Die Wehenschau (KW 23/2026)

Am Montag gewannen die Würzburger Kickers auch das Rückspiel gegen Lok Leipzig und kehren in die 3. Liga zurück, während die „Loksche“ zum dritten Mal in den letzten sechs Jahren trotz Regionalligameisterschaft den Aufstieg verpasst. Knapp zwei Tage dachte man also, dass das Teilnehmerfeld der kommenden Drittligasaison nun komplett sei, doch gestern gab der TSV 1860 München bekannt, dass es keine Lösung in den Verhandlungen mit Investor Hasan Ismaik gebe, somit 2,7 Millionen Euro fehlen und man keine Drittligalizenz erhalten werde. Wie 2017 geht es für die Löwen also zwangsweise in die Regionalliga, wohin Trainer Markus Kauczinski allerdings wohl nicht mitgehen wird. Profitieren wird höchstwahrscheinlich der TSV Havelse als Tabellen-17. der abgelaufenen Saison. Zwischendurch hieß es zwar, dass die Niedersachsen aus Kostengründen vielleicht gar nicht 3. Liga spielen wollen und außerdem die zusätzlichen Zuschauertribünen im Eilenriedestadion bereits zurückgebaut seien und man somit auch gar keine geeignete Spielstätte hätte, aber gestern Abend bekräftigte Havelse, dass man alle Unterlagen eingereicht habe und bei Lizenzerteilung auch in der 3. Liga antreten werde. Erzgebirge Aue, die sich als 18. schon Hoffnungen gemacht hatte, wird wohl doch in der Regionalliga spielen müssen. So oder so wird es in der neuen Saison keine völlig unbekannten Gegner für den SVWW geben, denn gegen alle Vereine hat man in der Vergangenheit schon gespielt.

Im DFB-Pokal muss das jedoch nicht zutreffen. Hier stehen seit dem letzten Wochenende alle Teilnehmer fest, wobei es aus Sicht des SVWW ziemlich irrelevant ist, welche Amateurclubs sich noch qualifizieren konnten, denn man wird ja auf jeden Fall einen Erst- oder Zweitligisten zugelost bekommen. Hier gäbe es mit Bayer Leverkusen, Union Berlin und Werder Bremen immerhin drei Clubs, gegen die man noch nie ein Pflichtspiel bestritten hat (im Fall von Werder hat man allerdings schon gegen die U23 gespielt). Am Samstag wird in der Sportschau ab 18 Uhr ausgelost, die Kugeln zieht Ex-Schiedsrichter Deniz Aytekin.


Derweil konkretisiert sich die Terminplanung des SV Wehen Wiesbaden in der Saisonvorbereitung. Die Mannschaft trifft sich erstmals am 29. Juni auf dem Halberg und am 5. Juli gibt es im Helmut-Schön-Sportpark einen ersten Testkick gegen TuS Medenbach. Nach einem weiteren Test gegen den FC Homburg geht es wieder nach Österreich ins Trainingslager, wo man ebenfalls testen wird. Es folgen das 100-Jahre-Jubiläumsspiel gegen Bayern und ein weiteres Testspiel eine Woche vor Saisonstart. Das Bayern-Spiel erfreut sich übrigens einer großen Ticketnachfrage. Auch wenn der Doublesieger voraussichtlich nur eine B-Elf schicken kann, weil die meisten Nationalspieler noch im Urlaub sein werden, gingen bereits alle Sitzplatztickets im Vorverkauf für Mitglieder und Dauerkarteninhaber weg. Im freien Vorverkauf sind somit nur noch Stehplätze erhältlich.

Zuvor hatte der SVWW schon seine Saisonkampagne vorgestellt, die diesmal unter dem Motto „Alles auf rot“ steht. Nunja, klingt halt wie solche Marketingtexte klingen, da darf man wohl nicht unbedingt eine schlüssige Argumentation erwarten. Wenn man jedes „rot“ im Text durch „blau“ oder „gelb“ ersetzte, ergäbe es genauso viel oder wenig Sinn. Immerhin kann man nun wohl erwarten – auch wenn das noch nirgends steht -, dass das neue Heimtrikot ganz überwiegend in rot gehalten sein wird.

Wie es dann genau aussieht, werden wir vielleicht bis zur nächsten Wehenschau erfahren. Idealerweise auch mit dem einen oder anderen Neuzugang.


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