3. Liga, 16. Spieltag: SVWW – FC Hansa Rostock 0:1

Tore:

Das Spiel in maximal fünf Worten: In Überzahl plötzlich chancenlos.

Das Spiel in etwas mehr als fünf Worten:
Die Gäste aus Rostock begannen etwas druckvoller und kamen schon nach wenigen Minuten zu den ersten Gelegenheiten. Der SVWW bekam das Spiel nach zehn, fünfzehn Minuten unter Kontrolle und hatte ab Mitte der ersten Halbzeit eine Reihe guter Möglichkeiten und hätte zur Halbzeit eigentlich führen müssen. Nach dem Seitenwechsel ging es direkt so weiter, aber zum dritten Mal konnte ein Hansa-Spieler auf der Linie klären. Als Bischoff nach Foul an Kuhn mit Gelb-Rot vom Platz musste, hoffte man, dass sich in Überzahl vielleicht noch eher das Glück erzwingen lässt, aber das Gegenteil war der Fall. Hansa ging durch Benyamina nach einer Ecke in Führung und dem SVWW fiel gegen jetzt gut verteidigende Gäste nichts mehr ein. Kolke verhinderte sogar noch das 0:2, aber vorne gab es schlicht keine Chance mehr. Statt auf einen Aufstiegsplatz zu klettern, blieb nur Frust.

Liebling des Spiels: Leider keiner.

Szene des Spiels: 23. Minute, Alf Mintzel dringt von links in den Strafraum ein und wird klar gefoult. Sah zumindest jeder so außer dem Schiedsrichter, der weiterspielen ließ.

Vor dem Spiel: Lange, laaange Schlangen an den unterbesetzten Eingangskontrollen. Nach dem Lob für die gute Organisation beim Pokalspiel gegen Schalke ist man offenbar wieder in den alten Modus zurückgefallen.

Nach dem Spiel: Durchgefroren und frustriert.

Das fiel auf:
+ Gegen die zweitbeste Defensive gab es unerwartet viele Torchancen.
– Chancenverwertung leider wieder verheerend.
– In Überzahl ging auf einmal überhaupt nichts mehr. Ist mir immer noch völlig unverständlich, wie man bei Elf gegen Elf die bessere Mannschaft mit zahlreichen hochkarätigen Chancen sein kann und gegen einen Mann weniger nichts mehr auf die Kette kriegt.

Das schreiben die anderen: WK, kicker, Telekom (Video)

Zuschauer: 3.365, davon gut 800 Gästefans.

Tabelle: Weiterhin Platz 4, ein Punkt hinter Fortuna Köln, zwei Punkte vor Unterhaching.

Serien und Rekorde: Zum dritten Mal war in dieser Saison die Liga durch eine Länderspielpause unterbrochen, zum dritten Mal fängt sich der SVWW eine absolut vermeidbare Niederlage ein (zuvor 0:1 gegen Meppen und 1:2 in Halle). Gut, dass es für den Rest der Saison keine weiteren solcher Unterbrechungen gibt.

Ansonsten: Meine Tochter eignet sich offenbar nicht als Glücksbringer. Nach einem 0:0 und einem 0:3 auch im dritten Versuch kein Tor für den SVWW. Ab ins Bett, Stadionverbot!

Nächstes Spiel: Am kommenden Samstag (14 Uhr) beim FSV Zwickau. Die Sachsen um SVWW-Legende Ronny König haben aktuell 16 Punkte und stehen auf Platz 17. Zuletzt unterlag man dem KSC mit 0:1. In der vergangenen Saison gewann der SVWW beide Spiele mit 3:0. Das Spiel in der Rückrunde war das erste unter Rüdiger Rehm.

NEL017 - Sonderausgabe live vom Bornheimer Hang

Sonja und Gunnar haben vor, während und nach dem Hessenpokal-Viertelfinalspiel des SVWW beim FSV Frankfurt ein bisschen geplaudert. Die Fachkompetenz steuern unsere Gäste Marvin (vom Eintracht Frankfurt Podcast), Stephan (vom Padercast) und Jasmina bei – herzlichen Dank!

Hessenpokal, Viertelfinale: FSV Frankfurt – SVWW 0:3

Tore: Andrist (15.), Dams (19.), Breitkreuz (90.)

Das Spiel in maximal fünf Worten: Ungefährdet und unspektakulär ins Halbfinale.

