Knapp und deutlich

Hessenpokal, ViertelfinaleFSC Lohfelden – SV Wehen Wiesbaden 1:4 n. V. (Tore: Schindler, Schnellbacher, Pezzoni, Schwadorf)

Das Spiel in maximal fünf Worten: Titelchance mit Mühe gewahrt.

Das Spiel in etwas mehr als fünf Worten:
Es ist ein Jammer, Team Stehblog glänzt schon wieder durch Abwesenheit. Derart verunsichert tat sich der SVWW schwer beim Hessenligisten, ging aber kurz vor der Halbzeitpause durch Schindler in Führung. Diese währte jedoch nicht lange, denn schon kurz nach Wiederanpfiff fiel der Ausgleich. Der SVWW kam weiterhin kaum zu Chancen und konnte erst in der Verlängerung durch den Pokal-Spezialisten Schnellbacher die erneute Führung erzielen. Bei den Gastgebern ließen die Kräfte nach und Pezzoni und Schwadorf machten dann alles klar. Glücklicherweise konnte so ein Elfmeterschießen vermieden werden, aber überzeugend geht anders.

Liebling des Spiels: Luca Schnellbacher wird seinem Ruf gerecht und erzielt mal wieder das vorentscheidende 2:1.

Das schreiben die anderen: WK, HNA

Zuschauer: Etwa 400.

Nächstes Spiel: Im Halbfinale geht es gegen den Sieger der Partie TSV Steinbach gegen FSV Frankfurt (findet am nächsten Mittwoch statt). Es läuft also auf das erwartete vorweggenommene Endspiel gegen den anderen Drittligisten im Wettbewerb hinaus, das Spiel wird im März oder April ausgetragen. In der Liga darf der SVWW am kommenden Samstag (14:00 Uhr) zu Jahn Regensburg. Der Aufsteiger aus der Oberpfalz startete mit drei Siegen in die Saison und war zwischenzeitlich Tabellenführer, hat seitdem aber nur noch zwei Spiele gewinnen können und steht punktgleich einen Platz hinter dem SVWW in der Tabelle. Die letzten Begegnungen gegeneinander in der vorletzten Saison endeten jeweils mit Heimsiegen, 2:0 in Wiesbaden bzw. 0:3 in Regensburg.

Honeymoon’s over

3. Liga, 14. SpieltagSV Wehen Wiesbaden – Chemnitzer FC 0:3

Das Spiel in maximal fünf Worten: Es klappt nichts. Schon wieder.

Das Spiel in etwas mehr als fünf Worten:
Team Stehblog war zwar mal wieder vor Ort, konnte aber auch nur frustriert mitansehen, wie die unheilvolle Mischung aus Pech und Unvermögen zu einer weiteren Heimpleite führte. In der ersten Kategorie könnte man das 0:2 durch ein Eigentor von Pezzoni oder den Lattentreffer von Patrick Mayer finden, in der anderen z. B. das frühe 0:1, als nach einer Ecke der Ball quer durch den gesamten Fünfer fliegt, bis Frahn nur noch einnicken muss, oder auch die vergebenen Chancen von Yegenoglu und Schäffler. Es droht der Absturz in den Bereich der Tabelle, den man diese Saison möglichst nur aus der Ferne sehen wollte.

Szene des Spiels: Die Auswechslung Sertan Yegenoglus schon nach 25 Minuten, denn um ein Haar hätte der SVWW im dritten Spiel in Folge einen Platzverweis kassiert.

Vor dem Spiel: Wirbelte Torsten Fröhling, teilweise durch Verletzungen gezwungen,  die Aufstellung tüchtig durcheinander: Mayer und Schäffler ganz vorne, auf Außen Mvibudulu und Schwadorf, Wein und Pezzoni in der Innenverteidigung, Funk im Mittelfeld.

Nach dem Spiel: Drängt sich die Erkenntnis auf, dass es momentan fast egal ist, wer spielt – es funktioniert so oder so nicht.

Das schreiben die anderen: WK, kickerHessenschau (mit einem grauenhaft kommentierten TV-Bericht)

Zuschauer: 2.034, davon ca. 200 Gästefans.

Tabelle: Der SVWW mittlerweile nur noch 14., zwar nur vier Punkte Rückstand auf Platz 3, aber auch nur noch fünf Punkte Vorsprung auf Platz 18.

