Die Wehenschau (KW 47/2019)

Wie schon in der letzten Wehenschau leise befürchtet, hat sich Moritz Kuhn vergangene Woche im Testspiel gegen Waldhof Mannheim tatsächlich ernsthaft verletzt. Am Dienstag teilte der Verein mit, dass es sich um einen Meniskusriss handelte, bereits am Montag ist Kuhn operiert worden. Damit wird der Rechtsverteidiger, der bisher die meisten Spielminuten des gesamten Kaders hatte (nur eine Auswechslung im Spiel gegen den HSV), vermutlich erst im neuen Jahr wieder spielen können. Eine echte Schwächung also und adhoc wüsste ich gar nicht, wer die Position jetzt übernehmen soll. Der einzige weitere nominelle Rechtsverteidiger ist Michael Guthörl, aber ob Rehm in dieser Situation auf einen recht unerfahrenen Spieler setzt? Vielleicht hilft auch ein anderer aus, beispielsweise Sebastian Mrowca, der in seiner Anfangszeit beim SVWW häufiger dort spielte, oder auch Sascha Mockenhaupt. Auch Marvin Ajani als offensivstärkere Variante ist denkbar.

Keine weiteren Verletzungen gab es im zweiten Testspiel der Länderspielpause, was wiederum das “Förderteam” gegen den TuS Dietkirchen bestritt und 2:1 gewann. Im Gegensatz zum letzten Mal waren diesmal fast keine Profis dabei, nur die Fast-noch-A-Jugendlichen Giona Leibold und Jan Vogel aus dem Profikader durften sich mal zeigen.


Was, wann, wo: 2. Bundesliga, 14. Spieltag, Samstag, 23. November, 13:00 Uhr, zuhause gegen Holstein Kiel

Der Gegner: Holstein Kiel ist uns aus mehreren gemeinsamen Drittligajahren bekannt. Nach dem Aufstieg in die 2. Bundesliga vor zwei Jahren wäre beinahe der direkte Durchmarsch in die 1. Liga geglückt, aber in der Relegation unterlag man dem VfL Wolfsburg. Trainer Markus Anfang zog es dann zum 1. FC Köln, aber auch unter Tim Walter spielte man letztes Jahr stark auf und wurde am Ende Sechster. Walter ging dann zum VfB Stuttgart und mit dem von Eintracht Braunschweig verpflichteten André Schubert ging der Saisonstart ziemlich in die Hose. Schon nach sechs Spieltagen trennte man sich wieder und setzt seitdem auf Ole Werner, der zuvor die zweite Mannschaft der Kieler betreut hatte. Aktuell hat die KSV 15 Punkte und steht damit auf Platz 12.

Die letzten Spiele gegeneinander: Zuletzt traf man sich 2016/17: zuhause gab es ein 0:0, auswärts unterlag der SVWW mit 0:3. Die Gesamtbilanz aus zehn Begegnungen ist fast ausgeglichen (2/5/3).

Personelles: Lindner ist seit Beginn der Woche wohl wieder im Training, was auf seine Spieltauglichkeit hoffen lässt. Mrowca, der in Dresden kurzfristig erkrankt ausfiel, dürfte ebenfalls wieder mit dabei sein. Wie oben erwähnt fällt Kuhn aus, außerdem ist Aigner gesperrt. Von den Langzeitverletzten gibt es keine Neuigkeiten.

Aufstellungstipp: Lindner – Mrowca, Mockenhaupt, Dams, Medic, Niemeyer – Schwede, Lorch, Titsch Rivero, Dittgen – Schäffler

Nach dem Spiel wird der SVWW in der Tabelle keine großen Sprünge machen, aber Platz 17 wäre drin.


Außerdem: Wie es mit dem Einspruch gegen die Spielwertung in Dresden weitergeht, ist hier nicht bekannt. Lassen wir uns überraschen.

Die Wehenschau (KW 46/2019)

Der SV Wehen Wiesbaden hat es tatsächlich mal in die überregionale Berichterstattung geschafft, aber den konkreten Anlass hätte ich nicht unbedingt gebraucht. Es geht natürlich um das aberkannte Tor im Spiel in Dresden bzw. um den Einsatz des VAR, der zur Aberkennung geführt hat. Der SVWW hat Einspruch gegen die Spielwertung eingelegt, da die Intervention des VAR regelwidrig erfolgt sein soll, und wird dabei durch den bekannten Sportrechtler Christoph Schickardt vertreten. Der DFB hat dem Verein nun Zeit gegeben, den Einspruch ausführlicher zu begründen.

