3. Liga, 23. Spieltag: SVWW – 1. FC Schweinfurt 05 2:0

Tore: 1:0 Flotho (88.), 2:0 Ati Allah (90.)

Das Spiel in maximal fünf Worten: Spätes Glück.

Das Spiel in etwas mehr als fünf Worten:
Mit der erwarteten Aufstellung ging der SVWW in die Partie und bestimmte umgehend das Spiel. Die Gäste aus Schweinfurt machten es dem Gastgeber dabei mit unzähligen Fehlpässen auch leicht, allerdings wusste Wehen umso weniger etwas mit dem Ball anzufangen, je näher man dem Strafraum kam. Mehr als ein Versuch von Gözüsirin neben das Tor und ein paar Distanzschüssen sprang nicht dabei heraus. Die größten Aufreger waren ein möglicherweise elfmeterwürdiges Foul an Kaya sowie eine gelbe Karte für Mockenhaupt, obwohl er klar den Ball spielte. Die zweite Halbzeit begann erneut mit einem guten Versuch von Gözüsirin, aber dann wurde es auch mal hinten gefährlich. Brdar verhinderte zweimal den Rückstand und bei Mays Aktion gegen einen Gegenspieler im Strafraum musste man auch kurz die Luft anhalten. Wie schon im Hinspiel fiel die Entscheidung erst kurz vor Ende. Greilinger flankte von links und Flotho war am ersten Pfosten zur Stelle, um den Ball ins Tor zu drücken. Kurz darauf war Flotho dann der Vorlagengeber, als er am zweiten Pfosten Ati Allah fand, der das 2:0 erzielte und danach sein Glück kaum fassen konnte.

Liebling des Spiels: Eigentlich Moritz Flotho mit Tor und Vorlage, aber weil es so eine schöne Story ist: der 18-jährige Ibrahim Ati Allah, der in seinem zweiten Kurzeinsatz in der 3. Liga sein erstes Profitor erzielte.

Szene des Spiels: 63. Minute, Gözüsirin führt einen Eckball aus, bringt den Ball flach in den Strafraum – genau zu einem Gegenspieler. Fühlte sich symptomatisch an für eine Partie auf bescheidenem Niveau.

Vor dem Spiel: Unerwartet schönes Wetter ließ einen die eigene Kleiderwahl nochmal kurz anzweifeln.

Nach dem Spiel: Unnötige Diskussionen zwischen Ordnern und Fans hinter der Westtribüne, weil einige in Ruhe noch austrinken wollten. Das wurde auch schon mal souveräner gelöst.

Das fiel auf:
+ Laut Scherning hatte er die Mannschaft darauf vorbereitet, dass sie Geduld brauche und möglicherweise erst spät treffen würde.
+ Mal wieder wurde das Spiel von der Bank entschieden. Schon nicht verkehrt, wenn es jenseits der Startelf noch Optionen gibt.
– Man hätte sich das Leben aber auch deutlich leichter machen können, wenn man gegen einen harmlosen Gegner, der einem so oft den Ball schenkte, schon vorher etwas kreativer und konsequenter im Strafraum agiert hätte.
+/- Der Schiedsrichter ließ sehr viel laufen, bei den Elfmeterszenen möglicherweise zu viel. Immerhin glich sich das aus.

Das schreiben die anderen: WK, kicker, hessenschau

Zum Nachschauen: Magenta Sport (YouTube, Highlight-Video)

Zuschauende: 3.592, davon gut 300 Gästefans.

Tabelle: Der SVWW bleibt mit nun 38 Punkten auf Platz 7, ist aber nur noch vier Punkte vom Relegationsplatz entfernt. Von Rang 1 bis 7 ist jeweils nur ein Punkt Abstand zwischen den Plätzen.

Vergleich zur Hinrunde: +3

Serien und Rekorde: Auch das vierte Heimspiel unter Daniel Scherning wird gewonnen, in der Rückrunde ist der SVWW noch ungeschlagen.

Ansonsten: Wenn durch Freikartenaktionen viele Kinder erstmals ins Stadion kommen, gleicht das fast schon einer Garantie für ein schlechtes Spiel. Hoffen wir mal, dass alle bis zu den späten Toren geblieben sind und in der Zukunft wiederkommen.

Nächstes Spiel: Am kommenden Samstag (14 Uhr) zuhause gegen den MSV Duisburg.


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