Die Wehenschau (KW 6/2019)

Die Wintertransferperiode ist vorüber und auch sonst gab es keine besonderen Neuigkeiten in dieser Woche. Wir können uns also voll und ganz dem nächsten Gegner widmen.

Auf Vorschlag unseres Lesers Ralf heißt diese Rubrik jetzt übrigens “Wehenschau”. 🙂


Was, wann, wo: 3. Liga, 23. Spieltag, Sonntag, 10. Februar, 14:00 Uhr, auswärts bei Eintracht Braunschweig

Hinrundenergebnis: 3:3 mit zwei späten Wehener Treffern zum Ausgleich

Personelles: Schäffler, Mrowca und Schönfeld fallen weiterhin aus.
Update: Mintzel kann wegen eines grippalen Infekts ebenfalls nicht spielen.

Der Gegner: In Braunschweig hofft man, einen anderthalb Jahre dauernden Absturz – von der verlorenen Aufstiegsrelegation in die 1. Bundesliga über den Abstieg aus der 2. Bundesliga und dem Aufschlag ans Tabellenende der 3. Liga – endlich aufgehalten zu haben. Als André Schubert im Oktober den Trainerposten übernahm, ging die Sieglos-Serie zunächst zwar weiter, aber mittlerweile scheint sich die Mannschaft stabilisiert zu haben. Im Winter wurde der Kader wie schon im Sommer nochmal tüchtig durchgewirbelt, elf Spieler gingen, acht neue kamen. Momentan ist Braunschweig zwar immer noch Vorletzter, hat das rettende Ufer aber wieder in Sicht. Aus den letzten vier Partien holte die Eintracht zehn Punkte und kassierte nur beim 1:1 in Karlsruhe einen Gegentreffer.
Bei Liga3-online gibt es aktuell einen Artikel zum Braunschweiger Aufschwung.

Formkurve & Direktvergleich beim kicker. In bisher fünf Partien gegen Braunschweig gelang dem SVWW erst ein Sieg.

Aufstellungstipp: Kolke – Kuhn, Mockenhaupt, Dams, Dittgen – Schmidt, Lorch, Titsch-Rivero, Diawusie – Kyereh, Hansch (genauso wie gegen Rostock)

Nach dem Spiel wird der SVWW auf Platz 4 bis 6 stehen.


Außerdem: Wenn nichts dazwischen kommt, erscheint NEL036 heute Abend.
Update: So schnell kann’s gehen – wir werden erst nach dem Braunschweig-Spiel aufnehmen können, sorry.

3. Liga, 22. Spieltag: SVWW – FC Hansa Rostock 2:0

Tore: Kuhn (24.), Gül (88.)

Das Spiel als Tautogramm: Kuhns Können, Königs’ Kapriolen.

Das Spiel in etwas mehr als fünf Worten:
Rüdiger Rehm vertraute auf dieselbe Startelf der letzten Woche, nur Rückkehrer Diawusie durfte für den verletzten Schäffler beginnen, Kyereh rückte dafür von der Außenbahn ins Angriffszentrum. In den ersten Minuten kam der SVWW kaum aus der eigenen Hälfte, aber nach gut zehn Minuten bekam der Gastgeber das Spiel besser in den Griff. Torchancen ergaben sich jedoch kaum, bis Wehen durch einen wunderschönen Freistoß von Kuhn in Führung ging (siehe Szene des Spiels). Kurz vor der Pause fiel fast das 2:0, als Lorch eine Flanke an den Pfosten lenkte und Hanschs Nachschuss aus kurzer Distanz noch abgeblockt wurde. Die zweite Halbzeit begann mit einem Freistoß von Schmidt, der aber sichere Beute des Hansa-Torwarts wurde. Danach wurden die Gäste stärker und man hatte zwischenzeitlich das Gefühl, dass Rehms Mannschaft erneut mit einer Führung im Rücken zu wenig tat. Richtig große Chancen hatte Hansa jedoch nicht, einen Kopfball nach Freistoß konnte Kolke mit einer schönen Flugeinlage parieren. Der SVWW hatte mehrmals die Gelegenheit, die Partie zu entscheiden, aber mal wurde der Ball noch auf der Linie von einem Verteidiger abgewehrt wie bei Schmidts Schlenzer, mal wurden die Angriffe nicht sauber zu Ende gespielt. Kurz vor Schluss fiel dann doch noch das 2:0, als nach einer erneut starken Szene von Schmidt der Ball zum eingewechselten Gül kam, der ohne Umschweife die Kugel versenkte. Ein hartes Stück Arbeit wird am Ende mit verdienten drei Punkten belohnt.

