3. Liga, 16. Spieltag: 1. FC Kaiserslautern – SVWW 0:0

Tore:

Das Spiel als Tautogramm: Unglücklich? Unverhofft? Unentschieden.

Das Spiel in etwas mehr als fünf Worten:
Rüdiger Rehm musste weiterhin auf die verletzten Mrowca, Kuhn und Titsch-Rivero verzichten, aber immerhin war Dams wieder einsatzfähig. Dies führte dazu, dass Lorch neben Schönfeld im defensiven Mittelfeld auflief, Dittgen links verteidigte und Mintzel auf der ungewohnten Position als Rechtsverteidiger spielte. Trotz der Umstellungen übernahm der SVWW recht schnell die Initiative und spielte sich eine leichte Überlegenheit heraus, ohne jedoch gefährlich vor das gegnerische Tor zu kommen. Große Aufregung gab es nach 27 Minuten, als Schönfeld mit Tempo in den Strafraum zog und dort gefoult wurde, aber Schiedsrichter Manuel Gräfe keinen Strafstoß gab. Wenige Minuten vor der Pause gab es die erste richtige, dafür gleich dreifache Chance für die Gäste (siehe Szene des Spiels), aber es ging ohne Tore in die Kabinen. Zur zweiten Halbzeit kam Reddemann für Lorch, Dams rückte dafür auf die Sechs, aber das Spiel blieb ziemlich unverändert: Wehen gefälliger, aber Torchancen weiterhin auf beiden Seiten Mangelware, insbesondere aus dem Spiel heraus. Dafür mussten dann Standardsituationen herhalten. Zunächst Kyereh auf der einen Seite, dann Löhmannsröben für Kaiserslautern auf der anderen – letztere hatte es aber in sich, denn Kolke konnte den Ball noch gerade so eben an den Pfosten lenken und den Abpraller dann sichern. In der Schlussphase ging es dann hoch her mit mehreren Chancen für beide Mannschaften. Kolke rettete erneut sensationell, während Schwadorfs Versuch auf der Linie von einem Verteidiger vereitelt wurde. Letztlich blieb es beim torlosen Unentschieden.

Liebling des Spiels: Jules Schwadorf war einmal mehr der auffälligste Offensivakteur und wäre ihm in der 91. Minute sein erster Saisontreffer gelungen, wäre er jetzt natürlich der Held des Tages, aber so küren wir Markus Kolke, der zweimal überragend parierte und so das Zu-Null rettete.

Szene des Spiels: 42. Minute, langer Freistoß von Schmidt, Schäffler kommt frei zum Kopfball und platziert die Kugel etwas zu genau – vom Innenpfosten springt der Ball zurück, Kyereh erwischt ihn am anderen Pfosten im Fallen nicht richtig, schließlich landet die Kugel bei Lorch, aber dessen Schuss aus wenigen Metern wird von einem sich dazwischen werfenden Verteidiger abgewehrt.

Vor dem Spiel: Angesichts der personellen Ausfälle war ich eher pessimistisch.

Nach dem Spiel: Hin- und hergerissen zwischen Enttäuschung, dass der absolut machbare Dreier nicht geholt wurde, aber auch Erleichterung, dass das Spiel nicht verloren ging, denn das wäre zwar vielleicht unglücklich, aber ebenfalls durchaus möglich gewesen.

Das fiel auf:
+ Trotz einer sehr ungewohnt besetzten Abwehrreihe wurden dem Gegner nur wenige Chancen gestattet.
+ Auch das Mittelfeld funktionierte ohne Mrowca und Tisch-Rivero besser als befürchtet, gerade Schönfeld gefiel mir richtig gut.
– In der Offensive gelangen zu selten klare Aktionen, sodass die Stürmer etwas in der Luft hingen.

Das schreiben die anderen: WK, kicker, Telekom (Video)

Zuschauer: 18.716, davon etwa 350 Gästefans. Von der gefürchteten Betze-Stimmung war zumindest im Fernsehen nicht viel zu hören, stattdessen war der Wehener Anhang erstaunlich häufig zu vernehmen.

Tabelle: Der SVWW hat jetzt 24 Punkte und bleibt weiterhin Achter.

Serien und Rekorde: Generell sind Unentschieden bei Rüdiger Rehm eher selten und insbesondere auswärts für den SVWW eine echte Rarität. Dieses Spiel war das erste Remis auf fremden Platz in dieser Saison und in der ganzen letzten Saison gab es nur zwei, beide ebenfalls 0:0 (in Bremen und in Magdeburg).

Nächstes Spiel: Am kommenden Samstag (14 Uhr) kommen die Sportfreunde Lotte in die Brita-Arena. Die Westfalen hatten einen schlechten Start in die Saison (nach fünf Spielen noch kein Sieg und Tabellenschlusslicht), aber haben sich seitdem nach oben gearbeitet und stehen mit 21 Punkten nur einen Platz hinter dem SVWW in der Tabelle. Zuletzt gab es einen 1:0-Sieg gegen Rostock. In der letzten Saison gewann Wehen beide Partien gegen Lotte (1:0 auswärts und 3:1 zuhause).

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