Die Wehenschau (KW 13/2026)

Die Heimniederlage gegen Hansa Rostock hat den SV Wehen Wiesbaden in seinen Aufstiegsambitionen empfindlich zurückgeworfen. Natürlich ist noch nichts verloren und der Rückstand ist theoretisch noch aufholbar, aber die Chance ist schon sehr klein, so realistisch muss man sein. Es ist ja nicht nur eine Mannschaft, die sechs Punkte Vorsprung hat, sondern es stehen noch vier weitere Teams vor dem SVWW. Vermutlich braucht man wie in unseren letzten beiden Aufstiegssaisons am Ende etwa 70 Punkte für den Relegationsplatz – hieße also, dass Daniel Schernings Mannen noch mindestens 22 von maximal möglichen 27 Punkten holen müssten. Wie gesagt: möglich, aber nicht sehr wahrscheinlich.

Umso wichtiger ist es also, sich im Hessenpokal bei Germania Ober-Roden keine Blöße zu geben, ins Endspiel einzuziehen und somit die zweite Möglichkeit zur erneuten DFB-Pokalteilnahme aufrecht zu erhalten. Normalerweise sollte man gegen einen Verbandsligisten auch mit der B-Elf bestehen können, aber das Viertelfinale sollte Warnung genug sein. Bekanntlich hatte der SVWW mit dem Hessenligisten FSV Fernwald erhebliche Mühe, während Ober-Roden den Regionalligisten Hessen Kassel bezwang. Man darf also gespannt sein, welche Elf Scherning ins Rennen schickt und wie sich diese präsentiert.


Ibrahim Ati Allah wurde zu einem Lehrgang der marokkanischen U20-Nationalmannschaft eingeladen, nachdem er ja auch für die deutsche U19-Nationalmannschaft auf Abruf bereit stand. Im Jugendbereich darf man ja noch (passende Staatsbürgerschaft vorausgesetzt) munter hin- und herwechseln, wie man beispielsweise an Ryan Johansson sehen kann, der im U-Bereich für Schweden, Irland und Luxemburg aufgelaufen ist.


Was, wann, wo: Hessenpokal, Halbfinale, Mittwoch, 24. März, 19:00 Uhr, auswärts bei Germania Ober-Roden

Der Gegner: Der 1. FC Germania Ober-Roden spielte in der Vergangenheit mehrmals in der Oberliga, zuletzt 2010 – damals übrigens mit Milad Salem, der dann zum SVWW wechselte. Aktuell ist man in der sechstklassigen Verbandsliga Hessen Süd tätig, in der die Germania momentan den 9. Platz belegt. In den drei Ligaspielen seit der Winterpause gelang allerdings noch kein Sieg. Im Pokal hat man sich gegen SV Hummetroth, FG Seckbach, FC Gießen und Hessen Kassel durchsetzen können und ist damit in diesem Wettbewerb soweit gekommen wie noch nie zuvor.

Der Direktvergleich entfällt, denn die erste Mannschaft des SVWW hat noch nie gegen Ober-Roden gespielt. Wohl aber die damals noch existierende zweite Mannschaft, die in der Saison 2007/08 in der Oberliga Hessen einmal gewonnen und einmal verloren hat.

Personelles: Ich tippe, bei aller Vorsicht und allem Respekt vor dem Gegner, dennoch auf eine größere Rotation in der Startelf.

Aufstellungstipp: Broll – Wohlers, Neubert, Lewald, Janitzek, May – Bogicevic, Suarez, Kalem – Schleimer, Agrafiotis

Nach dem Spiel wird der SVWW hoffentlich zum 14. Mal im Endspiel um den Hessenpokal stehen. Am Donnerstag findet dann um 14:00 Uhr ein Testspiel beim Karlsruher SC statt. Dort soll auch Florian Stritzel erstmals nach seiner Verletzung wieder Spielpraxis bekommen.

Ansonsten: Das Spiel wird vom HFV per YouTube übertragen.


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