Liebling des Spiels: Niklas Schmidt. Löste viele enge Szenen mit seiner guten Technik und war an fast allen gefährlichen Angriffen beteiligt, so auch mit der Vorlage zum 2:0.

Szene des Spiels: 24. Minute, nach einem eher leichten Foul an Diawusie kurz vor der Strafraumgrenze bekommt der SVWW einen Freistoß in halbrechter Position. Wie so oft sage ich den erwarteten Schuss an, aber Recht behalte ich üblicherweise nur bei den Ansagen “geht drüber” oder “bleibt an der Mauer hängen” – diesmal jedoch stimmt “geht über die Mauer, schlägt rechts unten ein” voll und ganz. Moritz Kuhn! ❤️

Vor dem Spiel: Schlangen am Eingang (inklusive des Klassikers “Ticketscanner geht nicht”), “Welcome to the jungle” statt “You never walk alone”, Micha statt Desi und der Stehblog im Stadionheft. (Bilder dazu drüben bei Instagram.)

Nach dem Spiel: 

Das fiel auf:
+ Kofi Kyerehs Ballbehandlung auch bei eher schlechten Anspielen ist spektakulär. Zuweilen hat es den Eindruck, dass ihn die Kollegen mit Absicht viel zu hoch und ungenau anspielen, nur um mal zu schauen, ob er selbst damit noch was anfangen kann.
+/- Agy Diawusie hatte ein paar gute Szenen dabei, aber insgesamt merkte man ihm die fehlende Wettkampfpraxis noch deutlich an.
– Marco Königs mit seinen lächerlichen Hinfallern nervt wie Sau. Zum Glück hatte der DFB im Gegensatz zum Hinspiel mit Christian Dingert einen
Schiedsrichter geschickt, der nicht auf den Quatsch reinfiel.

Das schreiben die anderen: WK, kicker, Magentasport (Video), hessenschau (mit Video und einem phrasenreichen Kuhn-Interview)

Zuschauer: 3.127, davon etwa 1.200 Gästefans.

Tabelle: Da Unterhaching auch an diesem Wochenende nicht spielen konnte und mittlerweile zwei Partien Rückstand hat, kann sich der SVWW zumindest vorübergehend auf den 5. Platz vorschieben. Wichtiger ist aber, dass der Rückstand auf Platz 3 auf vier Punkte verkürzt werden konnte.

Serien und Rekorde: Der SVWW und der VfL Osnabrück sind die beiden einzigen Mannschaften, die alle drei bisherigen Spiele in der Rückrunde gewonnen haben. Gökhan Gül ist der 15. Spieler aus dem Wehener Kader, der sich in dieser Saison in die Torschützenliste einträgt.

Nächstes Spiel: Am nächsten Sonntag um 14 Uhr auswärts bei Eintracht Braunschweig.

Die Woche (KW 5/2019)

Willkommen zum zweiten “Wochenrückblick & Spielvorschau”-Artikel. Falls jemand einen Vorschlag für einen schmissigen Titel hat: immer her damit!

Bevor wir auf die letzten Transfers und den nächsten Gegner blicken, noch mal eine ganz kurze Bitte um Euer Feedback. In unserer Umfrage (nochmals vielen Dank für die rege Teilnahme!) haben wir überwiegend nach Eurer Meinung zu unseren Inhalten gefragt. Eine technische Frage wurde leider vergessen – bitte klickt doch mal kurz hier:

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Hintergrund der Frage ist ganz einfach: hier im Blog steht irgendwann mal wieder eine optische Überarbeitung an und da wäre es praktisch zu wissen, ob es sich lohnt, in die eine oder andere Richtung zu optimieren. Danke fürs Mitmachen!


