That was nothing

3. Liga, 9. SpieltagSV Wehen Wiesbaden – 1. FC Magdeburg 0:3

Das Spiel in maximal fünf Worten: Englische Woche endet mit Enttäuschung.

Das Spiel in etwas mehr als fünf Worten:
Ordentlicher Beginn des SVWW, nach ein paar Minuten schon eine Chance, aber dann kam erst mal lange nichts. Über die linke Seite gab es in der Folge ein paar verheißungsvolle Angriffe, aber die Flanken wurden allesamt nicht gefährlich. Magdeburg stand defensiv sicher, aber war nach vorne auch nicht schrecklich gefährlich, bis eine scharfe Hereingabe von Steven Ruprecht unglücklich ins eigene Tor abgelenkt wurde. Als der Abwehrchef kurz danach verletzt ausgewechselt werden musste, fiel auch eine wichtige Komponente im Spielaufbau weg. Direkt vor dem Halbzeitpfiff hatte Blacha noch eine gute Chance zum Ausgleich, aber FCM-Keeper Zingerle reagierte glänzend. In der zweiten Halbzeit lief für den SVWW nicht mehr viel zusammen. Man fing sich zwei saubere Konter ein und hatte selbst nur noch eine Chance, als Pezzoni nach einer Ecke nur den Pfosten traf. Aus der Hoffnung, die englische Woche mit sieben oder gar neun Punkten abzuschließen, wurde nichts.

Pechvogel des Spiels: Steven Ruprecht.

Szene des Spiels: 36. Minute, Ruprecht unterläuft erst ein Eigentor und verletzt sich direkt beim nächsten Ballkontakt nach Anpfiff.

Vor dem Spiel: Schweigeminute für Heinz Hankammer.

Nach dem Spiel: Aufmunternde Rufe am Zaun, die einen etwas ratlos zurücklassen: “Egal Jungs, weiter, beim nächsten mal auf die Fresse!”.

Das fiel auf:
– Hinten erneut mit Lücken und dazu mit klarem Geschwindigkeitsnachteil gegen die schnellen Magdeburger.
– Auch vorne ziemlich ideenlos gegen eine gut organisierte Abwehr.
+ Gute Reaktion des Publikums, die trotz des schwachen Spiels und der schon dritten Heimniederlage der eigenen Mannschaft applaudierten. Ist ja nicht immer so.
+/- Schon das zweite Mal erleben wir dieselbe Abfolge: sehr gutes Spiel und Sieg gegen den Tabellenführer, etwas glücklicher Auswärtssieg, schwaches Heimspiel. Erst Köln/Zwickau/Paderborn, jetzt Duisburg/Mainz/Magdeburg. Mehrere Spiele hintereinander auf gutem Niveau zu absolvieren bleibt die Königsdisziplin.

Das schreiben die anderen: WK, kicker

Zuschauer: Offiziell 2.956, davon etwa 1.000 Gästefans. Seltsam, dass es noch nicht mal 3.000 waren, denn Haupt- und Gegentribüne sahen eigentlich voller aus als gegen Duisburg.

Tabelle: Der SVWW fällt auf Platz 8 zurück, punktgleich mit drei anderen Mannschaften, u. a. Magdeburg.

Serien und Rekorde: Im mittlerweile dritten Spiel gegen Magdeburg gelang dem SVWW immer noch kein Tor (wenn man Eigentore mal außen vorlässt). Nach einem Rückstand gingen in dieser Saison bisher alle Spiele verloren.

Ansonsten: Die fehlende Konstanz bei so ziemlich allen Teams dieser Liga schön zusammengefasst:

Nächstes Spiel: Am kommenden Samstag auf dem “Hinterhof des Henkers”, dem berühmt-berüchtigten Platz 11 des Bremer Weserstadions, bei Werders U23. Die Bremer haben nach neun Spielen drei Siege und sechs Niederlagen auf dem Konto und stehen auf Platz 17. Am Wochenende gab’s ein 0:4 bei Preußen Münster, zuvor ein 0:2 gegen Magdeburg. In der letzten Saison gewann der SVWW sein Heimspiel gegen Werder II mit 3:1 (damals der erste Saisonsieg im fünften Spiel), in Bremen verlor man 0:1.

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