3. Liga, 22. Spieltag: Rot-Weiss Essen – SVWW 1:1
Tore: 1:0 Janssen (34.), 1:1 Kaya (75.)
Das Spiel in maximal fünf Worten: Unverdient kommt oft.
Das Spiel in etwas mehr als fünf Worten:
Daniel Scherning begann mit der erwarteten Aufstellung, aber was man sich sonst für das Spiel vorgenommen haben mochte, klappte nicht. In der ersten halben Stunde entwickelte sich ein wilder Kick von beiden Mannschaften mit wenig Spielstruktur und ohne Torchancen. Einen ersten ernstzunehmenden Essener Versuch vereitelte Brdar, aber als RWE-Stürmer Janssen sich von seinem Gegenspieler Gillekens wegschlich und nach einer weiten Flanke genau ins Toreck köpfte, war auch der Torwart machtlos. Bis zur Pause wurde auch der SVWW ein kleines bisschen zielstrebiger, ohne wirklich gefährlich zu werden. Das schien sich nach dem Seitenwechsel fortzusetzen, aber innerhalb weniger Minuten waren diese Ansätze wieder verflogen und man konnte froh sein, dass die Gastgeber mehrfach das 2:0 liegen ließen. Nach einem Dreifachwechsel kam endlich etwas mehr Schwung ins Spiel und der eingewechselte Johansson war es dann auch, der den – sagen wir es, wie es ist – völlig unverdienten Ausgleich durch Kaya einleitete, s. u. Danach passierte nicht mehr wahnsinnig viel außer dem kuriosen Moment, als Flotho beinahe einen Fehler von RWE-Torwart Golz zum 1:2 genutzt hätte. Hätten wir natürlich gerne genommen, aber man soll sein Karma vielleicht auch nicht überstrapazieren, denn der eine Punkt war schon reichlich glücklich.
Liebling des Spiels: Wollte man gemein sein, könnte man Essens Safi nennen, der zwar viel Tempo und theoretisch Gefahr mitbringt, aber konsequent so schlecht abspielt oder abschließt, dass ich sein Schaffen eher amüsiert als besorgt verfolgte. Natürlich sind wir nicht gemein, also schauen wir im eigenen Team. Torschütze Kaya hatte außer bei seinem Tor mit dem Spiel nicht viel zu tun und fiel höchstens durch ein paar harmlose Distanzschüsse auf. Bleibt am Ende also mal wieder Noah Brdar, der einige gute Paraden zeigte und mehrfach das 2:0 verhinderte.
Szene des Spiels: 75. Minute, Johansson zieht mit dem Ball ins Zentrum, Flotho legt im Fallen noch irgendwie auf Kaya ab, der aus der Drehung schießt und Torwart Golz auf dem falschen Fuß erwischt. Das berühmte „Tor aus dem Nichts.“
Vor dem Spiel wäre ich mit einem Punkt zufrieden gewesen.
Nach dem Spiel bin ich mit einem Punkt sehr zufrieden.
Das fiel auf:
– Insgesamt sehr schlechtes Spiel des SVWW.
+/- Nach Osnabrück und Ulm schon das dritte Auswärtsspiel, in dem man recht glücklich punktet.
Das schreiben die anderen: WK, kicker, hessenschau
Zum Nachschauen: Magenta Sport (YouTube, Highlight-Video)
Zuschauende: 15.817, davon rund 100 Gästefans.
Tabelle: Der SVWW bleibt 7., der Rückstand auf den Relegationsplatz vergrößert sich um einen auf nun fünf Punkte.
Vergleich zur Hinrunde: +3
Serien und Rekorde: Im achten Spiel unter Daniel Scherning das erste Unentschieden. Für Scherning war es auch das erste Unentschieden gegen Uwe Koschinat, die ersten drei Begegnungen mit seinem Kollegen hatte Scherning mit seinen Teams jeweils gewonnen.
Nächstes Spiel: Am kommenden Samstag (14 Uhr) zuhause gegen den 1. FC Schweinfurt.
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Foto: Screenshot Magenta Sport
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Danke für den Bericht. Eine Korrektur: Der SVWW verkürzt den Rückstand nicht um einen Punkt auf einen Relegationsplatz. Es waren vor dem Spieltag 4 Punkte Abstand auf Rang 3 und jetzt sind es 5 Punkte.
Du hast natürlich recht. Danke, ist korrigiert.
Abgesehen davon ist es doch positiv, dass wir nach oben schielen können.
Auch wenn der Punkt glücklich war, wir haben ihn.
Vielleicht sollten wir ja auf Platz 4 als Ziel gucken. Quali für den DFB Pokal wäre ja schön. Hessenpokal geht auch, ist aber kein Selbstläufer.
Cu