Transfers: Wir wollen uns ja nicht selber loben, aber da haben wir diesmal beim Spekulieren gleich zwei Volltreffer gelandet.
Zum einen hat Stephan Andrist den SVWW in Richtung VfR Aalen verlassen. Nach einer bockstarken letzten Saison (mit 15 Toren und 10 Vorlagen) lief es in dieser Spielzeit nicht mehr so gut für den Schweizer (3 Tore in 15 Einsätzen). Ob er an der zusätzlichen Konkurrenz auf den Außenbahnen zu knabbern hatte oder welche anderen Gründe es gibt, wissen wir nicht, aber man konnte schon eine Weile den Eindruck bekommen, dass er sich nicht ganz wohl fühlt. Der Wechsel nach Aalen ist insofern perfekt, da es sich aktuell nicht um einen direkten Konkurrenten handelt und man außerdem in dieser Saison nicht mehr aufeinander trifft. Meinetwegen kann Andrist also gerne in jedem Spiel einen Hattrick schießen – nebenbei: noch lieber wäre mir natürlich gewesen, er hätte im Wehener Trikot eine überragende Rückrunde gespielt, aber sei’s drum, wir wünschen alles Gute!
Es ist zu vermuten, dass Andrist beim SVWW eher zu den Besserverdienern gehörte, sodass durch seinen Abgang ein bisschen Luft im Gehaltsetat entstand. Außerdem gab es offensichtlich eine Ablöse, denn in der offiziellen Meldung heißt es: “Über die Transfermodalitäten haben beide Vereine Stillschweigen vereinbart.”
Das Geld wurde umgehend (zumindest teilweise – konkrete oder auch unkonkrete Zahlen sind uns völlig unbekannt) in eine spektakuläre Verpflichtung investiert: Bis zum Saisonende wurde Agyemang Diawusie vom FC Ingolstadt ausgeliehen. Wir haben Agys Flankenläufe aus der letzten Saison noch in bester Erinnerung und nachdem er in Ingolstadt bisher nur einen Kurzeinsatz in der 2. Liga sowie ein Spiel für die 2. Mannschaft in der Regionalliga absolviert hat, war es naheliegend, sich um ihn zumindest für den Rest der Saison zu bemühen. Willkommen zurück!

Noch ein Neuzugang: 


Was, wann, wo: 3. Liga, 22. Spieltag, Sonntag, 3. Februar, 13:00 Uhr (!), zuhause gegen den FC Hansa Rostock

Hinrundenergebnis: 2:3

Personelles: Es war nach seiner Auswechslung in Cottbus zu befürchten: Manuel Schäffler wird wegen einer Sprunggelenksverletzung etwa drei Wochen fehlen. Außerdem fallen Mrowca und Schönfeld anscheinend weiterhin aus. Gelbsperren drohen Mintzel und Mrowca, so sie denn zum Einsatz kommen sollten.

Der Gegner: In Rostock war zu Jahresbeginn einiges los, sowohl Trainer Dotchev als auch Sportvorstand Thiele mussten gehen. Mit Martin Pieckenhagen übernimmt mal wieder ein bekannter ehemaliger Hansa-Spieler die Verantwortung und als neuen Chefcoach hat man mit Jens Härtel den Magdeburger Aufstiegstrainer geholt. Das erste Spiel nach der Winterpause ging allerdings direkt mit 0:2 beim Tabellenschlusslicht Eintracht Braunschweig verloren. Aus Wehener Sicht interessant ist noch, dass Maximilian Ahlschwede erneut in der Winterpause nach Rostock gewechselt ist, genau wie vor vier Jahren – sein erstes Spiel für Hansa fand damals in der Brita-Arena statt…

Formkurve & Direktvergleich beim kicker. Die Gesamtbilanz ist eindeutig zugunsten von Hansa und auch die letzten drei Begegnungen hat der SVWW allesamt verloren.

