3. Liga, 9. Spieltag: SVWW – SG Sonnenhof Großaspach 2:0

Tore: Lorch (57.), Schäffler (86.)

Das Spiel als Alliteration: Trotz dürftiger Darbietung ein Dreier am Dienstag.

Das Spiel in etwas mehr als fünf Worten:
Rüdiger Rehm veränderte trotz englischer Woche die Startelf nur auf einer Position: Shipnoski kam für Guder, Kyereh rutschte dafür von der Außenbahn ins Sturmzentrum. Großaspach wollte in den ersten zehn Minuten den Ball überhaupt nicht haben, aber nachdem schnell klar war, dass Wehen auch nichts mit dem Spielgerät anzufangen wusste, übernahmen die Gäste mehr Initiative. Glücklicherweise wurden sie dabei kaum gefährlich, während die Hausherren ihre eigenen Angriffsbemühungen meist selbst mit grotesken Fehlpässen zunichte machten. Höhepunkte der ersten Halbzeit waren aus Wehener Sicht ein Pfostentreffer von Titsch-Rivero und ein Distanzschuss von Mintzel übers Tor. Zur zweiten Halbzeit ersetzte Schwadorf Shipnoski und insgesamt war etwas mehr Schwung in der Partie. Die Führung fiel allerdings passenderweise nach einem Eckball: Mintzel fand am langen Pfosten Lorch, der aus kurzer Distanz einnickte. Direkt danach hatte Kyereh die Chance aufs 2:0, aber der Großaspacher Torwart konnte parieren. Nach dieser kurzen aufregenden Phase dümpelte das Spiel wieder vor sich hin, bis kurz vor Schluss noch ein paar Chancen heraussprangen. Nach einer schönen Kombination über Schwadorf und Kyereh erzielte Schäffler schließlich noch den Endstand.

Liebling des Spiels: Maskottchen Taunas, der durch alle Blöcke spazierte. Vermutlich war ihm im verwaisten Familienblock langweilig.

Szene des Spiels: 86. Minute, Schwadorf startet auf der linken Seite einen Angriff, doppelter Doppelpass mit Kyereh, der schließlich durch vier Verteidiger geht und in die Mitte zu Schäffler ablegt. Der braucht dann nur noch zum 2:0 einschieben.

Vor dem Spiel: War abzusehen, dass es gegen defensivstarke Schwaben (vor dem Spieltag mit den wenigsten Gegentoren der Liga) kein Spektakel geben würde, zumal in einer englischen Woche.

Nach dem Spiel: Einfach nur froh über die drei Punkte. Wie es dazu kam, können wir getrost vergessen.

Das fiel auf:
+ Defensiv war es in Ordnung, da wurde fast nichts zugelassen.
– Offensiv jedoch eine ziemlich triste Veranstaltung. Viele Fehlpässe und Missverständnisse verhinderten meistens im Ansatz, dass es vor dem gegnerischen Tor gefährlich werden könnte.
+/- Die Einwechslungen diesmal ohne großen Effekt. Schwadorf (für Shipnoski) immerhin noch mit ein paar gelungenen Szenen, aber insgesamt wie alle anderen nicht herausragend, auch Schmidt (für Titsch-Rivero) und Kuhn (für Lorch) verbesserten das Spiel nicht merklich.

Das schreiben die anderen: WK, kicker, Telekom (Video)

Zuschauer: 1.819, davon ziemlich genau ein Dutzend Gästefans.

Tabelle: Der SVWW hat jetzt 13 Punkte und schiebt sich damit zumindest bis heute Abend auf Platz 8 vor.

Serien und Rekorde: Zum ersten Mal seit dem ersten Spieltag hat der SVWW wieder eine positive Tordifferenz.

Ansonsten: Da hat Jeremias Lorch zum ersten Mal eine Phase hat, in der er mehrmals hintereinander zum Einsatz kommt, erzielt sein allererstes Tor für Wehen, ein sehr wichtiges noch dazu – und jubelt nicht, weil es gegen seinen Ex-Verein war. Herrjeh.

Nächstes Spiel: Schon am Freitag (19 Uhr) auswärts bei Preußen Münster. Die Westfalen stehen aktuell mit 15 Punkten auf Platz 5, gestern gelang ein 4:1-Sieg bei Hansa Rostock. In der letzten Saison gewann der SVWW zuhause mit 6:2, verlor aber in Münster 0:1.

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