3. Liga, 27. Spieltag: Chemnitzer FC – SVWW (abgesagt)

Das Spiel in maximal fünf Worten: Platz unbespielbar, Nachholtermin folgt.

Tabelle: Gnädigerweise haben die meisten Konkurrenten nicht gewonnen. Das Spiel in Magdeburg (gegen Zwickau) wurde ebenfalls abgesagt, Paderborn holt nur einen Punkt in Münster, genauso wie Karlsruhe in Lotte und Rostock in Bremen. Nur Fortuna Köln hat in Halle gewonnen, sodass Karlsruhe jetzt einen Punkt vor dem SVWW, Köln und Rostock steht – der KSC und Fortuna allerdings mit einem Spiel mehr. Bedeutet also, dass man nach aktuellem Stand aus eigener Kraft den dritten Platz wieder zurückerobern kann.

Ansonsten: Letzte Woche wurde der Vertrag mit Sebastian Mrowca bis 2021 verlängert, was mich sehr freut. Damit sind alle aktuellen Leistungsträger auch in der nächsten Saison beim SVWW (bis auf Robert Andrich natürlich, der seinen Wechsel nach Heidenheim ja schon längst verkündet hat).

Nächstes Spiel: Am morgigen Dienstag (19 Uhr) kommen die Sportfreunde Lotte in die Brita-Arena. Die Westfalen stehen mit 30 Punkten momentan auf dem 16. Tabellenplatz. Aus den letzten vier Partien gab es nur zwei Punkte, darunter ein 1:1 gegen den KSC am letzten Samstag. Das Hinspiel in Lotte gewann der SVWW mit 1:0.

3. Liga, 26. Spieltag: SVWW – Hallescher FC 3:1

Tore: Schäffler (7.), Andrist (65.), Diawusie (93.)

Das Spiel in maximal fünf Worten: Nicht schön, aber Hauptsache gewonnen.

Das Spiel in etwas mehr als fünf Worten:
Rüdiger Rehm musste schon wieder seine Innenverteidigung neu sortieren, da Niklas Dams mit Fieber ausfiel und Sebastian Mrowca nach seiner Oberschenkelverletzung noch nicht wieder fit war. Glücklicherweise war Sascha Mockenhaupt nach seiner Bänderverletzung schneller als erwartet wieder einsatzbereit und konnte mit Sören Reddemann im Abwehrzentrum auflaufen. Agyemang Diawusie musste zunächst auf die Ersatzbank, Max Dittgen durfte stattdessen auf der linken Außenbahn beginnen. Das Spiel begann genau so, wie man sich das immer wünscht, nämlich mit der frühen Führung für den SVWW: Langer Ball von Mockenhaupt in Richtung Dittgen, ein Hallenser Verteidiger köpfte den Ball genau in den Lauf von Manuel Schäffler, der die Kugel gut gegen zwei Verteidiger abschirmte und am Torwart vorbei zum 1:0 einschob. Schäffler hätte kurz darauf beinahe das 2:0 nachgelegt, als ein missglückter Befreiungsschlag bei ihm landete, verzog aber knapp. Blöd nur, dass man schon zehn Minuten später den Ausgleich hinnehmen musste, als Markus Kolke sich verschätzte und völlig unnötigerweise aus seinem Kasten stürmte. Der Gäste-Stürmer köpfte über Kolke hinweg und schoss ins leere Tor ein – ein wirklich dicker Bock von Kolke, muss man leider so sagen. Danach war der Anfangsschwung auch erst mal dahin, es folgte mal wieder in erster Linie Langholz nach vorne, während das Kombinationsspiel des HFC zuweilen sehr ansehnlich war, aber letztlich auch kaum zu Chancen führte. Als letzte Aktion vor dem Halbzeitpfiff zirkelte Moritz Kuhn einen Freistoß an den Außenpfosten. Auch in der zweiten Halbzeit wurde das Spiel nicht wirklich besser. Als Alf Mintzel verletzt ausgewechselt werden musste, nutzte Rehm die Gelegenheit, um mit Diawusie einen weiteren Offensivmann zu bringen. Dittgen ging dafür eine Position nach hinten. Nach einem langen Ball von Kuhn, den Simon Brandstetter in den Lauf von Stephan Andrist verlängerte, war dieser frei vor dem gegnerischen Torwart und verwandelte zur erneuten Führung. Halle bemühte sich um den Ausgleich und kam auch zu Chancen. Kolke machte seinen Fehler wieder gut und vereitelte eine große Möglichkeit der Gäste, ein anderes Mal klärte Mockenhaupt. In der Nachspielzeit erhielt Diawusie in der eigenen Hälfte den Ball und lief los, erstmal an der linken Außenbahn entlang, ein, zwei Haken, um den Verteidiger abzuschütteln, dann Richtung Tor und schließlich aus kurzer Distanz der Abschluss zum 3:1, Abpfiff, Arbeitssieg.

