3. Liga, 31. Spieltag: SV Meppen – SVWW 1:3

Tore: Vidovic (ET, 40.), Brandstetter (48.), Andrist (55.)

Das Spiel in maximal fünf Worten: Verdienter Auswärtssieg dank Doppelschlag

Das Spiel in etwas mehr als fünf Worten:
Der SV Meppen und der SVWW lieferten sich von Beginn an ein umkämpftes Duell auf einem vom Winter strapazierten braun-grünem Platz. Der SVWW hatte leichte Vorteile, ohne zwingend zu werden. Es ging vor allem über Kampf und Einsatz, technische Vorteile spielten kaum eine Rolle auf dem ramponierten Rasen. Der SVWW ging kurz vor der Pause in Führung, als Kuhn nach einer schönen Kombination Platz auf der rechten Seite hatte, mit seiner Flanke den Ex-SVWWler Vidovic am Kopf traf und dieser den Ball unhaltbar ins eigene Tor abfälschte. Vidovic trat während des ganzen Spiels in Erscheinung, blieb doch nach fast jedem Zweikampf mit ihm ein anderer Spieler des SVWW schmerzverzerrt am Boden liegen. Nach der Pause wollte Meppen laut deren Co-Trainer „nochmal alles rausfeuern“, bekam aber innerhalb der ersten zehn Minuten nach Wiederanpfiff gleich zwei eiskalte Duschen. Nach dem 0:2 (siehe Szene des Spiels) schoss Andrist im Fallen nach Vorlage von Brandstetter noch das 0:3 und machte damit den Deckel drauf. Der Rest des Spiels wurde verwaltet, Rüdiger Rehm nahm Andrist und Diawusie raus, aber auch der Rest der Mannschaft konnte dank des Vorsprungs etwas die Kräfte schonen. Das 1:3 kurz vor Schluss war nur Ergebniskosmetik und ärgerte vor allem Kolke, der wieder nicht zu Null spielen konnte.

Liebling des Spiels: Patrick Funk. Zur zweiten Halbzeit überraschend für den angeschlagenen Steven Ruprecht eingewechselt und direkt an der Entstehung der beiden Toren zum 2:0 und 3:0 beteiligt, dazu viele gewonne Zweikämpfe. Schöne Belohnung für ihn selbst, der ja momentan kaum Spielzeit bekommt.

Szene des Spiels: Das spielentscheidende 0:2 entstand aus einem Befreiungsschlag von Funk. Da Schäffler und Andrist klar im Abseits standen, schaltete die komplette Meppener Abwehr ab. Während sich Schäffler und Andrist sehr lässig Richtung Mittelline schlurften, bewegte sich Brandstetter im richtigen Moment zum Ball und schloss eiskalt vor dem alleine gelassenen Domaschke ab.

Vor dem Spiel: Fiel Sebastian Mrowca verletzt aus und hatte Moritz Kuhn noch kein Tor für den SVWW geschossen.

Nach dem Spiel: Bangen wir um den Einsatz von Steven Ruprecht und wartet Moritz Kuhn noch immer auf sein erstes Tor für den SVWW.

Das fiel auf:
+ Kampf und Einsatz stimmten.
+ Die Chancenverwertung war erneut erstklassig.
+/- Defensiv nur wenig zugelassen, aber wieder nicht zu Null gespielt.
+ Funk und Müller (erster Einsatz seit Ende September) sind wieder Alternativen auf dem Platz.
– Mrowca und Ruprecht schon wieder verletzt.
+ Moritz Kuhn nähert sich immer mehr seinem ersten Saisontreffer an. Nach diversen gefährlichen Freistößen im bisherigen Saisonverlauf zwang er nun Jovan Vidovic zum Eigentor.

Das schreiben die anderen: WK, kicker, Telekom (Video), hessenschau (mit Video)

Zuschauer: 5.456, davon etwa 60 Gästefans.

Tabelle: Dank des Karlsruher Unentschieden in Würzburg steht der SVWW nun wieder auf Platz 3 (und hat ja noch ein Spiel nachzuholen). Nach Rostock hat sich wohl auch Fortuna Köln aus dem Aufstiegsrennen verabschiedet.

Serien und Rekorde: Fünf Ligasiege am Stück gab es für den SV Wehen Wiesbaden seit Beginn der Profi-Ära noch nie. In der Rückrunde gab es bisher erst ein einziges Spiel ohne Gegentreffer, aber dafür ist man vorne geradezu zur Torfabrik mutiert.

Nächstes Spiel: Am kommenden Dienstag (19 Uhr) wird die Anfäng März ausgefallene Partie beim Chemnitzer FC nachgeholt. Die Sachsen sind als Tabellenachtzehnter akut abstiegsbedroht, haben aber aus den letzten vier Heimspielen zehn Punkte geholt. Das Hinspiel gewann der SVWW mit 2:1.

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