Aufstellungstipp: Kolke – Kuhn, Mockenhaupt, Dams, Dittgen – Schmidt, Lorch, Titsch-Rivero, Schwadorf – Kyereh, Hansch (Diawusie wird in der zweiten Halbzeit eingewechselt)

Nach dem Spiel wird der SVWW auf Platz 5 bis 7 stehen, wobei der Tabellenfünfte Unterhaching wird wohl kaum zuhause gegen Cottbus verlieren wird. Auch Platz 7 ist aufgrund der deutlich besseren Tordifferenz gegenüber Preußen Münster sehr unwahrscheinlich.


Außerdem: Unser Podcast Niemals Erste Liga ist jetzt auch bei meinsportpodcast.de zu hören, falls das jemandem aus irgendwelchen Gründen lieber als die anderen Verbreitungswege ist. Nächste Woche nehmen wie übrigens eine neue Folge auf – Fragen, Kommentare?

3. Liga, 21. Spieltag: Energie Cottbus – SVWW 2:3

Tore: Lorch (6.), Hansch (9., 32.) – Scheidhauer (82.), Mamba (90.)

Das Spiel in maximal fünf Worten: Sicheren Sieg beinahe noch vermurkst.

Das Spiel in etwas mehr als fünf Worten:
Neuzugang Hansch durfte direkt neben Schäffler im Sturm beginnen, auf den Außenbahnen spielten Kyereh links und Schmidt rechts – hatten wir so auch noch nicht oft. Gastgeber Cottbus plagten große Personalengpässe, sodass Trainer Wollitz eine ziemlich junge und nicht eingespielte Mannschaft aufbieten musste, was man auch gleich deutlich merkte. Im Anschluss an eine zunächst abgewehrte Ecke kam der Ball erneut zu Eckenschütze Schmidt auf die linke Seite, dessen Flanke Kyereh eher unfreiwillig auf Lorch ablegte, der wiederum aus kurzer Entfernung zur frühen Führung traf. Wenige Minuten später stand es schon 2:0 für die Gäste, als sich der Cottbuser Verteidiger bei einem langen Ball schwer verschätzte und somit Hansch alleine vor dem Torwart stand. Hansch hatte nach einer Hereingabe von Kuhn das 3:0 auf dem Fuß, traf den Ball aber nicht richtig. Das holte er kurz darauf nach, als er Schmidts Freistoßflanke verwandelte. Kurz vor der Halbzeitpause kam Energie das erste Mal halbwegs gefährlich vor Kolkes Tor, aber der Abschluss misslang. Vermutlich war der Wehener Plan für die zweite Halbzeit, zunächst mal hinten sicher zu stehen und bei Gelegenheit per Konter nachzulegen, aber irgendwie ging dabei nach und nach die Spielkontrolle verloren. Gegen Ende warfen die Gastgeber nochmal alles nach vorne, erzielten das 1:3 und bekamen in der Schlussphase noch einen Strafstoß, weil Mockenhaupt einen Schuss beim Wegdrehen anscheinend mit dem Oberarm abwehrte. Kolke konnte zwar den Elfmeter zunächst parieren, aber der Abpraller ging genau in die Mitte, wo Mamba seine zweite Chance zum 2:3 nutzte. Dabei blieb es dann glücklicherweise, aber der Mannschaft sollte es eine Lehre sein, dass auch ein komfortabler Vorsprung nicht zum Schongang berechtigt.

Liebling des Spiels: Florian Hansch. Ein Doppelpack im ersten Spiel für den neuen Verein, das ist so gut, dass es fast schon kitschig ist.

Szene des Spiels: 31. Minute, auf der linken Außenbahn, direkt vor der Cottbuser Ersatzbank wird Kyereh gefoult. Startsev sieht zu Recht gelb, aber der Cottbuser Trainer Wollitz führt sich in gewohnter Manier auf mit Beschimpfen des Gefoulten und des Schiedsrichters, höhnischer Applaus inklusive. Die Folge: Freistoß Schmidt, Tor Hansch, 3:0, dankebitte.

Vor dem Spiel: Angesichts der Tabellensituation und des gebeutelten Gegners durfte man für den SVWW nichts anderes als drei Punkte erwarten.

Nach dem Spiel: Eher erleichtert als glücklich.