Ich kann mir allerdings beim besten Willen nicht vorstellen, dass das irgendetwas an der Spielwertung ändern wird, denn die dann unweigerlich folgende Lawine an Einsprüchen will der DFB sicherlich um jeden Preis vermeiden. Vermutlich wird offiziell festgestellt, dass der Eingriff nach dem geltenden Stand der Regeln und Anweisungen korrekt erfolgt ist, aber da man das so eigentlich nicht sehen möchte, sollen Schiedsrichter und Videoassistenten zukünftig in vergleichbaren Situationen das Tor nicht mehr zurücknehmen. Möglicherweise hat der SVWW inoffiziell “einen gut”, wie auch immer das aussehen könnte. Ich gehe mal davon aus, dass eine Ausnahmegenehmigung, die Westtribüne zu bestuhlen und somit weniger als die geforderten insgesamt 15.000 Plätze anzubieten, kein Problem mehr sein dürfte. Vielleicht kommt zur Eröffnung auch mal wieder die U21-Nationalmannschaft oder so.

Einen anderen Einspruch hat der SVWW bzw. der betroffene Spieler Stefan Aigner zwischenzeitlich zurückgezogen. Nach seiner roten Karte für die als Tätlichkeit gewertete Aktion gegen Tim Leibold im Heimspiel gegen den HSV war Aigner für drei Spiele gesperrt worden, was ihm zu hoch erschien, da es sich nicht um eine Tätlichkeit gehandelt habe (was ich übrigens genauso sehe). Allerdings hat der zuständige DFB-Richter vor der Verhandlung klar gemacht, dass er sehr wohl eine Tätlichkeit erkannt habe und die Sperre durchaus auf sechs Spiele verlängern könne. Das Risiko war Aigner verständlicherweise zu groß. Er wird also auch noch die Spiele gegen Kiel und Nürnberg aussetzen und darf dann gegen Darmstadt wieder mitspielen.


Bei einem kurzfristig angesetzten Testspiel gegen Waldhof Mannheim durfte Aigner gestern jedoch auf dem Halberg antreten und erzielte dabei sogar ein Tor. Das Spiel endete 2:2, der andere Wehener Treffer ging auf das Konto von Gökhan Gül. Dass Moritz Kuhn in der 60. Minute ein- und in der 72. Minute wieder ausgewechselt wurde, deutet hoffentlich nicht auf eine Verletzung hin.


Für das nächste Ligaspiel gegen Kiel gibt es mit der Familienkarte Hessen Sitzplatztickets für 5 Euro. Wer bei der Verlosung der VIP-Karten im drei90-Podcast leer ausgegangen ist, hat hier also eine sehr günstige Möglichkeit, Zweitligafußball in Wiesbaden zu genießen.


Apropos Podcast: Bis zur nächsten NEL-Folge müsst Ihr Euch leider noch etwas gedulden, aber auch in anderen Podcasts gibt es etwas zum SVWW zu hören. Die Kollegen von Halbzeit Drei hatten Alf Mintzel zu Gast und wie nicht anders zu erwarten, ist das Ergebnis sehr hörenswert. Teil 1 des Gesprächs gibt es hier (bzw. in Eurem Podcatcher, wenn Ihr nach “Halbzeit Drei” sucht), der zweite Teil erscheint Anfang Dezember.

Außerdem war “FIFA-Profi” Alexander Rauch im Gespräch bei eSports Pur, was ja auch irgendwie mit dem SVWW zu tun hat.

2. Bundesliga, 13. Spieltag: Dynamo Dresden – SVWW 1:0

Tor: Jeremejeff (41.)

Das Spiel in maximal fünf Worten: Alles scheiße, keine Grüße.

