3. Liga, 3. Spieltag: Hansa Rostock – SVWW 3:2

Tore: Breier (17.), Königs (28.), Soukou (94.) – Andrist (13.), Kuhn (88.)

Das Spiel als Alliteration: Viele Fehler verderben frühe Freude.

Das Spiel in etwas mehr als fünf Worten:
Das Spiel begann gut für die Gäste aus Hessen, es gab gleich einige sehenswerte Offensivaktionen. Die erste richtige Chance nutzte Andrist per Kopf nach einer Flanke von Lorch. Allerdings währte die Freude nur kurz, denn auch Hansa nutzte seinerseits die erste Gelegenheit nur wenige Minuten später. Bei einem Freistoß verlor Mintzel seinen Gegenspieler aus den Augen, Kolke blieb wie angewurzelt stehen, 1:1. Nach einem langen Ball auf den Ex-SVWWler Marco Königs offenbarte Mockenhaupt ein schlechtes Stellungsspiel und konnte Königs nicht entscheidend stören, sodass dieser im Fallen irgendwie das Spielgerät an Kolke vorbei ins Tor bugsierte. In der zweiten Halbzeit drückte der SVWW auf den Ausgleich, der schließlich in der 88. Minute fiel. Nach einem schmeichelhaften Freistoßpfiff für ein Foul an Schmidt verwandelte Kuhn direkt. In der Nachspielzeit folgte dann noch der Höhepunkt des Spiels, in jeglicher Hinsicht.  Schiedsrichter Heft gab einen höchst fragwürdigen Strafstoß, den Soukou zum Siegtreffer für Hansa verwandelte (siehe Szene des Spiels).

Liebling des Spiels: Jules Schwadorf. Vor allem in der ersten Halbzeit der Aktivposten auf Seiten des SVWW.

Szene des Spiels: 93. Minute, Kolke versucht, über Königs hinweg an den Ball zu kommen und rempelt dabei etwas, woraufhin dem schmächtigen Königs (1,89m, 89 kg) natürlich nichts anderes übrig bleibt als umgehend zusammenzubrechen.

Vor dem Spiel: Rätselraten: Warum ist Steven Ruprecht nicht mal im Kader, wenn er doch nach eigener Aussage wieder gesund ist? Steht SR18 auf dem Abstellgleis?

Nach dem Spiel: Gab es anscheinend noch einen tätlichen Angriff eines Ordners gegen einen Wehener Spieler, was Christian Hock entsprechend erzürnte.

Das fiel auf:
+ Spielerisch sah das insgesamt deutlich besser aus als in den beiden ersten Partien, auch wenn weiterhin sehr viele lange Bälle geschlagen werden.
– Zahlreiche Flanken in den Strafraum, vor allem durch Kuhn und Andrist, gingen ins Nichts.
– Die Gegentore wären allesamt leicht vermeidbar gewesen. Einmal pennt Mintzel, dann stellt sich Mockenhaupt blöd an und vor dem Elfmeter geht Kolke einfach ungeschickt hin (was zwar noch nicht den Pfiff rechtfertigt, aber dennoch vermeidbar war).
– Hansa war in der Defensive ziemlich wackelig, was der SVWW leider kaum ausnutzen konnte.

Das schreiben die anderen: WK, kicker, Telekom (Video)

Zuschauer: 16.000, davon vermutlich eine einstellige Zahl Gästefans.

Tabelle: Platz 15.

Serien und Rekorde: Im 37. Spiel und nach elf Vorlagen in der letzten Saison gelingt Moritz Kuhn endlich der erste Treffer für den SVWW.

Ansonsten: Stephan Andrist verzichtete nach seinem Treffer gegen seinen vorherigen Verein auf jeglichen Jubel, entschuldigte sich fast bei den Fans. Sowas nervt mich ja kolossal.

Nächstes Spiel: Schon am kommenden Samstag (14 Uhr) gibt es das nächste Heimspiel gegen Eintracht Braunschweig. Der Zweitliga-Absteiger konnte bisher noch kein Spiel gewinnen, am Dienstag gab es ein 1:1 gegen Zwickau, davor eine Niederlage in Rostock. In bisher vier Aufeinandertreffen (3. Liga, Saisons 2009/10 und 2010/11) gab es aus Sicht des SVWW ein Sieg, ein Unentschieden und zwei Niederlagen.

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