovic: Wurde kurz nach Saisonbeginn als Reaktion auf die Verletztungsmisere in der Abwehr verpflichtet. Machte seine Sache ganz ordentlich, hatte aber auch immer mal wieder Nachlässigkeiten drin. Sein Vertrag wird nicht verlängert.

Denis Perger: Wurde vom SC Freiburg ausgeliehen und etablierte sich sofort als Stammspieler auf der linken Abwehrseite. Sah am 14. Spieltag in Heidenheim die rote Karte und wurde danach nur noch ein einziges Mal eingewechselt. Für mich etwas rätselhaft, dass er überhaupt keine Rolle mehr spielte. Die Leihe wird nicht verlängert.

Adam Straith: Wurde ebenfalls kurzfristig als Notnagel für die Innenverteidigung geholt und kam im ersten Saisondrittel regelmäßig zum Einsatz. Ist allerdings doch arg limitiert und verbrachte, nachdem es wieder personelle Alternativen gab, die restliche Saison auf der Tribüne. Sollte im Winter schon gehen, blieb aber mangels Angeboten bis zum Vertragsende im Sommer.

Stephan Gusche: Kam vor der Saison mit der Hypothek von zwei Kreuzbandrissen und langer Spielpause und erhielt deshalb auch nur einen Einjahresvertrag. Riss sich am zweiten Spieltag erneut das Kreuzband und fiel für den Rest der Saison aus, sein Vertrag wird nicht verlängert. Sehr bitter für ihn, zumal seine ersten Auftritte ganz gut aussahen, aber das Risiko war wohl beiden Seiten bewusst.

Daniel Döringer: Verletzte sich ebenfalls schon in der Saisonvorbereitung und fiel für die komplette Runde aus. Ich würde mir wünschen, dass er bald wieder in den Kader zurückkehrt, denn seine Leistungen in der Saison zuvor waren sehr ansprechend und er ist außerdem eines von wenigen Eigengewächsen. Sein Vertrag läuft allerdings aus und ich habe noch nichts bezüglich einer Verlängerung gehört.

Jeff Gyasi: Verpasste aufgrund einer Verletzung die komplette Saisonvorbereitung und kam später nur in der zweiten Mannschaft zum Einsatz. Wechselte in der Winterpause nach Elversberg.

Mittelfeld

Tobias Jänicke: Der Flügelspieler verpasste nur ein Spiel wegen Gelbsperre, stand sonst bei allen Partien auf dem Platz. Großartiger Dribbler und gemeinsam mit Vunguidica bester Torschütze (10 Treffer), schwankt aber zwischen Bundes- und Landesliga. Könnte er konstanter seine Leistung zeigen, müsste er mindestens in der 2. Bundesliga spielen.

Alf Mintzel: Der unermüdliche Kämpfer ist weiterhin Publikumsliebling. Meistens im linken Mittelfeld eingesetzt, stabilisierte aber gegen Saisonende die linke Abwehrseite. Völlig unverständlich, dass der Bundestrainer auf eine Nominierung verzichtet hat.

Robert Müller: Der wohl unauffälligste Spieler auf dem Platz, aber offenbar von seinen Trainern hochgeschätzt. Kam meistens im defensiven Mittelfeld zum Einsatz, wobei er mir bei den wenigen Spielen, in denen er weiter vorne spielte, besser gefiel.

Nils-Ole Book: Meist im offensiven Mittelfeld unterwegs, gegen Saisonende auch mal auf der linken Außenbahn. Auch bei ihm wechseln sich Licht und Schatten ab.

Marcus Mann: Gefühlt war er in seinen drei Jahren beim SVWW immer verletzt, kommt aber doch auf erstaunliche 72 Spiele, davon 25 in der abgelaufenen Saison. Wie alle seine Kollegen im zentralen Mittelfeld mit schwankenden Leistungen. Wechselt zur zweiten Mannschaft der TSG Hoffenheim.

Maciej Zieba: Kam zu 19 Einsätzen, stand dabei aber im Durchschnitt weniger als 20 Minuten auf dem Platz. Hätte mit seinen Dribblings eigentlich die Fähigkeiten für die besonderen Momente, konnte es aber selten bis nie zeigen. Verlässt nach zwei Jahren den Verein.

Martin Röser: Wechselte in der Winterpause der vorherigen Saison zum SVWW und verletzte sich damals gleich im zweiten Spiel. Wollte in dieser Saison neu angreifen, konnte aber nie restlos überzeugen. Muss sich einen neuen Verein suchen.

Steffen Haas: Wurde in der Winterpause verpflichtet, spielte aber bestenfalls solide. Sein Vertrag wird nicht verlängert.

Sascha Wolfert: Kam vor der Saison und wurde in den ersten Spielen regelmäßig eingewechselt. Ich fand ihn dabei nicht auffällig schlecht, aber die sportliche Führung hatte wohl genug gesehen. Wechselte in der Winterpause nach Elversberg.

Marco Christ: Sollte nach einer misslungenen ersten Saison schon vor zwei Jahren gehen, wollte aber seinen Vertrag nicht auflösen. Spielte letztes Jahr deutlich besser und wollte in dieser Saison nochmal richtig durchstarten. Es kamen aber zahlreiche Krankheiten und Verletzungen dazwischen und auch als er wieder gesund war, kam er kaum noch zum Einsatz. Sein Vertrag wird nicht verlängert.

Julian Wießmeier: Wurde als aktueller U20-Nationalspieler für zwei Jahre vom 1. FC Nürnberg ausgeliehen und galt vor der Saison als Hoffnungsträger. Kam allerdings nur zu drei Kurzeinsätzen und wurde schon nach einem halben Jahr an Nürnberg zurückgegeben.

Maik Vetter: Verletzte sich in der Saisonvorbereitung und kam nur in der zweiten Mannschaft zum Einsatz, wo er ganz ordentlich spielte, wie man so hört. Bin gespannt, ob er in der kommenden Saison die Chance in der ersten Mannschaft bekommt.

Angriff

José Pierre Vunguidica: Traf in den ersten fünf Spielen viermal und war einer der Gründe für den guten Start. Dann die lange Torflaute (bis auf einen Treffer am 18. Spieltag) um dann in der Rückrunde wiederum mit vier Toren in vier Spielen eine kleine Siegesserie herauszuschießen. Immer viel unterwegs und mit gutem Abschluss, aber häufig auch zu eigensinnig. Dennoch einer der Lichtblicke.

Luca Schnellbacher: Wurde als einziger Neuzugang direkt mit einem Dreijahresvertrag ausgestattet, was zeigt, dass man sich vom mittlerweile 20jährigen einiges erhofft. Kam meistens gegen Spielende als Einwechselspieler zum Einsatz, vertrat aber auch Vunguidica während dessen Verletzung und durfte mit diesem in den letzten Saisonspielen gemeinsam als Doppelspitze auflaufen. Hat gute körperliche Voraussetzungen, ordentliche Technik und auch ein Auge für den Mitspieler. Insgesamt eine sehr gute Debütsaison im Profibereich und sicher einer der Gewinner im Team des SVWW.

Marco Königs: Kam vor der Saison von Preußen Münster, weil er dort nur Ersatzspieler war. Blieb das allerdings auch beim SVWW und fiel im Laufe der Saison in der Stürmerrangfolge sogar hinter Youngster Schnellbacher zurück. Ihm gelang kein einziger Treffer – kann nächste Saison eigentlich nur besser werden.

 

Morgen: Ein Blick auf die Neuzugänge

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