Das Spiel in etwas mehr als fünf Worten:
Rüdiger Rehm ging keine Experimente ein und angesichts des spielfreien Wochenendes gab es auch keinen Grund zu großer Rotation. Der angeschlagene Mrowca war nicht im Kader und wurde von Dams vertreten, zudem durfte Blacha mal wieder von Anfang an mitspielen. Der SVWW dominierte das Spielgeschehen recht bald und nachdem anfangs die Chancen noch ausblieben, traf Andrist nach einer Viertelstunde. Keine fünf Minuten später durfte Dams nach einer Ecke völlig unbedrängt einköpfen und damit war dann auch schon ziemlich klar, dass der favorisierte Drittligist dieses Spiel gewinnen würde. Der FSV kam nur zweimal halbwegs aussichtsreich in Richtung Wehener Tor: das eine mal ging ein überhasteter Abschluss deutlich daneben, beim anderen Versuch kam das entscheidende Abspiel im Strafraum nicht an. In der zweiten Halbzeit versuchten es die Gastgeber mal mit einem Distanzschuss und einem Freistoß, bei dem Kolke auch mal fliegen durfte, ansonsten gab es nur Chancen für den SVWW, die jedoch mehr oder weniger fahrlässig vergeben wurden. Schäffler und Andrist jeweils zu eigensinnig, Diawusie mit Pech (s. u.), Blacha und der eingewechselte Breitkreuz im Fünfmeterraum nicht konsequent genug. Der FSV hatte sich durch einen Platzverweis nach einem groben Foulspiel an Andrich in Unterzahl gebracht und langte noch ein paar mal kräftig hin, Mintzel musste angeschlagen ausgewechselt werden. In der letzten Spielminute fiel dann noch das 3:0, als Breitkreuz nach Dams’ Kopfball nur noch einschieben musste.

Liebling des Spiels: Richtig überragen musste keiner, aber Robert Andrich als Dreh- und Angelpunkt des Wehener Spiels war schon sehr auffällig.

Szene des Spiels: 63. Minute, nach einer herrlichen Kombination mit vier oder fünf direkten Pässen steht Agyemang Diawusie frei im Strafraum und schiebt den Ball am Torwart vorbei. Die Kugel prallt an den Pfosten, rollt knapp vor der Torlinie entlang und kullert schließlich neben dem anderen Pfosten ins Aus.

Vor dem Spiel: Viele nette Menschen getroffen (ja, auch FSVler) und solange geplaudert, dass wir es gerade noch so rechtzeitig zum Anpfiff in den Gästeblock geschafft haben.

Nach dem Spiel: Noch mehr nette Menschen und ja, wieder FSVler dabei. Unsere Ultras mögen es mir nachsehen, dass ich mich an den Schmähgesängen nicht beteilige.

Das fiel auf:
+ Das ganze Team ist die Aufgabe seriös angegangen und hat keinen Zweifel daran gelassen, dass man die Partie frühzeitig entscheiden will.
+/- Nach der Zwei-Tore-Führung war zu merken, dass man es ohne Risiko runterspielen will.

Das schreiben die anderen: WK, Frankfurter Rundschau, Mainkick.tv (Video)

Zuschauer: 895, davon ca. 120 Gästefans.

Serien und Rekorde: Rüdiger Rehm ist im Hessenpokal immer noch unbesiegt. Für den SVWW war er es in diesem Wettbewerb der sechste Sieg hintereinander, was vermutlich ein Vereinsrekord sein dürfte.

Ansonsten: Wir haben rund ums Spiel ein bisschen ins Mikro gelabert – kommt heute Abend als Podcast-Sonderfolge.

Nächstes Spiel: Im Halbfinale wartet wie im letzten Jahr der TSV Steinbach, das Spiel wird irgendwann im Frühjahr ausgetragen. In der Liga geht es für den SVWW am übernächsten Freitag (19 Uhr) mit einem Heimspiel gegen Hansa Rostock weiter. Die Mecklenburger stehen aktuell mit 22 Punkten auf Tabellenplatz 8. Siege, Niederlagen und Unentschieden wechseln sich munter ab, zuletzt verlor Hansa zuhause gegen den KSC mit 0:3. In der letzten Saison trennte man sich in Wiesbaden mit einem 1:1-Unentschieden (mit Luca Schnellbachers letztem Tor für Wehen), das Spiel in Rostock gewann der SVWW mit 3:1.

