3. Liga, 18. Spieltag: VfL Osnabrück – SVWW 2:1

Tore: Heider (37.), Alvarez (43.) – Schäffler (2.)

Das Spiel als Tautogramm: Slapstick, Schlamm und Standards.

Das Spiel in etwas mehr als fünf Worten:
Der SVWW bot die gleiche Startelf auf wie beim Heimsieg gegen Lotte, also inklusive Andrist, für den der wiedergenesene Kyereh zunächst auf der Bank blieb. Andrist war es auch, der über rechts gleich nach einer Minute den ersten Angriff initiierte. In der Defensive der Gastgeber herrschte noch Durcheinander und schließlich wurde Schäffler von einem Osnabrücker angeschossen – 1:0. Mit der frühen Führung im Rücken ließ der SVWW den Tabellenführer zunächst kaum ins Spiel kommen. Gerade als der Druck der Osnabrücker größer wurde, war Schwadorf alleine durch und hatte eine Riesenchance aufs 2:0, scheiterte aber am Torwart. Kurz darauf fiel stattdessen der Ausgleich: Ecke, Kopfball, Tor, dazu ein Brummschädel für Dams und Torschütze Heider, die mit den Köpfen aneinandergeprallt waren, aber beide weiterspielen konnten. Kurz vor der Pause kam es noch schlimmer. Einen der zahlreichen Freistöße verwandelte Alvarez mit einem perfekten Schuss zur Führung für die Gastgeber. In der zweiten Hälfte hatte Wehen einige gute Gelegenheiten zum 2:2 (Schäffler nach schönem Zuspiel von Schmidt übers Tor, Dittgen mit einem ordentlichen Distanzschuss, aber zu zentral), andererseits aber auch ein paar Mal Glück, dass Osnabrück das mögliche 3:1 verpasste. Die letzte Gelegenheit hatte Dittgen, der in der Nachspielzeit knapp an einer abgefälschten Flanke vorbeirutschte.

Liebling des Spiels: Da sich keiner richtig aufdrängt, möchte ich diesmal Niklas Schmidt loben, der immer mehr zum Dreh- und Angelpunkt im Wiesbadener Offensivspiel wird.

Szene des Spiels: 43. Minute, mal wieder Freistoß für den VfL (ob die alle immer berechtigt waren, könnte man sicher diskutieren), gut 25 Meter vor dem Tor. Osnabrücks Toptorjäger Marcos Alvarez zirkelt den Ball unhaltbar in den Winkel – kann man nix machen.

Vor dem Spiel: War absehbar, dass es beim souveränen Spitzenreiter schwer werden würde.

Nach dem Spiel: Doch etwas frustriert, dass man die etwas glückliche Führung nicht länger halten konnte. Chancen waren sowohl zum 2:0 als auch später zum Ausgleich da. Ein Punkt wäre drin gewesen, auch wenn der Sieg für Osnabrück insgesamt schon in Ordnung geht.

Das fiel auf:
+ Auch beim Tabellenführer wurde mutig nach vorne gespielt.
– Zu viele blöde Zweikämpfe verloren. Auch wenn die Lilaweißen teilweise recht schnell am Boden lagen, muss man sich da geschickter anstellen.

Das schreiben die anderen: WK, kicker, Telekom (Video), hessenschau (mit Video)

Zuschauer: 9.581, davon ca. 50 Gästefans.

Tabelle: Der SVWW bleibt weiterhin Siebter, hat aber mittlerweile sieben Punkte Rückstand auf den Relegationsplatz.

Serien und Rekorde: Nach zuvor drei Siegen verliert Rüdiger Rehm erstmals als SVWW-Trainer gegen Osnabrück. Manuel Schäffler erzielt seinen zehnten Saisontreffer und trifft damit auch in seiner dritten Saison in Wehen zweistellig. In der ewigen Drittligatorjägerliste rückt er mit nun 58 Toren auf Platz 6 vor.

Nächstes Spiel: Am nächsten Montag (19:00 Uhr, Brita-Arena) empfängt der SVWW zum Hinrundenabschluss den KFC Uerdingen. Der Aufsteiger hat das Geld seines Investors bisher gut eingesetzt und steht mit 34 Punkten auf Platz 3. Zuletzt gelangen vier Siege hintereinander. Für Wehen und Uerdingen ist es das erste Aufeinandertreffen.

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