Liebling des Spiels: Sascha Mockenhaupt. Bei seinem letzten Einsatz noch so unglücklich, hielt er diesmal wieder mit gewohnter Sicherheit die Defensive zusammen.

Szene des Spiels: Diawusies Sololauf zum 3:1 war das Highlight eines ansonsten nicht sehr ansehnlichen Spiels.

Vor dem Spiel: Hoffte ich nur auf drei Punkte, völlig egal wie sie zustande kommen würden.

Nach dem Spiel: Habe ich genau das bekommen.

Das fiel auf:
– Im Spiel nach vorne hapert es weiterhin.
+ Die Chancenverwertung war diesmal ok, viel mehr Zwingendes als die Tore und den Freistoß von Kuhn gab es auch nicht.
– Auch Alf “Fußballgott” Mintzel mit einer bescheidenen Vorstellung. Flanken kamen kaum an, dazu einige gefährlich in die Mitte geschlagene Klärungsversuche. Seine Verletzung war sogesehen ein Vorteil, denn so musste Rehm reagieren.
+/- Auf der Linksverteidigerposition übernahm zunächst Dittgen für Mintzel, später wurde noch Dominik Nothnagel eingewechselt. Dittgen rückte dann für Schäffler ins Sturmzentrum.

Das schreiben die anderen: WK, kicker, Mitteldeutsche Zeitung, Telekom (Video)

Zuschauer: 1.788, davon ca. 150 Gästefans. Anscheinend gab es bei der Anreise Ärger zwischen HFC-Fans und Polizei, sodass es einige gar nicht erst bis ins Stadion schafften.

Tabelle: Der SVWW verteidigt Platz 3, aber die Verteidiger Karlsruhe, Rostock und Köln gewannen ebenfalls. Die beiden Führenden Magdeburg und Paderborn konnten hingegen nicht dreifach punkten, sodass der Abstand wieder ein bisschen geschrumpft ist (auf fünf bzw. sechs Punkte).

Serien und Rekorde: Manuel Schäffler erzielte sein 14. Saisontor, hat somit bereits öfter getroffen als in der gesamten letzten Saison und ist nur noch einen Treffer von Janjics Bestmarke aus 2013 entfernt. Dazu Stephan Andrist mit seinem 11. Tor. Das letzte Mal, dass zwei Wehener zweistellig trafen, war 2013/14 (Vunguidica und Jänicke jeweils 10), mehr Tore erzielte nur das Duo Niku/Diakité 2005/06 in der Regionalliga (16 und 15).

Ansonsten: So langsam könnte es mal Frühling werden. Auf Dauer nervt es etwas, wenn einem die Finger am Bierbecher festfrieren.

Nächstes Spiel: Am kommenden Samstag (14 Uhr) beim Chemnitzer FC. Die Sachsen stehen nach zehn Niederlagen aus den letzten zwölf Spielen auf einem Abstiegsplatz, konnten aber die beiden letzten Heimspiele gewinnen. Gestern gab es ein 0:2 in Karlsruhe. Das Hinspiel gewann der SVWW mit 2:1.

3. Liga, 25. Spieltag: Fortuna Köln – SVWW 1:0

Tore:

Das Spiel in maximal fünf Worten: Ziemlich dürftige Vorstellung.

Das Spiel in etwas mehr als fünf Worten:
Für die weiterhin verletzten bzw. gesperrten Ruprecht und Mockenhaupt wurde diesmal Sebastian Mrowca neben Niklas Dams in die Innenverteidigung beordert, dafür gab Kevin Pezzoni sein Startelf-Comeback auf der Sechs. Max Dittgen rückte neben Manuel Schäffler in die Spitze. Wie schon letzte Woche ließ der erste Höhepunkt lange auf sich warten, nach 24 Minuten traf ein Fortune per Freistoß ans Lattenkreuz. Erst danach kam auch der SVWW zu Chancen, doch bei den Versuchen von Dittgen, Andrich und Diawusie war jeweils gerade noch ein Kölner Verteidiger dran. Zehn Minuten nach Beginn der zweiten Halbzeit dann die Führung für die Gastgeber, als ein Steilpass aus dem Mittelfeld einen Kölner Stürmer erreichte, der den Ball trocken neben den kurzen Pfosten hämmerte. Sah mir ziemlich abseitsverdächtig aus, aber ließ sich aus den TV-Bildern nicht genau erkennen. Klar ist jedenfalls, dass die Abwehr in dem Moment nicht gut stand und auch Kolke den Schuss in vier von fünf Fällen abwehrt. In der 74. Minute bot sich die große Chance zum Ausgleich, als Dittgen mit Tempo in den Strafraum zog und gefoult wurde. Andrist trat zum Strafstoß an und schoss auch eigentlich nicht so schlecht, aber der Torwart entschied sich für die richtige Ecke und hielt den Ball fest. Gegen Ende flog noch eine Dittgen-Flanke in den Strafraum, aber etwas zu niedrig für Schäffler, der den Ball nur noch mit der Brust in Richtung Tor lenken konnte, natürlich zu unplatziert. Alles in allem ein recht mäßiges Spiel, bei dem der SVWW die große Möglichkeit vergab, einen Konkurrenten möglicherweise dauerhaft abzuschütteln.

