So trennten sich die Wege

Am nächsten Dienstag kommt die TSG Hoffenheim zu einem Testspiel nach Wiesbaden. Kaum zu glauben, dass dieser Verein, der in der Bundesliga für Furore sorgt wie kaum ein anderer, vor gar nicht allzu langer Zeit noch regelmäßig hinter dem SV Wehen stand.

Der Aufstieg in die zweite Liga gelang beiden im Gleichschritt in 2007, als schon ab dem 13. Spieltag die Tabellenspitze zementiert war: Wehen auf 1, Hoffenheim auf 2. Im Jahr zuvor hatten beide den Aufstieg aus der Regionalliga noch verpasst, Wehen landete am Ende auf Platz 3 und Hoffenheim auf 4. In den beiden Jahren davor lagen beide Teams am Ende auch nur jeweils 2 Plätze voneinander entfernt.

War schon im letzten Jahr in der Regionalliga klar, dass man in Hoffenheim große Pläne schmiedet und auch gewillt ist, dafür entsprechend zu investieren, war dann spätestens mit der Ankunft im Profifußball offensichtlich, dass man sich nicht mehr oft als Tabellennachbarn begegnen wird. Der Start gelang dem frisch umbenannten SV Wehen Wiesbaden noch besser mit einem 3:2-Auswärtssieg in letzter Minute – in Hoffenheim. Danach folgte für den SVWW ein nicht untypischer Saisonverlauf für einen Aufsteiger: dank Euphorie und Unbekanntheit eine Reihe Überraschungssiege, dazwischen auch mal eine lange Serie ohne Sieg und am Ende Freude über den Klassenerhalt. Hoffenheim jedoch startete nach verpatztem Saisonstart durch, wie es so wohl noch nie in Deutschland vorkam: am 4. Spieltag auf Platz 17, nach der Hinrunde auf 8 und am Ende der Aufstieg in die erste Liga. Dort ging’s dann munter weiter und seit Monaten hält sich Ralf Rangnicks Mannschaft an der Tabellenspitze.

In Wiesbaden hingegen macht man das typische zweite Jahr eines Aufsteigers durch und hofft auf den Klassenerhalt.

Aber das Beste ist: das stört mich nicht im Geringsten.


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