3. Liga, 8. Spieltag: FC Ingolstadt – SVWW 2:4

Tore: 0:1 Hübner (59.), 0:2 Paula (71.), 1:2 Schultz (73., Eigentor), 2:2 Ugondu (82.), 2:3 Kalem (88.), 2:4 Fechner (90.+1)

Das Spiel in maximal fünf Worten: Wechselbad der Gefühle.

Das Spiel in etwas mehr als fünf Worten:
Jochen Seitz schickte bei seinem Debüt erwartungsgemäß dieselbe Aufstellung wie beim Test gegen Karlsruhe ins Rennen. Schon nach wenigen Minuten gab es einen Strafstoß für den SVWW, nachdem Ingolstadts Scholz im Strafraum den Ball mit dem Oberarm gespielt hatte. Flotho, der einzige sichere Elfmeterschütze, saß auf der Bank, stattdessen trat Müller an – und schoss den Ball übers Tor. Kurz darauf gab es die nächste Hundertprozentige, als Stritzel nach einer Ecke den Ball fing und schnell und perfekt in den Lauf von Paula abschlug. Der lief alleine aufs Tor zu, scheiterte aber an Torwart Klein. Stritzel verhinderte dann die Führung der Gastgeber, bevor wieder der SVWW an der Reihe war: erst verpasste Müller bei einem Konter das Abspiel auf den besser postierten Massimo und schoss selbst (kein Problem für den Torwart), dann kam Fechner zum Abschluss (okay, aber ebenfalls pariert). Auch eine Serie von fünf oder sechs Eckbällen kurz vor der Pause führte nicht zum Tor. In der zweiten Halbzeit ging der SVWW dann doch in Führung, als nach einer Ecke der Ball nochmal in den Strafraum flog: Janitzeks Kopfball bekam Klein nicht richtig zu fassen und Hübner stocherte den Ball über die Torlinie. In der 70. Minute erhöhte Paula sehr elegant nach einem Konter auf 2:0 und wurde direkt danach ausgewechselt, weil er vorher schon angezeigt hatte, dass er raus muss. Für ihn kam Schultz, um die Innenverteidigung gegen die mittlerweile eingewechselten zusätzlichen Ingolstädter Angreifer zu verstärken. Stattdessen traf Schultz mit seiner ersten Ballberührung ins eigene Tor – sehr unglücklich, aber da konnte er wirklich nichts dafür. Statt also mit einer Zwei-Tore-Führung alles wegzuverteidigen und den einen oder anderen Konter zu setzen, hatten die Gastgeber frischen Aufwind und erzielten tatsächlich den Ausgleich. Nun war in beide Richtungen wieder alles möglich, doch der SVWW hatte das bessere Ende für sich. Erst traf Kalem nach einem überragenden Pass von Schleimer quer durch den Strafraum zur erneuten Führung, dann schickte Kalem Fechner zum finalen Konter auf die Reise, der auch noch das 4:2 erzielte.

Gut: Der neue Ansatz mit einer tiefstehender Defensive und schnellem Umschaltspiel funktionierte ziemlich ordentlich. Insgesamt hatte Ingolstadt nur wenige wirklich gefährliche Abschlüsse, während der SVWW schon in der ersten Halbzeit in Führung hätte gehen müssen.

Nicht gut: Müller bewies eindrucksvoll, warum seine Torquote im Profibereich bisher sehr überschaubar ist. Generell wird uns das Thema Abschlussqualität und Chancenverwertung wohl noch lange begleiten.

Das schreiben die anderen: WK, kicker, hessenschau

Zum Nachschauen: Magenta Sport (YouTube, Highlight-Video)

Zuschauende: 7.188, davon ca. 88 Gästefans.

Tabelle: Mit nun acht Punkten verlässt der SVWW die Abstiegsplätze und steht punkt- und torgleich mit Ingolstadt auf Rang 15.

Serien und Rekorde: Mehr als drei Tore in einem Spiel gelangen dem SVWW in der gesamten letzten Saison nur ein einziges Mal (beim 6:1 gegen Duisburg im Februar diesen Jahres). Ein Sieg trotz zwei Gegentoren gab es zuletzt in der vorletzten Saison: beim 2:3 in Ingolstadt im Mai 2025.

Ansonsten: Anhand der TV-Bilder ließ sich nicht mit absoluter Sicherheit sagen, dass der Ball beim 1:0 komplett hinter der Linie war, aber dank der Social-Media-Abteilung des SVWW sind alle Zweifel beseitigt.

Nächstes Spiel: Schon am Mittwoch (19 Uhr) zuhause gegen Alemannia Aachen.

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Foto: Raul Paula trifft zum 0:2 (Screenshot Magenta Sport)


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