3. Liga, 38. Spieltag: KFC Uerdingen – SVWW 2:3

Tore: Dörfler (14.), Osawe (70.) – Diawusie (6.), Schäffler (16.), Kyereh (78.)

Das Spiel als Tautogramm: Ruhepuls, Rotation, Rekorde.

Das Spiel in etwas mehr als fünf Worten:
Die Rotation fiel sogar noch etwas größer aus als vermutet, was sich teilweise in der Rückwärtsbewegung deutlich bemerkbar machen sollte. Zunächst stand aber die Offensive im Blickpunkt, als Diawusie nach Doppelpass mit Schäffler frei durch war und souverän zur Führung abschloss. Bei einem Uerdinger Angriff war dann die Wehener Abwehr ziemlich unsortiert und schon stand es 1:1. Das hatte aber nur zwei Minuten Bestand, denn Wachs, der als Rechtsverteidiger spielte und beim Ausgleich nicht gut aussah, stürmte in den gegnerischen Strafraum und kam dort zu Fall. Dass der Schiedsrichter aber auf Elfmeter entschied, war schon ziemlich hart für die Gastgeber. Schäffler verwandelte dennoch mit einem frechen Lupfer zur erneuten Führung. Im weiteren Verlauf der ersten Halbzeit hätte sich der SVWW nicht über das 2:2 beschweren dürfen, aber das fiel dann nach einer schönen Kombination erst in der 70. Minute. Es dauerte wiederum nicht lange, bis Kyereh sein Team wieder in Führung brachte. Bei diesem 3:2 blieb es dann, auch weil Pfosten und Latte mithalfen. Wehen geht also mit einem weiteren Erfolgserlebnis in die Relegation, wo man, wie wir heute erfahren haben, auf den FC Ingolstadt trifft.

Liebling des Spiels: Giona Leibold. Der Nachwuchsspieler wurde in der 64. Minute eingewechselt und gab somit sein Profidebüt. Hatte zwar keine herausragenden Szenen, war aber immerhin an der Entstehung des 3:2 beteiligt. Mal schauen, ob wir ihn in der nächsten Saison häufiger zu sehen bekommen.

Szene des Spiels: 75. Minute, ein Uerdinger Angriff endet mit einem Pass auf Rodriguez, der den Ball elegant über Watkowiak hebt – aber der Ball landet an der Latte. Passte ganz gut ins Gesamtbild.

Vor dem Spiel: Tiefenentspannung, ging ja um nichts mehr.

Nach dem Spiel: Waren die Ergebnisse im Abstiegskampf spannender. Und die Meisterschaftsentscheidung in der 1. Liga. Und natürlich, wer in der 2. Liga 16. und somit Relegationsgegner des SVWW wird.

Das fiel auf:
+ Insgesamt ordentliches Spiel, obwohl die Mannschaft deutlich durchgemischt worden war und es tabellarisch um nichts mehr ging.

Das schreiben die anderen: WK, kicker, hessenschau (mit Video), Magenta Sport (Video)

Zuschauer: 2.909, davon etwa 170 Gästefans.

Tabelle: Wie bereits seit letzter Woche feststand, beendet der SVWW die Saison 2018/19 auf Platz 3. Außer Aalen und Köln müssen die Sportfreunde Lotte und Energie Cottbus in die Regionalliga absteigen.

Serien und Rekorde: Am Ende steht mit dem 3. Tabellenrang nicht nur die beste Platzierung in zehn Jahren Dritter Liga, sondern mit 70 Zählern auch die beste Punkteausbeute für den SVWW. Mit 22 Siegen übertrifft man die eigene Bestmarke der letzten Saison um eins. Mit 43 Punkten ist der SVWW die beste Rückrundenmannschaft und stellt mit insgesamt 71 Toren die beste Offensive. Nur vier Unentschieden in 38 Spielen bedeutet Einstellung des Drittligarekords, aufgestellt vom 1. FC Magdeburg in der letzten Saison.

Ansonsten: Wir nehmen am Dienstag die neue NEL-Folge auf – habt Ihr Fragen, Anmerkungen?

Nächstes Spiel: Am kommenden Freitag (Anpfiff 18:15 Uhr in der Brita-Arena) im Relegationshinspiel gegen den FC Ingolstadt.

Halbergblick

Wie schrieb Rafati bei liga3-online zum Elfer: “… entscheidet völlig zurecht auf Foulspiel und Strafstoß für Wiesbaden.”
Und so hat mans im Gästeblock auch besehen.

Gunnar

Klar, vom Block aus ist die Sache immer eindeutig. 😉 Im TV sah es für mich eher dürftig aus und Hock meinte auch, dass man ihn nicht geben müsse, aber ist ja letztlich auch egal.

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