Das fiel auf:
+ In der ersten Halbzeit eine sehr gute, konzentrierte Leistung mit sehr guter Chancenverwertung.
– In der zweiten Halbzeit die durchaus vorhandenen Möglichkeiten, das Spiel endgültig zu entscheiden, nicht gut ausgespielt und stattdessen mit Nachlässigkeiten den Gegner wieder ins Spiel geholt.
– Die Wechsel haben diesmal die Mannschaft klar verschlechtert. Schäffler musste wegen Verletzung früh in der zweiten Halbzeit raus, der eingewechselte Schwadorf blieb blass. Für Titsch-Rivero, der früh gelb-vorbelastet war, kam Gül zu seinem Debüt. Der wirkte zwar sehr engagiert, leistete sich aber einige üble Fehlpässe. Schließlich kam für Hansch noch Brandstetter, der aber vorne auch keine wirkliche Entlastung schaffte.

Das schreiben die anderen: WK, kicker, Magenta Sport (Video)

Zuschauer: 4.517, davon 20 Gästefans.

Tabelle: Der SVWW bleibt auf dem 6. Platz, verkürzt aber den Abstand auf den Relegationsplatz um einen Zähler.

Serien und Rekorde: Florian Hansch ist der 14. Wehener Torschütze in dieser Saison. Niklas Schmidt hat bereits sieben Tore aufgelegt und ist damit aktuell der drittbeste Vorbereiter der Liga.

Ansonsten: Es kam jetzt nicht mehr ganz überraschend, dass Stephan Andrist den Verein verlässt und sich dem VfR Aalen anschließt. Mehr dazu am Donnerstag in der Wochenzusammenfassung.

Nächstes Spiel: Am kommenden Sonntag zuhause gegen Hansa Rostock (Anstoß um 13:00 Uhr!).

Die Woche (KW 4/2019)

Wir haben gefragt, Ihr habt geantwortet – und heute gibt es das erste Ergebnis. 🙂

Einige wünschen sich einen regelmäßigen Überblick mit News zum Kader und zum Verein und das werden wir ab sofort in Form einer kleinen Spielvorschau zusammenstellen, in der wir einerseits auf die jeweils anstehende Partie blicken, andererseits die wichtigsten Infos ein bisschen zusammenkehren. Das Ganze soll üblicherweise donnerstags oder freitags erscheinen und wird ähnlich wie die Spielberichte einigermaßen schematisch werden. Gerade zu Beginn wird sich das Format wahrscheinlich auch noch ab und zu verändern – Feedback dazu ist natürlich stets willkommen!


Transfers: Bisher gab es in der Winterpause beim SVWW zwei Abgänge und zwei Zugänge. Verlassen haben uns die beiden Stürmer Dominik Martinovic und René Guder. Martinovic kam in der Winterpause vor einem Jahr, gab gegen Saisonende sein Profidebüt und erzielte dabei gleich ein Tor (den 3:0-Endstand gegen Zwickau), kam in der Folge aber nur noch zu drei weiteren Einsätzen. Nach einem Probetraining bei Sonnenhof Großaspach im November war klar, dass er bald wechseln würde und so geschah es dann auch kurz nach Weihnachten. Guder kam erst im vergangenen Sommer nach Wiesbaden, schaffte es in der internen Stürmer-Hierarchie aber nur bis auf den vorletzten Platz (vor Martinovic) und spätestens mit der Verpflichtung von Florian Hansch war absehbar, dass Guder nicht auf deutlich mehr Einsatzzeit hoffen durfte. Er wechselt zum SV Meppen. Sportlich gesehen sind beide Abgänge wohl kein Verlust, aber natürlich wünschen wir den beiden alles Gute und viele Tore – muss ja nicht unbedingt gegen den Ex-Verein sein.
Kurz nach Neujahr wurde Florian Hansch vom SV Sandhausen ausgeliehen. Der Außenstürmer hatte letzte Saison gute Leistungen in Chemnitz gezeigt und Wehen hatte sich auch schon im Sommer um ihn bemüht, aber die Chance auf Zweite Liga war verständlicherweise attraktiver. Allerdings kam er nur zu wenigen Einsätzen und nun darf er sich zumindest bis Saisonende beim SVWW beweisen.
Ebenfalls bis Saisonende wurde Gökhan Gül ausgeliehen und zwar von Fortuna Düsseldorf, wo er bisher überwiegend für die zweite Mannschaft in der Regionalliga auflief. Für einen Innenverteidiger ist er mit 1,80 Meter eher klein, aber beim SVWW ist er ohnehin wohl in erster Linie fürs defensive Mittelfeld vorgesehen. Dort musste schließlich angesichts der häufigen Ausfälle von Mrowca und Schönfeld allzu oft improvisiert werden.
Herzlich Willkommen, Florian Hansch und Gökhan Gül!