Das Spiel in etwas mehr als fünf Worten:
Rüdiger Rehm musste außer auf den gesperrten Aigner auch erneut auf Torwart Lindner verzichten, zudem fiel kurzfristig Mrowca wegen Erkrankung aus. Das Wehener Spiel sah dennoch so aus wie aus den letzten Wochen gewohnt: sehr auf die Defensive fokussiert und auf schnelle Umschaltmomente lauernd. Mitte der ersten Halbzeit war es dann soweit, als aus einem Dresdner Angriff ein Wehener Konter wurde, den Schäffler zum vermeintlichen 1:0 vollendete – allerdings wurde der Treffer nach VAR-Intervention aberkannt (siehe Szene des Spiels). Kurz vor der Pause fing man sich stattdessen das 0:1. Als direkt danach ein Böller neben Watkowiak explodierte, hätte man meinetwegen auch das Spiel abbrechen können, aber als fairer Sportler machte Watti weiter. In der zweiten Halbzeit war Dynamo dem zweiten Treffer näher als der SVWW dem Ausgleich, am Ende blieb es beim 0:1.

Szene des Spiels: 26. Minute, Dynamo greift über rechts an, aber die Hereingabe landet bei einem Wehener Verteidiger. Dann geht es zügig nach vorne und ein paar Pässe später bekommt Schäffler im gegnerischen Strafraum den Ball, lässt noch einen Gegner aussteigen und schließt platziert ab. Großer Jubel bei den Gästen, der Ball liegt am Anstoßpunkt bereit, als sich der Videoassistent einschaltet und Schiedsrichter Petersen ein Review empfiehlt. Der Ball hatte beim Dresdner Angriff die Torauslinie überquert, weshalb der ganze folgende Wehener Angriff “irregulär” war, statt Tor gab es also Abstoß. Das mag nach den aktuellen Regeln und Handlungsanweisungen so wohl korrekt sein, aber auf eine größere Akzeptanz des VAR braucht man mit solchen Entscheidungen nicht hoffen.

Vor dem Spiel: Hatte man sich gegen einen direkten Konkurrenten durchaus etwas versprochen.

Nach dem Spiel: War der Ärger auf den Schiedsrichter, den VAR, den DFB und die ganze Welt natürlich groß.

Das fiel auf:
– Wenn man die verständliche Wut über das aberkannte Tor mal abkühlen lässt, muss man sich aber auch fragen, welchen Plan der SVWW in den restlichen 89 Minuten zur Torerzielung hatte. Nach vorne ging fast gar nichts, auch nicht nach dem Rückstand.
– Watkowiak bleibt leider ein großer Unsicherheitsfaktor. Beim Gegentor sah er einmal mehr nicht gut aus, dazu bleibt er regelmäßig auf der Linie kleben, statt energisch rauszukommen und Situationen zu klären, solange noch Zeit dazu ist.

Das schreiben die anderen: WK, kicker, hessenschau

Zuschauer: 25.444, davon etwa 100 Gästefans.

Tabelle: Der SVWW tauscht mit Dynamo wieder die Plätze und ist zurück auf dem letzten Rang.

Serien und Rekorde: So schnell wird aus einer Fünf-Spiele-ungeschlagen-Serie eine Vier-Spiele-sieglos-Serie. In diesen vier Partien gelang nur ein Treffer (zumindest nur einer, der auch zählte).

Ansonsten: Stefan Aigner hat gegen seine Sperre von drei Spielen Einspruch eingelegt. Heute findet die mündliche Verhandlung beim DFB-Sportgericht statt.

Nächstes Spiel: Am kommenden Wochenende ruht wegen Länderspielen wieder mal der Ligabetrieb. Am übernächsten Samstag geht es dann mit einem Heimspiel gegen Holstein Kiel weiter. Vermutlich wird es zwischendurch noch ein Testspiel geben, aber dazu ist noch nichts bekannt.

Die Wehenschau (KW 45/2019)

Nach dem überraschenden Punktgewinn gegen den HSV ist der SV Wehen Wiesbaden erstmals in dieser Saison einen Platz in der Tabelle nach oben gewandert – und prompt geht es gegen das neue Schlusslicht Dynamo Dresden. Favorit in dieser Begegnung wird der SVWW dadurch zwar nicht, aber natürlich will man auch in Sachsen etwas Zählbares mitnehmen.


