3. Liga, 30. Spieltag: SVWW – Hansa Rostock 0:1
Tore: 0:1 Faktic (4., Foulelfmeter)
Das Spiel in maximal fünf Worten: Serie endet, Hoffnung schwindet.
Das Spiel in etwas mehr als fünf Worten:
Hübner kehrte nach Gelbsperre ins Abwehrzentrum zurück, außerdem durfte Kalem statt Johansson in der Offensive beginnen. Nach drei Minuten wurde Rostocks Holten mit einem guten Pass in den Strafraum geschickt, Hübner traf ihn am Fuß, Elfmeter, 0:1. Nach zehn, fünfzehn Minuten bekam der SVWW das Spiel einigermaßen unter Kontrolle, klare Chancen waren aber selten. Kurz vor der Pause wurde Hübner im Rostocker Strafraum ordentlich gecheckt, aber diesmal gab es keinen Strafstoß. In der zweiten Halbzeit brachte sich Carstens mal wieder mit einem seiner Ausflüge in die gegnerische Hälfte selbst in Schwierigkeiten und grätschte am Ende Hübner um. Der Schiedsrichter entschied auf Platzverweis, was dann doch etwas überzogen war. In Überzahl belagerte der SVWW zwar den Strafraum, kam aber weiterhin kaum zu klaren Chancen. Fechner traf mit einem Schlenzer die Latte, Schleimer vergab per Kopf und Fuß, das war’s.
Liebling des Spiels: Moritz Flotho, der noch am ehesten für Torgefahr sorgte.
Szene des Spiels: Nachspielzeit, Schleimer bekommt einen Abpraller, hat aus sieben Metern ein leeres Tor vor sich – und trifft nur den Außenpfosten.
Vor dem Spiel: Auf der einen Seite Wunderkerzen, auf der anderen Bengalos.
Nach dem Spiel: Wird es schwer, im Aufstiegsrennen noch dranzubleiben.
Das fiel auf:
+ Defensiv eigentlich sehr ordentlich. Hätte gut werden können, wenn man nicht quasi das ganze Spiel im Rückstand gewesen wäre.
– Offensiv relativ wenig Ideen gegen einen defensiv ebenfalls stabilen Gegner. In Überzahl dann fast nur noch Flanken aus dem Halbfeld ins Strafraumzentrum, wo sie relativ leicht zu verteidigen waren.
+ Auch wenn es die beiden Trainer anders sahen und auch wenn der Schiedsrichter ein paar merkwürdige Entscheidungen getroffen hat: die gelbe Karte für Faktic nach seinem Tor fand ich völlig angemessen. Der Spieler hat schon mit seinen Kollegen gejubelt, um dann abzudrehen und direkt vor den Heimfans noch zu posieren – wenn das keine Provokation sein soll, was dann?
Das schreiben die anderen: WK, kicker, hessenschau
Zum Nachschauen: Magenta Sport (YouTube, Highlight-Video)
Zuschauende: 6.712, davon gut 1.500 Gästefans.
Tabelle: Der SVWW bleibt 8., der Abstand zum Relegationsplatz vergrößert sich auf mindestens fünf Punkte.
Vergleich zur Hinrunde: +4
Serien und Rekorde: Die erste Heimniederlage seit November und das erste Heimspiel unter Daniel Scherning, das nicht gewonnen wurde. Die drei letzten Heimspiele beendete der SVWW in Überzahl. In drei der letzten vier Spiele hat der SVWW kein Tor erzielt.
Ansonsten: Der Rasen in der Brita-Arena sieht ganz schön mitgenommen aus. Jetzt wäre ein guter Zeitpunkt, einen neuen auszurollen – ansonsten braucht es wohl viel gutes Wetter und viel Liebe von den Greenkeepern.
Nächstes Spiel: Am Mittwoch (19 Uhr) Hessenpokal-Halbfinale in Ober-Roden. In der Liga geht es erst am übernächsten Sonntag in Aachen weiter.
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Foto: Screenshot Magenta Sport
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Tja, sehr schade.
Eine Übermannschaft war Rostock auch nicht. Es fehlen wohl immer noch spielerische Ideen in der Offensive.
Die Flanken waren in der Tat nicht das ideale Mittel und da verstehe ich nicht, warum das immer wieder versucht wird.
Rein theoretisch kann man oben noch mal ran rutschen, aber leicht wird es nicht.
Das Restprogramm ist ja durchaus abwechslungsreich, Osnabrück und Cottbus, Havelsee Aue als Gegensatz und dann so Mittelfeldteams.
Die Frage ist jetzt, wie schafft man in der Länderspielpause die Motivation hoch zu halten!