Liebling des Spiels: Max Dittgen war nach vorne noch der Gefährlichste, auch wenn er mir auf dem Flügel besser aufgehoben zu sein scheint als im Zentrum..

Szene des Spiels: Der vergebene Elfmeter, sinnbildlich für “da wäre mehr drin gewesen”.

Vor dem Spiel: Hatte Hansa Rostock sein Spiel am Freitagabend verloren, sodass klar war, dass der SVWW eine weitere Woche auf Platz 3 bleiben würde.

Nach dem Spiel: Frust über das dritte sieglose Spiel hintereinander.

Das fiel auf:
– Über weite Strecken wieder reichlich ideenlos im Offensivspiel.
– Man hatte nicht wirklich den Eindruck, dass sich da jetzt jeder zerreißt angesichts der möglichen Chance auf den Aufstieg.
– Sebastian Mrowca musste zur Halbzeit mit Oberschenkelproblemen raus – hoffentlich keine größere Sache.

Das schreiben die anderen: WK, kicker, Telekom (Video)

Zuschauer: 1.415, davon ca. 250 Gästefans.

Tabelle: Der SVWW ist mit weiterhin 44 Punkten immer noch Dritter, aber der KSC ist mittlerweile punktgleich, Rostock weiterhin nur einen Punkt dahinter (bei einem Nachholspiel) und Fortuna Köln ist auch wieder bis auf drei Punkte herangerückt.

Serien und Rekorde: Auch im vierten Versuch kein Sieg in Köln. Außerdem hält der “Ruprecht-Fluch” an.

Ansonsten: Gewisse Parallelen zur Hinrunde tun sich auf: nach einem hohen Sieg gegen Osnabrück und einem knappen 1:0 gegen Unterhaching folgten drei sieglose Spiele gegen Karlsruhe, Bremen und Köln. Hoffen wir mal, dass sich das gegen Halle nicht fortsetzt.

Nächstes Spiel: Am kommenden Samstag (14 Uhr) in der Brita-Arena gegen den Halleschen FC, der mit 29 Punkten auf Platz 13 steht. Zuletzt unterlagen die Sachsen-Anhalter zuhause dem KSC mit 0:1. In der Hinrunde unterlag der SVWW in Halle mit 1:2.

NEL021 - Von Schrammen und Jubiläen

Es ist mal wieder alles mit dabei: Angefangen von einem kurzen Schwenk zur NFL über die zweite niederländische Liga bis hin ehemaligen SVWWler in Polen und im Nachwuchsbereich von Eintracht-Frankfurt. Das aktuelle Geschehen beim SV Wehen Wiesbaden kommt natürlich nicht zu kurz und obendrein gibt es ein kleines Interview zum Trainingslager.

Links:

  • Der WK über ein Jahr Rüdiger Rehm beim SVWW
  • Liga3 Online über Stephan Andrist
  • FuPa.net über U19-Neuzugang Linus Schulte-Wissermann
  • Presse-Konferenz zur Brita-Arena auf YouTube
  • Twitter-Feedback von Martin zum Thema Hintertornetze

3. Liga, 24. Spieltag: SVWW – SV Werder Bremen II 2:2

Tore: Andrist (88.), Schäffler (90.)

Das Spiel in maximal fünf Worten: Ein Punkt gewonnen, zwei verloren.