Was, wann, wo: 2. Bundesliga, 13. Spieltag, Freitag, 8. November, 18:30 Uhr, auswärts bei Dynamo Dresden

Der Gegner: Dynamo Dresden, zu DDR-Zeiten einer der erfolgreichsten und beliebtesten Clubs des Landes, spielt seit der Drittligameisterschaft 2016 mittlerweile seine vierte Saison hintereinander in der 2. Bundesliga. Trainer Christian Fiél verbrachte schon die letzten fünf Jahre seiner aktiven Karriere bei Dynamo und wurde im Anschluss dort Jugendtrainer, bevor er im Februar dieses Jahres die erste Mannschaft übernahm. Wie der SVWW hat die SGD in dieser Saison erst zwei Spiele gewinnen können und steht nach zuletzt fünf Niederlagen in Folge auf dem letzten Tabellenplatz.

Die letzten Spiele gegeneinander: In der 2. Liga treffen beide Vereine zum ersten Mal aufeinander. In der 3. Liga gab es bisher acht Begegnungen, von denen der SVWW nur eine gewinnen konnte und zweimal ein Unentschieden erreichte. Das letzte Spiel war mit einem 0:4 auch die höchste Niederlage, wenige Wochen bevor Alf Mintzel den SVWW in letzter Sekunde vor dem Abstieg bewahrte.

Personelles: Lindner, der zuletzt wegen Adduktorenproblemen ausgefallen war, ist noch ungewiss, könnte aber wieder zur Verfügung stehen. Ebenso fraglich ist Dams, der gegen den HSV einen Schlag abbekommen hat. Definitiv fehlen wird Aigner, der nach seinem Platzverweis vom DFB für drei Spiele gesperrt wurde. Dafür hat Kyereh, der zuletzt wegen Erkältung ausfiel, diese Woche wieder trainiert und dürfte somit im Kader stehen. Schäffler und Mrowca stehen jeweils bei vier gelben Karten und müssen nach der nächsten Verwarnung ein Spiel aussetzen.

Aufstellungstipp: Lindner – Kuhn, Mockenhaupt, Röcker, Medic, Niemeyer – Schwede, Mrowca, Titsch Rivero, Dittgen – Schäffler

Nach dem Spiel wird der SVWW im Falle einer Niederlage wieder auf Platz 18 abrutschen, bei einem Unentschieden bliebe man auf 17 und mit einem Sieg wäre Platz 16 drin.


Außerdem: Wann es eine neue Folge Niemals Erste Liga geben wird, können wir wegen Terminschwierigkeiten gerade noch nicht sagen, aber Sonja stand den Kollegen vom Dynamo-Podcast welle1953 Rede und Antwort – hört doch gerne mal dort rein (das SVWW-Segment kommt ab Minute 15:50).

2. Bundesliga, 12. Spieltag: SVWW – Hamburger SV 1:1

Tore: Knöll (91.) – Kinsombi (48.)

Das Spiel in maximal fünf Worten: Eins zu eins gewonnen.

