3. Liga, 18. Spieltag: SVWW – SC Paderborn 4:1

Tore: Andrist (27.), Ruprecht (32.), Schäffler (56.), Ruprecht (71.)

Das Spiel in maximal fünf Worten: Beste Defensive schlägt beste Offensive.

Das Spiel in etwas mehr als fünf Worten:
Rüdiger Rehm schickte im fünften Ligaspiel hintereinander dieselbe Startelf auf den Platz und diese wollte den Tabellenführer von Beginn beschäftigen. Der erste Warnschuss nach wenigen Sekunden ging noch daneben, Mintzels Kopfball nach einer Minute war schon knapper. Nach etwa zehn Minuten hatte Paderborn das Spielgeschehen zwar unter seine Kontrolle gebracht, ohne Kolke jedoch gefährlich zu werden. Paderborns Michel forderte nach einem Handspiel von Mockenhaupt heftig Elfmeter, aber der Schiedsrichter sah keine Absicht gegeben. Aus einer Ecke für die Gäste heraus ergab sich ein Konter für den SVWW: langer Ball von Andrist, Diawusie läuft seinem Gegenspieler davon, passt perfekt zwischen zwei Verteidigern hindurch zum mitgelaufenen Andrist, der zur Führung abschließt. Nur wenige Minuten später schlägt Andrich einen Eckball genau auf Ruprecht, der seinen Größenvorteil nutzt und zum 2:0 einköpft. Kurz nach Beginn der zweiten Halbzeit wieder ein Handspiel im Strafraum, diesmal durch einen fallenden Gästeverteidiger, aber erneut kein Pfiff des Unparteiischen. Trotzdem fiel bald darauf das 3:0: langer Ball von Kolke, Breitkreuz verlängert per Kopf, Schäffler ist schneller als sein Gegenspieler und knallt den Ball über den Torwart hinweg unter die Latte. Mit dem Wissen um die eigene Abwehrstärke fühlte sich das schon ziemlich nach Vorentscheidung an. Es folgte sogar noch das 4:0 per Strafstoß, nachdem Diawusie abermals am gegnerischen Verteidiger vorbei in den Strafraum sprintete und nur durch Foul gestoppt werden konnte. Ruprecht verwandelte sicher. Es folgte noch der Ehrentreffer für Paderborn, aber mehr als das war es auch nicht. Der SVWW gewinnt dank einer starken Defensivleistung und hoher Effizienz verdient das Spitzenspiel und hält Anschluss an die Tabellenspitze.

Liebling des Spiels: Wenn man aus einer tollen Mannschaftsleistung jemanden hervorheben möchte, dann wohl Agyemang Diawusie mit seinen Vorarbeiten zum 1:0 und 4:0. Oder Steven Ruprecht mit zwei Toren und einer erneut tadellosen Leistung als Abwehrchef. Oder Robert Andrich, der sich für keinen Zweikampf zu schade ist. Oder oder oder…

Szene des Spiels: Auch hier fällt die Auswahl schwer: der perfekte Konter zum 1:0? Das tolle 3:0? Agys Szene vor dem Elfmeterpfiff?

Vor dem Spiel war man im Gästeblock noch sehr zuversichtlich:

Nach dem Spiel gab es Glühwein und Kekse im Kids-Club.

Das fiel auf:
+ Agy ist doch schnell! Zuletzt konnte man manchmal den Eindruck gewinnen, dass er gar nicht so schnell ist, wie er wirkt, aber gestern hatte er wohl entweder einen besonders guten Tag oder einfach den perfekten Gegenspieler.
+ Trotz matschigen Bodens hatte Kolke zur Pause noch keinen Fleck auf seinem hellen Trikot, das erste Mal musste er sich kurz vor dem Gegentreffer hinwerfen – sagt eigentlich alles über das Duell “beste Defensive gegen beste Offensive”.
+ Die zuletzt einige Male bemängelte Chancenverwertung war diesmal fast perfekt.

Das schreiben die anderen: WK, kicker, Neue Westfälische, Telekom (Video), Sportschau (Video)

Zuschauer: 2.546, davon gut 400 Gästefans, die übrigens auch trotz des deutlichen Rückstands engagiert weiter supporteten.

Tabelle: Der SVWW bleibt auf Platz 3 und wird dort auch die Hinrunde abschließen, da nach vorne und und hinten der Abstand jeweils vier Punkte beträgt.

Serien und Rekorde: Mal wieder ein unerwartet deutlicher Sieg gegen den aktuellen Tabellenführer, letzte Saison gab es je ein 3:0 gegen Fortuna Köln und den MSV Duisburg.

Ansonsten: Wer Freikarten für das Weihnachtssingen in der Brita-Arena gewinnen möchte, sollte in den nächsten Tagen unsere Facebook-Seite im Blick behalten.

Nächstes Spiel: Zum Abschluss der Hinrunde geht es am kommenden Samstag (14 Uhr) nach Aalen, wo mit Peter Vollmann, Robert Müller, Thomas Geyer und Luca Schnellbacher einige alte Bekannte warten (sofern das Spiel stattfindet und nicht abgesagt wird, Schwäbische Alb und Winter und so). Nachdem der VfR zu Anfang der Saison einige Spieltage auf Platz 4 verbrachte, hat man sich zuletzt in der Mitte der Tabelle eingependelt, zuletzt gab es ein 0:0 in Karlsruhe. Letztes Jahr verlor der SVWW gegen Aalen zum Saisonauftakt zuhause 1:2, auswärts trennte man sich 1:1.

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