3. Liga, 21. Spieltag: SVWW – SC Verl 2:1

Tore: 1:0 Agrafiotis (34.), 2:0 Flotho (80.), 2:1 Arweiler (81.)

Das Spiel in maximal sechs Worten: Feuer(werk) auf und neben dem Platz.

Das Spiel in etwas mehr als fünf Worten:
Als Vertretung für den gelbgesperrten Gillekens gab Tim Neubert überraschend sein Profidebüt und erhielt somit den Vorzug vor Lewald, der möglicherweise nicht ganz fit war. Vorne durfte Agrafiotis statt Flotho beginnen. Wie erwartet ließen die Gäste gut den Ball laufen und hatten auch die erste große Chance, als ein Schlenzer auf der Latte landete. Auf der anderen Seite kam Agrafiotis plötzlich ziemlich frei zum Abschluss, schoss aus elf Metern aber über das Tor. Es folgte die große Mocke-Show: erst zog er einen Monstersprint an, um den Torschuss von Verls Besio noch entscheidend abzufälschen, wenige Minuten später war er auch in der Offensive zu finden und passte scharf in die Mitte, wo Agrafiotis diesmal zur Führung verwandelte. Zu Beginn der zweiten Halbzeit gab es auf beiden Seiten ein paar Chancen, aber es dauerte bis zur 80. Minute, bis ein weiterer Treffer fiel: der eingewechselte Flotho erzielte das 2:0. Allerdings verkürzten die Gäste im direkten Gegenzug auf 2:1, sodass bis zum Schluss gebangt werden musste. Letztlich blieb es aber dabei und der SVWW startet mit einem Auswärts- und einem Heimsieg perfekt ins Jubiläumsjahr.

Liebling des Spiels: Sascha Mockenhaupt. Der Rekordspieler demonstrierte einmal mehr, dass er noch längst nicht zum alten Eisen gehört, war defensiv wie offensiv ungeheuer wertvoll und kassierte sogar eine seiner eher seltenen gelben Karten.

Szene des Spiels: 80. Minute, in N6 wird über Flotho diskutiert: „ist überhaupt nicht im Spiel… macht alles falsch… joggt nur statt im Sprint anzulaufen…“ – „Warte ab, gleich macht er das 2:0, dann ist das alles egal.“ Fünf Sekunden später 2:0 durch Flotho. 😄

Vor dem Spiel: Schöne Choreo anlässlich des 100-jährigens Vereinsjubiläums inklusive Feuerwerk außerhalb des Stadions.

Nach dem Spiel: Ausgelassener Jubel und Sonderapplaus für die beiden Profidebütanten Tim Neubert und Ibrahim Ati Allah, der in der Schlussphase eingewechselt wurde.

Das fiel auf:
+ Das von Daniel Scherning geforderte „eklig sein“ funktionierte gut: auch wenn Verl teilweise gut den Ball laufen ließ, war vor dem Strafraum meistens Ende und man ließ relativ wenig Abschlüsse zu.
– Im Spiel mit Ball ist noch Luft nach oben. Gerade in der zweiten Halbzeit, als sich mehr Räume öffneten, hätte man mit ein paar sauberen Pässen noch viel mehr aus den Konterchancen machen können, dabei aber zu oft den Ball schnell wieder verloren.
+/- Hatte man beim Sieg gegen Cottbus vielleicht noch etwas Glück mit manchen Schiedsrichterentscheidungen, so hat sich das gegen Verl wieder ausgeglichen. Anfangs schien es so, dass einfach jedes Foul mit gelb geahndet wurde, was sich später immerhin legte.

Das schreiben die anderen: WK, kicker, hessenschau

Zum Nachschauen: Magenta Sport (YouTube, Highlight-Video)

Zuschauende: 3.072, davon gut 150 Gästefans.

Tabelle: Der SVWW verbessert sich auf Platz 7 und verkürzt den Abstand auf Verl, die jetzt auf dem Relegationsplatz stehen, auf vier Punkte.

Vergleich zur Hinrunde: +2

Serien und Rekorde: Erst zum zweiten Mal überhaupt gewinnt der SVWW gegen Verl. Erstmals in dieser Saison gewinnt der SVWW, wenn Agrafiotis schon vor der Nachspielzeit trifft.

Nächstes Spiel: Am kommenden Sonntag (19:30 Uhr) auswärts bei Rot-Weiss Essen.


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