Das Spiel in etwas mehr als fünf Worten:
Rüdiger Rehm vertraute der Stammelf der letzten Wochen, musste aber kurzfristig auf Lindner verzichten, der wegen muskulärer Probleme nicht spielen konnte. Stattdessen kam wieder Watkowiak zum Einsatz und als Ersatzmann auf der Bank saß Torwarttrainer Petkovic. Das Spiel entwickelte sich schnell wie erwartet: Der HSV hatte meistens den Ball, während der SVWW sich auf die Defensive konzentrierte und schnell umschaltete, wenn sich die Gelegenheit bot. Der erste Torschuss ging auch auf das Konto der Gastgeber, als Lorch knapp am Pfosten vorbei zielte. Kurz danach konnte sich Watkowiak auszeichnen, als er einen Schuss nach Freistoßflanke sehenswert parierte. Wehen kam zu verhältnismäßig vielen Chancen. Die beste hatte Aigner, als er den Ball im Angriffsdrittel eroberte und alleine auf Hamburgs Torwart Heuer Fernandes zulief, aber mit seinem Schuss an diesem hängenblieb. Auf der Gegenseite hatte Sonny Kittel eine Riesengelegenheit, aber Dams stand goldrichtig und konnte auf der Linie das 0:1 verhindern. Da war noch nicht mal eine halbe Stunde gespielt und es gab schon deutlich mehr Action als in den beiden letzten Wehener Partien zusammengenommen. Direkt vor dem Halbzeitpfiff hatte Kuhn aus spitzem Winkel noch eine Gelegenheit, aber es ging mit 0:0 in die Pause – die sechste torlose Halbzeit in Folge für den SVWW. Dabei sollte es aber nicht lange bleiben, denn kurz nach Wiederanpfiff ging der HSV in Führung. Mockenhaupt verlor den Ball, Leibold schoss aufs Tor, Watkowiak konnte zwar abwehren, ließ den Ball aber zu zentral abprallen, sodass Kinsombi aus kurzer Entfernung das 0:1 erzielte. Zwei Minuten später schien das Spiel völlig den Bach runterzugehen, aber Jattas Treffer zählte wegen Abseits nicht. Der SVWW wirkte in dieser Phase etwas überfordert und leistete sich zahlreiche Fehler. Nach einem Foul von Aigner im Mittelfeld standen schon beide Mannschaften zum Freistoß bereit, als der VAR intervenierte und Schiedsrichter Rohde ein Review empfahl. Ergebnis: Rot für Aigner wegen angeblicher Tätlichkeit. In Unterzahl kamen die Gastgeber erst recht nicht mehr vor das gegnerische Tor, verteidigten aber weiterhin leidenschaftlich. Rehm brachte Schwede für Kuhn und stellte auf eine Viererkette um. Kurz darauf wäre nach Niemeyers Fehlpass beinahe das 2:0 gefallen, aber Watkowiak blieb mit einer Fußabwehr Sieger im Duell mit Jatta. In der Schlussphase schien der HSV mit der knappen Führung zufrieden und reizte die Spielunterbrechungen extrem aus. Wehen versuchte es in den letzten Minuten nochmal in der Offensive und kam in der Nachspielzeit zu einem Eckball. Watkowiak kam mit nach vorne, aber der Ball landete beim eingewechselten Knöll, der tatsächlich zum Ausgleich traf und die Brita-Arena explodieren ließ. Es gab sogar noch zwei weitere Ecken für den SVWW, aber es blieb beim 1:1, was sich trotzdem wie ein Sieg anfühlte.

Liebling des Spiels: Törles Knöll. Sein erstes Tor für den SVWW, dann noch in dieser Situation – ganz groß!

Szene des Spiels: 57. Minute, Aigner foult Leibold und trifft diesen beim Drüberspringen mit den Stollen an der Hüfte. Sicher schmerzhaft, aber sicher auch keine Absicht. Eigentlich sind schon alle bereit, das Spiel fortzusetzen, aber der VAR mischt sich ein und nach Ansicht des Videos entscheidet Schiedsrichter Rohde auf Tätlichkeit und Platzverweis. Das machte das ansonsten nicht besonders unfaire Spiel dann etwas kaputt.

Vor dem Spiel: Rechnete man wohl überwiegend mit einem deutlichen Sieg des Tabellenführers gegen den Tabellenletzten.

Nach dem Spiel: Breites Grinsen in allen Gesichtern. Nach dem Sieg in Stuttgart dem nächsten großen Aufstiegsfavoriten ein Bein gestellt – und zum ersten Mal seit Mitte August den letzten Tabellenplatz verlassen.

Das fiel auf:
+ Einmal mehr eine überwiegend starke Defensivleistung. Dass eine Mannschaft wie der HSV zu Torchancen kommt, lässt sich nicht komplett verhindern, aber häufig fanden die Gäste keinen Weg durch die Abwehrreihe.
+ In der ersten Hälfte einige gute Balleroberungen und Torchancen für Wehen – da hätte man durchaus in Führung gehen können.
+/- Wie erwartet viele HSV-Fans auf der Nordtribüne, die sich aber immerhin mit Torjubel deutlich zurückhielten.

Das schreiben die anderen: WK, kicker, hessenschau, DAZN (Video)

Zuschauer: 8.200, davon mindestens 3.000 Gästefans.

Tabelle: Der SVWW verlässt den letzten Platz und steht – zumindest bis heute Abend – auf dem Relegationsplatz.

Serien und Rekorde: Das dritte Remis in Folge, zum fünften Mal hintereinander unbesiegt.

Ansonsten: Der inoffizielle Song zum Spiel.

Nächstes Spiel: Am kommenden Freitag (18:30 Uhr) auswärts bei Dynamo Dresden.