Die Wehenschau (KW 11/2026)
Der Heimsieg gegen den VfB Stuttgart II hat den SV Wehen Wiesbaden in der Tabelle leider nicht nach oben klettern lassen, da alle anderen besser platzierten Teams ebenfalls gepunktet haben. Umso wichtiger waren die drei Punkte natürlich, um wenigstens den Anschluss zu halten. Nachdem man sich zuletzt gegen Mannschaften aus der unteren Tabellenhälfte schwer getan hat, ist es vielleicht gar nicht schlecht, als nächstes gegen zwei direkte Konkurrenten anzutreten. Dem Auswärtsspiel am Samstag bei den formstarken Münchner Löwen folgt ein Heimspiel gegen Hansa Rostock. Damit kommen wir im letzten Viertel der Saison an und biegen so langsam quasi auf die Zielgerade ein – hoffen wir mal, dass wir auch in zwei Wochen noch im Rennen sind.
Während es im Gerangel um die Aufstiegsplätze also weiterhin eng zugeht und aktuell mindestens bis Platz 8 noch alle Mannschaften Chancen haben, scheinen sich die Absteiger dieses Jahr schon früher herauszukristallisieren. Zwischen Platz 16 und 17 beträgt der Abstand schon acht Punkte. Durchaus möglich, dass in dieser Saison völlig ohne Drama schon mehrere Spieltage vor Schluss alle Absteiger feststehen. Gut, dass der SVWW damit nichts zu tun hat – besser gesagt: nicht mehr, schließlich sah es in der Hinrunde zwischenzeitlich gar nicht so gut aus.
Über all das haben wir auch in der aktuellen Folge unseres Podcasts „Niemals Erste Liga“ gesprochen. Hört gerne rein.
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Wie erwartet gibt es genaue Spielansetzungen für weitere Spieltage. Dabei muss der SVWW zweimal sonntagabends ran und darf jeweils den Spieltag abschließen. Funfact: die nächsten drei Heimspiele finden alle unter Flutlicht an jeweils anderen Wochentagen statt.
Der DFB stockt den Nachwuchsfördertopf zur nächsten Saison auf, von derzeit drei Millionen Euro auf dann fünf, die sich je nach Einsatzzeiten von Nachwuchsspielern auf die Drittligisten verteilen (Zweitmannschaften ausgenommen). Letztes Jahr erhielt der SVWW aus diesem Topf gut 128.000 Euro, dieses Jahr dürfte es schon deutlich mehr sein, da ja eine ganze Reihe von Spielern aus dem eigenen Nachwuchs mehr oder weniger regelmäßig zum Einsatz kommen, allen voran Noah Brdar.
Was, wann, wo: 3. Liga, 29. Spieltag, Samstag, 14, März, 16:30 Uhr, auswärts beim TSV 1860 München
Der Gegner: Nach ihren recht spektakulären Sommer-Neuverpflichtungen und gutem Saisonstart galten die Löwen als Top-Aufstiegskandidat, fielen dann aber im Lauf der Hinrunde immer weiter in der Tabelle zurück. Trainer Patrick Glöckner musste gehen, im Hinspiel in Wiesbaden stand Alper Kayabunar als Interimscoach an der Seitenlinie, danach übernahm unser ehemaliger Aufstiegstrainer Markus Kauczinski. Nach anfangs noch wechselhaften Ergebnissen sind die Giesinger mittlerweile ins Rollen gekommen und haben zuletzt fünf Spiele in Folge gewonnen und stehen in der Tabelle mit einem Punkt Vorsprung zwei Plätze vor dem SVWW, sind also mitten im Aufstiegsrennen. Bester Torschütze mit elf Treffern ist der Norweger Sigurd Haugen. Ex-SVWWler Max Reinthaler war in der Hinrunde eine Zeitlang verletzt, hat aber seit dem 13. Spieltag keine Minute mehr verpasst.
Das Spiel in der Hinrunde gewann der SVWW durch einen späten Treffer von Flotho mit 1:0.
Der Direktvergleich ist nach 15 Begegnungen ausgeglichen: 4S/7U/4N.
Personelles: May fehlt noch einmal nach seiner roten Karte, außerdem ist Hübner gelb-gesperrt, was die Frage aufwirft, wie Scherning das Abwehrzentrum besetzt. Mein Vorschlag: Gillekens und Mockenhaupt rücken jeweils eine Position nach links und Nink beginnt wieder auf der rechten Außenbahn, nachdem er das gegen Stuttgart sehr ordentlich gemacht hat. Kalem kehrt in den Kader zurück, eventuell stehen auch Bogicevic und Wohlers wieder zur Verfügung.
Aufstellungstipp: Brdar – Nink, Mockenhaupt, Gillekens, Janitzek, Greilinger – Fechner, Gözüsirin – Kaya, Flotho, Johansson
Nach dem Spiel wird der SVWW auf Platz 4 bis 8 stehen.
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Es wird spannend (hoffe ich). Nun stehen die „Los Wochos“ in der Liga an. An den folgenden Spieltagen treffen viele Spitzenteams im direkten Duell aufeinander und wir sind dabei. Wer hätte das vor Schernings Antritt gedacht? Hoffen wir auf das Beste und möge die Macht mit uns sein!