Irgendwie läuft’s

3. Liga, 30. SpieltagSV Wehen Wiesbaden – SC Preußen Münster 1:0 (Tor: Eigentor, offiziell: Mayer)

Das Spiel in maximal fünf Worten: Später Siegtreffer belohnt harte Arbeit.

Das Spiel in etwas mehr als fünf Worten:
Die Gäste aus Münster begannen recht forsch und waren zu Beginn die bessere Mannschaft, im Laufe der ersten Halbzeit konnte der SVWW den Gegner aber zunehmend aus der eigenen Hälfte fernhalten. Torchancen gab es insgesamt recht wenige, die besseren für die Heimmannschaft. In der zweiten Halbzeit erarbeitete sich der SVWW zunehmend ein Übergewicht, musste aber bis kurz vor Schluss rackern, ehe der nicht unverdiente Siegtreffer fiel.

Liebling des Spiels: Patrick Mayer stand da, wo ein Torjäger stehen muss. Sympathisch, dass er im Interview selbst darauf hinwies, dass es gar nicht wirklich sein Tor war. Außerdem ein Sonderlob für Marc Lorenz, der mal wieder nicht nur die entscheidende Vorlage gab, sondern auch mit beherzten Grätschen einige wichtige Bälle eroberte.

Szene des Spiels: 88. Minute, Flanke von Lorenz, Mayer will gerade zum 1:0 einschieben, als ein Preußen-Verteidiger ihm den Ball noch vom Fuß grätscht – jedoch ins eigene Tor.

Vor dem Spiel: Suchte der arme Volker noch verzweifelt Mitfahrer für das Auswärtsspiel in Kiel am Mittwoch.

Nach dem Spiel: Hätte ich ja schon ein bisschen Lust, nach Kiel mitzufahren.

Das fiel auf:
+ Wie in den meisten Spielen der letzten Wochen sehr wenige gegnerische Chancen zugelassen.
+ Bis zum Abpfiff für den Sieg geschuftet – klar, das sollte selbstverständlich sein, aber es macht Freude, den Spielern anzusehen, dass sie wirklich alles aus sich rausholen.
+/- Andrich, schon nach zehn Minuten mit Gelb verwarnt, wandelte hart am Platzverweis. Im Interview nach dem Spiel gab er sich selbst verwundert, dass er nicht zur Halbzeit ausgewechselt wurde, aber offensichtlich konnte er sein Temperament ausreichend zügeln.

Das schreiben die anderen: WK, kicker, hessenschau (mit kurzem Video)

Zuschauer: 2.429, davon 400-500 Gästefans.

Tabelle: Mit nun 38 Punkten steht der SVWW auf Platz 13 und hat ja noch ein Spiel nachzuholen. Der Abstand auf Platz 18 beträgt sechs Punkte.

Vergleich zur Hinrunde: Nach dem 2:2 im Hinspiel nun ein Sieg, also zwei Punkte plus und insgesamt drei Punkte über Soll.

Serien und Rekorde: Da Patrick Mayer beim DFB offiziell als Torschütze geführt wird, war das sein erstes Pflichtspieltor für Wehen – wenn man so will, ein bisschen symptomatisch für seine bisher etwas unglücklich verlaufene Zeit beim SVWW. Aber vielleicht wird er ja doch noch so wertvoll, wie man sich das anfangs erhoffte.

Ansonsten: Teil 1 meines schönen Plans ist schon mal aufgegangen. Es fehlen nur noch zwei Heimsiege gegen Erfurt und Bremen und dann können wir an das Thema Klassenerhalt einen großen Haken setzen.

Nächstes Spiel: Schon am Mittwoch (19 Uhr) bei Holstein Kiel, wo für die vermutlich einstellige Anzahl an Wehener Anhängern der Gästeblock gar nicht erst geöffnet wird. Für uns Daheimbleiber überträgt aber der NDR im Livestream. Die Störche sind noch mitten im Aufstiegsrennen (ein Punkt hinter dem Relegationsplatz), Zweiter in der Heimtabelle und seit Mitte Dezember zuhause ungeschlagen. Im Hinspiel trennte man sich 0:0.

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