3. Liga, 13. Spieltag: Würzburger Kickers – SVWW 0:5

Tore: Mockenhaupt (20.), Andrist (55.), Schäffler (74.), Andrich (83.), Schäffler (86.)

Das Spiel in maximal fünf Worten: Außer Standards mäßig.

Das Spiel in etwas mehr als fünf Worten:
Das reine Betrachten des Resultats könnte zum Trugschluss verleiten, dass der SVWW ein sehr überlegenes Spiel abgeliefert hat. Das ist allerdings weit gefehlt, denn mindestens eine Stunde waren die Gastgeber in einer insgesamt eher zerfahrenen Partie die aktivere Mannschaft, die aber an einer akuten Abschlussschwäche leidet. Chancen bot der SVWW reichlich, ein paar Mal rettete Kolke, aber meistens gingen die Würzburger Versuche auf beinahe schon groteske Weise über das Tor oder daran vorbei. Die Gäste hingegen diesmal recht effizient und zumindest in dieser Hinsicht deutlich verbessert gegenüber der Partie gegen Meppen. Die erste Wehener Chance nach 17 Minuten vergab Andrist noch, aber schon der zweite Versuch saß: Ecke Mintzel, Kopfball Mockenhaupt, 1:0. In der zweiten Halbzeit jubelten die Rotschwarzen (die mal wieder in Neongelb antraten) erneut nach einer Ecke. Die wird zunächst noch abgewehrt, Mrowca flankt nochmal in den Strafraum, wo Andrist den Ball mit dem Hinterkopf über den Torwart hinweg zum 2:0 verlängert. Diverse Würzburger Chancen später ein Freistoß für den SVWW, Andrich versucht eine Wiederholung seines Kunststücks aus Lotte, der Torwart pariert, lässt aber nach vorne abprallen, Schäffler staubt ab. Auch das 4:0 fiel im Anschluss an einen Eckball, der zunächst abgewehrt wird. Die Kickers bekommen aber den Ball nicht aus der Gefahrenzone und schließlich ist Andrich zur Stelle. Zum guten Schluss gab es auch noch ein herausgespieltes Tor: Mintzel flankt, Schäffler hält den Fuß hin. Eigentlich ein absurd hohes Ergebnis, aber wir wollen uns mal nicht beschweren.

Liebling des Spiels: Sascha Mockenhaupt. Defensiv stark wie immer, erzielte zudem mit dem wichtigen 1:0 sein erstes Pflichtspieltor für den SVWW.

Szene des Spiels: 65. Minute, der eingewechselte Akoto flankt aus dem rechten Halbfeld, der Ball wird immer länger und schlägt beinahe im Winkel ein, geht aber leider knapp vorbei.

Vor dem Spiel: Befürchtete ich, dass die Mannschaft gedanklich schon mit dem Pokalspiel am Dienstag beschäftigt sein könnte.

Nach dem Spiel: Wenn man die zahlreichen zugelassenen Chancen sieht, war die Mannschaft vielleicht tatsächlich nicht immer zu hundert Prozent konzentriert, aber glücklicherweise konnte der Gegner kein Kapital daraus schlagen.

Das fiel auf:
+ Chancenverwertung diesmal wieder glänzend.
+ Standardsituationen funktionierten auch in verschiedenen Variationen
– lange Zeit mal wieder recht einfallslos, wenn es darum ging, aus dem Spiel heraus vors gegnerische Tor zu kommen
– den Gegner viel zu oft zum Abschluss kommen gelassen – gegen eine bessere Mannschaft (bzw. eine, die nicht gerade die Seuche hat) hätte das böse enden können

Das schreiben die anderen: WK, kickerTelekom (Video)

Zuschauer: 4.582, davon ca. 150 Gästefans.

Tabelle: Weiterhin Platz 4, aber nun wieder bis auf einen Punkt an Fortuna Köln heran. Unterhaching (3:0-Sieg in Magdeburg!) bleibt uns aber weiterhin dicht auf den Fersen.

Serien und Rekorde: Der höchste Auswärtssieg des SVWW überhaupt. Schon das dritte Spiel mit vier oder mehr eigenen Toren, soviele wie noch nie in einer Saison (in 2. oder 3. Liga).

Ansonsten: Das Hessenpokal-Viertelfinale beim FSV Frankfurt wurde mittlerweile terminiert: Anstoß im Stadion am Bornheimer Hang ist am 8. November um 19 Uhr.

Nächstes Spiel: Am kommenden Dienstag (18:30 Uhr) geht es in der Brita-Arena in der zweiten Runde des DFB-Pokals gegen den FC Schalke 04 (Vorbericht folgt). In der Liga gibt es dann am Sonntag drauf (14 Uhr) schon das nächste Heimspiel und zwar gegen Preußen Münster.

Kommentar verfassen