Gerüchteküche: Angeblich soll es noch einen weiteren Zu- und einen Abgang geben. In NEL035 haben wir darüber spekuliert, ob Stephan Andrist eventuell den Verein verlässt. Das Transferfenster ist bekanntlich noch bis zum 31. Januar geöffnet.

Linktipp 1: Auf hessenschau.de gibt es ein kleines Interview mit Rüdiger Rehm im Trainingslager. Inhaltlich eigentlich nichts Neues, wenn man sich regelmäßig mit dem SVWW beschäftigt, aber ein Punkt ist wirklich wichtig: Wenn man nach der Hinrunde dieser Saison den Eindruck hat, dass deutlich mehr drin war, sieht man erst mal, was sich in den vergangenen zwei Jahren in Wehen entwickelt hat.

Linktipp 2: Beim WK ist heute ein Artikel über Alf Mintzel erschienen. Damit kann man nie etwas falsch machen und auch diesmal ist das eine oder andere dabei, was man noch nicht wusste, ein paar gute Sprüche inklusive.


Was, wann, wo: 3. Liga, 21. Spieltag, Samstag, 26. Januar, 14:00 Uhr, auswärts bei Energie Cottbus im Stadion der Freundschaft

Hinrundenergebnis: 0:2

Personelles: Beim SVWW fehlen Mrowca und Schönfeld, es wird also interessant, wer neben Titsch-Rivero in der Mittelfeld-Zentrale aufläuft – ob Gül nach ein oder zwei Trainingseinheiten mit dem Team gleich ran darf, bezweifle ich aber. Kuhn und Shipnoski sind wieder fit, Wachs und Modica (der sich im Trainingslager wohl gut präsentierte) leicht angeschlagen.
Spannend wird sein, was wir von Hansch zu sehen bekommen. Rüdiger Rehm im WK: „So einen Stürmertyp hatten wir bisher nicht. Es ist aber normal, dass das noch ein bisschen Zeit braucht.“ Klingt eher nicht nach einem Einsatz von Beginn an.

Der Gegner: Cottbus hatte einen guten Saisonstart und stand am 2. und 3. Spieltag sogar an der Tabellenspitze, ist danach aber bis in die Abstiegsränge runtergerauscht und hat sich gegen Ende der Hinrunde etwas stabilisiert. Aktuell hat Cottbus große Verletzungssorgen, acht Spieler fallen aus, dazu hat Kapitän Stein den Verein verlassen. Sind wir mal gespannt, ob zufälligerweise die Rasenheizung am Samstag nicht funktioniert und das Spiel auf einen späteren Termin verlegt werden muss…

Formkurve & Direktvergleich beim kicker. In bisher fünf Aufeinandertreffen gab es noch keinen Sieg für Wehen.

Aufstellungstipp: Kolke – Kuhn, Mockenhaupt, Dams, Mintzel – Kyereh, Lorch, Titsch-Rivero, Schwadorf – Schäffler, Schmidt (Hansch wird in der zweiten Halbzeit eingewechselt)

Nach dem Spiel wird der SVWW auf Platz 6 bis 8 stehen.


Ansonsten: Telekom Sport heißt jetzt Magenta Sport, aber sonst ändert sich nix. Glaube ich zumindest.

Außerdem: Die Umfrage läuft noch. Wer noch nicht mitgemacht hat, darf sich gerne noch beteiligen.