Serien und Rekorde: Die erste Heimniederlage gegen Chemnitz, das vierte sieglose Spiel in Folge, zum dritten Mal hintereinander ohne eigenen Treffer.

Ansonsten: Zur Abwechslung im Familienblock gesessen, womit ich nun von allen vier Tribünen der Brita-Arena mindestens ein Spiel gesehen habe. Immerhin hat man aus O14 einen netten Blick auf die griechische Kapelle.

Nächstes Spiel: Am Samstag geht es im Hessenpokal-Viertelfinale nach Lohfelden zum FSC, der in der Hessenliga aktuell auf Platz 10 steht. In der 3. Liga geht es für den SVWW in der nächsten Woche nach Regensburg.

Kein goldener Oktober

3. Liga, 13. SpieltagFC Rot-Weiß Erfurt – SV Wehen Wiesbaden 1:0

Das Spiel in maximal fünf Worten: Schwache Leistung, verdient verloren.

Das Spiel in etwas mehr als fünf Worten:
Das Stehblog-Team schwächelt aktuell fast so sehr wie die Mannschaft des SV Wehen Wiesbaden, deshalb auch heute nur in Kürze. Beim SVWW ging über die komplette Spielzeit nicht viel zusammen, der Vereinsticker sprach von der schwächsten Saisonleistung. Vermutlich hat auch RWE seinen Teil dazu beigetragen, dass dem SVWW nichts gelang. Zu allem Überfluss holte sich Robert Andrich eine gelb-rote Karte, kurzum ein Spiel zum Vergessen.

Das schreiben die anderen: WK, kicker, Hessenschau (mit Video)

Zuschauer: 4.980, davon etwa 30 Gästefans.

Tabelle: Der SVWW befindet sich weiterhin im großen Pulk, steht aber mittlerweile nur noch auf Platz 11. Der Abstand auf Platz 3 beträgt drei Punkte, der auf Platz 16 zwei.

Serien und Rekorde: Nur zwei Punkte aus drei aufeinanderfolgenden Spielen gab es bisher unter Torsten Fröhling noch nie. Im Oktober gelang in der Liga nur ein Sieg (1:0 in Bremen), dazu der Erfolg im Hessenpokal.

Ansonsten: Die 3. Liga scheint insgesamt gerade ein bisschen herbstlich gestimmt. Von den zehn Partien des 13. Spieltags endeten vier mit 1:0, vier mit 1:1 und eine mit 0:0. Einzig das 3:0 des FSV Frankfurt gegen Paderborn hebt sich ab.

Nächstes Spiel: Am kommenden Samstag um 14 Uhr in der Brita-Arena gegen den Chemnitzer FC. Die Sachsen haben aktuell einen Punkt mehr auf dem Konto als der SVWW und stehen um einen Platz besser da. Gegen Bremen gab es gestern nur ein Unentschieden, davor aber zwei Siege mit jeweils vier eigenen Treffern (4:2 in Magdeburg, 4:1 gegen Mainz). In der letzten Saison unterlag der SVWW in Chemnitz mit 0:1, zuhause gab es ein 1:1.

Meer geht vor

3. Liga, 12. SpieltagSV Wehen Wiesbaden – Holstein Kiel 0:0

Das Spiel in maximal fünf Worten: Nix gesehen, nix verpasst.

Das Spiel in etwas mehr als fünf Worten:
Da weder ich noch Sonja noch einer der anderen hier ab und zu mal Schreibenden im Stadion waren oder das Spiel im Stream sahen, diesmal wieder nur eine Kurzfassung. Das Spiel war wohl eher mau, ein paar Chancen hüben wie drüben, aber insgesamt wenig Sehenswertes. In der zweiten Halbzeit flog Kovac mit Gelb-Rot vom Platz, nachdem er erst ein paar Minuten zuvor Gelb gesehen hatte – ziemlich doof (besonders für ihn, da er seinen Platz damit wohl wieder an Funk verliert). In Unterzahl spielte der SVWW dann konzentrierter und verdiente sich den Punkt.

Vor dem Spiel: Choreographie für den verstorbenen Ehrenpräsidenten Heinz Hankammer.

Nach dem Spiel: Muss man mit dem Punkt wohl zufrieden sein.

Das schreiben die anderen: WK, kicker (ohne Bericht?), Hessenschau (mit Video)

Zuschauer: 2.007, 2.500 oder 2.700, da sind sich die Medien nicht ganz einig. Etwa 100 Gästefans waren wohl da.