3. Liga, 15. Spieltag: 1. FC Magdeburg – SVWW 0:0

Tore:

Das Spiel in maximal fünf Worten: Auf überschaubarem Niveau gegenseitig neutralisiert.

Das Spiel in etwas mehr als fünf Worten:
Magdeburg hatte die letzten beiden Ligapartien ohne eigenen Treffer verloren und drängte dementsprechend auf eine frühe Führung. Schon nach fünf Minuten lag der Ball im Wehener Tor, aber der Treffer zählte glücklicherweise wegen Abseits nicht. Die Entscheidung war ziemlich knapp und das wiederholte sich noch ein paar Mal. Die Gastgeber hatten in der Anfangsphase noch weitere Chancen, zielten aber nicht genau genug. Nach etwa 20 Minuten bekam der SVWW das Spiel besser in den Griff und fortan war es recht ausgeglichen. Beide Mannschaften kamen nur zu wenigen Chancen, was einerseits an jeweils gut sortierten Defensivreihen, andererseits an fehlender Präzision beim letzten oder vorletzten Ball lag. So ging es auch in der zweiten Hälfte weiter. Magdeburg hatte die beste Chance mit einem direkten Freistoß, der SVWW durch einen Distanzschuss von Robert Andrich. Insgesamt keine berauschende Begegnung, mit deren Resultat beide Seiten leben können.

Liebling des Spiels: Markus Kolke, stellvertretend für den Abwehrverbund und für die Szene des Spiels.

Szene des Spiels: 73. Minute, Freistoß für Magdeburg aus zentraler Position knapp 20 Meter vor dem Tor. Ein strammer Schuss an der Mauer vorbei, aber Kolke pariert sehenswert.

Vor dem Spiel: Aufgrund des Kölner Unentschiedens vom Vorabend bot sich beiden Teams die Möglichkeit, mit einem Sieg auf Platz 2 zu springen.

Nach dem Spiel: Leichte Enttäuschung, dass das vermeintliche Spitzenspiel eher langweilig war.

Das fiel auf:
+ Wieder zu Null gespielt.
– Nach vorne etwas ideenlos und vor allem zu ungenau. Die Konter endeten meistens mit einem Fehlpass, bevor es richtig gefährlich werden konnte.
+/- Weder Andrich noch Ruprecht noch Mrwoca mit einer gelben Karte. Bessere Zweikampfführung oder war es nicht nötig oder fehlte ein bisschen der “Biss”?

Das schreiben die anderen: WK, kicker, Mitteldeutsche Zeitung, Telekom (Video)

Zuschauer: 15.264, davon 31 Gästefans.

Tabelle: Der SVWW unverändert auf Platz 4 mit einem Punkt Rückstand auf Magdeburg und Fortuna Köln.

Serien und Rekorde: Auch im fünften Spiel gegen Magdeburg gelingt dem SVWW kein Treffer. Durch das Rostocker 0:3 gegen Karlsruhe ist der SVWW wieder die Mannschaft mit den wenigsten Gegentoren.

Ansonsten: Die SVWW-U19 ist in der A-Junioren-Bundesliga weiterhin in guter Form, gewann am Samstag in Mainz mit 3:1 und schiebt sich dadurch in der Tabelle vor den Nachbarn auf Platz 5.

Nächstes Spiel: In der Liga geht es aufgrund der Länderspielpause erst übernächste Woche mit einem Heimspiel gegen Hansa Rostock weiter. Dafür tritt der SVWW bereits am kommenden Mittwoch (19 Uhr) im Hessenpokal-Viertelfinale beim FSV Frankfurt an. Nach dem Abstieg in die Regionalliga hat sich der FSV so halbwegs gefangen, steckt aber im unteren Tabellendrittel fest. Im Achtelfinale gab es einen 2:1-Sieg gegen RW Hadamar. In der letzten Drittliga-Saison verlor der SVWW in Frankfurt mit 1:3 und gewann am letzten Spieltag zuhause 4:1.

NEL016 - Die irre Geilheit

Wieder in kompletter Besetzung besprechen Sonja, Micha und Gunnar die jüngsten Wehener Torspektakel in der Liga und das DFB-Pokalspiel gegen Schalke. Wir versuchen uns außerdem an einer taktischen Bestandsaufnahme, blicken auf die geplanten Änderungen des Auf- und Abstiegs zwischen 3. Liga und Regionalliga und hassen bezahlten Torjubel.

Das erwähnte “Wohnzimmergespräch” mit Nico Schäfer gibt es hier: