3. Liga, 3. Spieltag: SVWW – SpVgg Unterhaching 1:0

Tor: Blacha (18.)

Das Spiel in maximal fünf Worten: Sehr glücklicher, mühevoller, schmeichelhafter Sieg.

Das Spiel in etwas mehr als fünf Worten:
Mit derselben Aufstellung wie am vergangenen Freitag gegen Osnabrück begann der SVWW die Partie gegen Unterhaching, die ihrerseits auf den Ex-Wehener Maximilian Nicu verzichten mussten. Zu Beginn neutralisierten sich beide Mannschaften gegenseitig, wobei sich immer mehr abzeichnete, dass der Aufsteiger spielerisch richtig gut ist. Wie im letzten Spiel ging aber der SVWW mit der ersten echten Chance in Führung: Müller setzte sich auf der linken Seite gut gegen zwei Gegenspieler durch und seine scharfe Hereingabe spitzelte irgendwie Blacha ins Tor, der in diesem Moment die entscheidenden Zentimeter schneller als sein Bewacher war. Die Gäste übernahmen nun eindeutig das Kommando und kombinierten sich häufig sehr ansehnlich durchs Mittelfeld, aber die Wehener Abwehr hielt wieder mal stand, sodass es selten vor Kolkes Tor gefährlich wurde. In der zweiten Hälfte kam Andrist für Müller und hätte sich gleich fast mit dem 2:0 eingeführt, aber sein Kopfball ging übers Tor. Der SVWW nun mit deutlich mehr Offensivdrang als in der ersten Halbzeit und erneut hatte Andrist das 2:0 auf dem Fuß, verzog aber über die Latte. Ab etwa der 60. Minute dominierten wieder die Gäste, die auch zu besseren Gelegenheiten kamen, aber der Ball wollte nicht ins Tor. Mal rettete der Pfosten, mal ging der Ball übers Tor und ein paar mal durfte Kolke eingreifen. Am Ende retteten die Gastgeber den knappen Sieg über die Zeit – die starken Hachinger hätten jedoch mindestens einen Punkt verdient gehabt.

Liebling des Spiels: Stellvertretend für das unermüdliche Schuften und Rackern der ganzen Mannschaft (bzw. fast, s. u.) seien heute Manuel Schäffler und Alf Mintzel genannt. Beide diesmal ohne Torbeteiligung, aber sowohl vorne als auch hinten durchgehend am Arbeiten und sich für keinen Weg zu schade.

Szene des Spiels: 55. Minute, Rückpass auf Kolke, der den Ball mit der Hand aufnimmt. Kolke reklamierte zwar, dass noch ein Gegenspieler den Ball berührt hatte – ja, hatte er, aber ein Rückpass war’s trotzdem. Indirekter Freistoß im Strafraum, sieht man ja nicht oft, zum Glück folgenlos.

Vor dem Spiel: 

Nach dem Spiel: Lange Anstehen, um meinen Rucksack mit den restlichen Tippspiel-Preisen wieder abzuholen. Mal schauen, wie oft ich den noch mitbringen muss, bis ich alle Preise los bin. 😉

Das fiel auf:
+ Die Grundtugenden wie Einsatz, Laufbereitschaft usw. sind weiterhin hervorragend
– Spielerisch war es über weite Teile ziemlich dünn. Klar, der Gegner war stark, aber den einen oder anderen Entlastungsangriff könnte man schon mal ordentlicher zu Ende spielen und müsste dann auch nicht gleich wieder den Gegenspielern hinterherrennen.
+/- Ein bisschen Glück ist wohl auch dabei, was man sich – um bei einfachen Weisheiten zu bleiben – wohl erarbeitet hat. In der Vor-Rehm-Zeit wäre so ein Spiel sicherlich noch verloren gegangen.
– Stephan Andrist. Üblicherweise halte ich mich mit Einzelkritik zurück, aber der junge Mann hat mich doch arg aufgeregt. Dass er ein paar Chancen vergibt, geschenkt. Kommt auch nicht überraschend, war in Rostock schon so. Dass er selbst abschließt, obwohl Mitspieler besser postiert sind, ist schon ziemlich ärgerlich und wäre nur verzeihlich, wenn er selbst eine gute Abschlussquote hätte. Dass er aber gemütlich herumtrabt und keinen Schritt zuviel geht, während seine Kollegen sich in jeden gegnerischen Angriff werfen, hat mich fast zur Weißglut getrieben. Das einzige, was mich beruhigt, ist die Gewissheit, dass Rüdiger Rehm das sicher auch gesehen hat und Andrist entsprechend den Kopf wäscht.

Das schreiben die anderen: WK, kicker, Telekom (Video)

Zuschauer: 2.101, davon ca. 80 Gästefans.

Tabelle: Drei Spiele, neun Punkte, 6:0 Tore – der SVWW grüßt weiterhin von oben.

Serien und Rekorde: Drei Siege zum Saisonstart gab es zuletzt vor vier Jahren. Saisonübergreifend fünf Siege hintereinander gab es in der 3. Liga noch nie für den SVWW.

Ansonsten: Von Telekom Sport bin ich immer mehr angetan. Nach dem Spiel nach Hause kommen und kurz darauf die Zusammenfassung (oder, wenn man mag, die Partie nochmal in voller Länge) ansehen zu können, möchte ich schon jetzt nicht mehr missen.

Nächstes Spiel: Am Samstag geht es nach Karlsruhe zum Aufstiegsfavoriten KSC, der in den ersten beiden Partien erst einen Punkt geholt hat und heute Abend in Bremen antritt. In der 3. Liga traf man in der Saison 2012/13 aufeinander, der SVWW verlor beide Partien (0:4 und 2:4). Unvergessen bleibt natürlich das Achtelfinalspiel im DFB-Pokal im Januar 2009, als der SVWW 1:0 im Wildparkstadion gewann.

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