Tabelle: Der SVWW rutscht mit 18 Punkten auf Platz 8 ab und ist damit weiterhin mitten im breiten Tabellenmittelfeld. Sowohl zu Platz 3 als auch zu Platz 16 beträgt der Abstand drei Punkte.

Ansonsten: Das Wochenende mit der Familie am holländischen Nordseestrand zu verbringen war dann doch die deutlich bessere Wahl.

Strandleben

Nächstes Spiel: Am kommenden Samstag um 14 Uhr bei Rot-Weiß Erfurt. Die Thüringer bilden mit 15 Punkten aktuell das Ende des Tabellenmittelfelds, am gestrigen Sonntag gab es eine 0:1-Niederlage bei Werder Bremen II. In der vergangenen Saison holte der SVWW ein 0:0 in Erfurt und gewann das Rückspiel mit 3:0.

Der Elfer-Nimbus bröckelt

3. Liga, 11. SpieltagSC Preußen Münster – SV Wehen Wiesbaden 2:2 (Tore: Schnellbacher, Schäffler)

Das Spiel in maximal fünf Worten: Knapp den vierten Auswärtssieg verpasst.

Das Spiel in etwas mehr als fünf Worten:
Wie schon in den letzten beiden Partien in Bremen und Waldgirmes ging der SVWW nach knapp zehn Minuten in Führung. Mintzel schickte Lorenz auf links außen, der mustergültig Schnellbacher bediente. In der Folge hätte Wehen durchaus die Führung ausbauen können, musste aber stattdessen in der zweiten Halbzeit den Ausgleich hinnehmen. Allerdings nur kurz, denn nach erneuter guter Vorarbeit von Lorenz erzielte Schäffler das 2:1. Der nächste Auswärtssieg war in Reichweite, aber kurz vor Ende gab es schon wieder einen Strafstoß gegen den SVWW. Kolke war zwar in der richtigen Ecke, konnte den platzierten Schuss diesmal aber nicht abwehren.

Liebling des Spiels: Marc Lorenz. Beide Tore prima vorbereitet, dazu mehrere eigene Chancen. Bitte mehr davon.

Szene des Spiels: Der Elfmeter in der 86. Minute. Die einen sagen “umstritten”, die anderen “klare Sache”, ich schwanke zwischen “ungeschickt” und “dämlich”.

Vor dem Spiel: Veröffentlichte Preußen Münster große Pläne. Ex-Nationalspieler Christoph Metzelder sitzt jetzt im Aufsichtsrat, Ex-FC-Augsburg-Präsident ist nun im SCP-Präsidium und hat gleich mal den Bau eines neuen Stadions mit 40.000 Plätzen angekündigt.

Nach dem Spiel: Gab Münster die Verpflichtung von Benno Möhlmann als neuen Trainer bekannt. Bin gespannt, was sich dort in nächster Zeit entwickelt.

Das fiel auf:
+ Genug Chancen, um auswärts bequem drei Punkte mitzunehmen.
– Chancenverwertung dafür allerdings nicht ausreichend, zudem phasenweise viel zu passiv.
– Zweikampfverhalten im eigenen Strafraum sollte durchaus mal ein eigener Trainingsinhalt werden.

Das schreiben die anderen: WK, kicker

Zuschauer: 5.545, davon ein gutes Dutzend Gästefans.

Tabelle: Der SVWW steht auf Platz 6, als eine von fünf Mannschaften mit 17 Punkten. Zwischen Platz 3 und Platz 16 sind gerade mal drei Punkte Abstand.

Serien und Rekorde: Hopp oder Top: im 19. Spiel unter Torsten Fröhling erst das fünfte Unentschieden (in dieser das zweite). Nach drei gehaltenen Elfern der erste Gegentreffer vom Punkt in dieser Saison.

Ansonsten: Dem FC Bayern geht es auch nicht besser: auswärts zweimal geführt und am Ende doch nur einen Punkt mitgenommen.

Nächstes Spiel: Am nächsten Samstag um 14:00 Uhr in der heimischen Brita-Arena gegen Holstein Kiel. Die Störche liegen punktgleich, aber mit besserer Tordifferenz einen Platz vor dem SVWW. Zuletzt gab es einen Heimsieg gegen Bremen II, davor eine Niederlage in Magdeburg. In der letzten Saison gewann der SVWW zuhause 3:1, in Kiel trennte man sich 1:1 (und brachte Sonja zum Fluchen).