Das Spiel in etwas mehr als fünf Worten:
“Von Anfang an Vollgas” war angekündigt, aber die Ansage entpuppte sich schnell als heiße Luft. In den ersten 25 Minuten passierte schlichtweg gar nichts, bis endlich Schäffler per Kopfball die erste Chance für den SVWW hatte. Quasi im direkten Gegenzug fiel die Führung für die Gäste, als sich die Wehener Defensive von den Bremern ausspielen ließ. Es war zwar auch die erste Chance für Werder, aber trotzdem nicht ganz unverdient. Nach dem Gegentreffer wachten die Gastgeber endlich auf und spielten engagierter nach vorne, hatten dabei aber nicht nur elf Bremer, sondern auch den Schiedsrichter gegen sich, der nach einem Ellbogenschlag gegen Dams im gegnerischen Strafraum auf Stürmerfoul anstatt auf Elfmeter entschied. In den letzten Minuten vor der Pause schnürte der SVWW die Gäste in deren Strafraum ein und kam zu guten Gelegenheiten, aber der Bremer Torwart parierte herausragend. In der zweiten Halbzeit ging die Belagerung des Werder-Strafraums weiter, die Chancen häuften sich, aber letztlich war der Abschluss immer zu ungenau, sodass noch ein Bremer klären konnte. Es folgte der Höhepunkt einer skandalös schlechten Schiedsrichter-Leistung: ein Pass in die Spitze erreichte den deutlich im Abseits stehenden Bremer Stürmer, der Assistent hatte sofort die Fahne oben, aber Schiedsrichter Börner ließ weiterspielen und gab den Treffer, den Manneh frei vor Kolke erzielte. Reddemann hatte beim Pass den Ball mit dem Kopf berührt, aber das kann unmöglich als absichtliches Spielen des Balles beurteilt werden, was ein Weiterspielen gerechtfertigt hätte. Der SVWW rannte weiterhin an, vergab weitere Torchancen und bekam einen weiteren möglichen Strafstoß nach Foul an Schäffler nicht zugesprochen. Zwei Minuten vor Ende der regulären Spielzeit erlief Diawusie einen Ball, den der Bremer Torwart nach einem Distanzschuss zur Seite abgewehrt hatte, passte quer und Andrist konnte zum 1:2 einschieben. Zwei Minuten später dann das Unvorstellbare: der Schiedsrichter entschied auf Strafstoß für den SVWW. Das Handspiel des Bremer Verteidigers war dann wohl doch zu offensichtlich. Schäffler nahm Andrist den Ball weg, um vom Elfmeterpunkt seine Torflaute zu beenden. Leichtes Unwohlsein bei den Zuschauern, ob das gut gehen könne, aber Schäffler traf platziert zum Ausgleich. Die restliche Nachspielzeit drängten die Gastgeber noch auf den Siegtreffer, aber dazu kam es dann nicht mehr.

Liebling des Spiels: Kevin Pezzoni. Wurde in der Schlussphase eingewechselt und kam somit zu seinem ersten Pflichtspieleinsatz in dieser Saison.

Szene des Spiels: 52. Minute, Flanke in den Bremer Strafraum, Stephan Andrist setzt zu einem formvollendeten Fallrückzieher an, aber der Ball geht leider knapp übers Tor.

Vor dem Spiel: 

Nach dem Spiel: 

Das fiel auf:
– Die erste halbe Stunde war komplett für den A…
+ Ab dem 0:1 kann man der Mannschaft keinen Vorwurf machen, dass sie es nicht dauernd versucht hätte.
– Chancenverwertung aus der Hölle – hätte man früher ein oder zwei Gelegenheiten genutzt, hätte man sich das Drama am Ende sparen können.
– Werder hingegen hatte zwei Chancen und macht zwei Tore.
– Die grünweißen Jungs sind die ekelhafteste Zeitschindertruppe, die ich seit langem gesehen habe.

Das schreiben die anderen: WK, kickerTelekom (Video)

Zuschauer: 1.347, davon 20 Gästefans.

Tabelle: Weiterhin Platz 3, aber nach unten wird es ziemlich eng. Hansa Rostock hat nur noch einen Punkt Rückstand und dabei ein Spiel weniger. Auch Karlsruhe kann mit einem Sieg im Nachholspiel bis auf einen Punkt an den SVWW heranrücken.

Serien und Rekorde: Das fünfte Spiel ohne Steven Ruprecht in dieser Saison und bis auf das 1:0 gegen Jena am allerersten Spieltag konnte keins gewonnen werden.

Nächstes Spiel: Am kommenden Samstag bei Fortuna Köln. Die Kölner haben sich in der Hinrunde lange auf den Aufstiegsplätzen getummelt, sind aber nach nur einem Sieg in den letzten zehn Spielen etwas abgerutscht. Zuletzt verlor man 0:1 beim KSC. Im Hinspiel trennten sich der SVWW und Fortuna 1:1.