2. Bundesliga, 8. Spieltag: SVWW – VfL Osnabrück 2:0

Tore: Dams (24.), Schäffler (83.)

Das Spiel in einem Wort: Endlich!

Das Spiel in etwas mehr als fünf Worten:
Wie allgemein gefordert und erwartet stand Bartels statt Watkowiak im Tor. Wattis Comeback ließ allerdings nicht lange auf sich warten, denn bereits beim ersten Ballkontakt zog sich Bartels eine Muskelverletzung zu und musste nach kurzer Behandlungspause ausgewechselt werden. Auch in der Folge kam erst mal nicht viel Spielfluss auf. Den Wehenern war anzusehen, dass sie aggressiver in die Zweikämpfe gehen wollten, was häufig in kleinen Fouls endete. Zwischen den vielen Unterbrechungen flog ab und zu mal ein langer Ball übers Feld, aber sehenswerte Aktionen waren Mangelware. Mitte der ersten Halbzeit sorgte dann ausgerechnet ein Eckball – bei denen üblicherweise eher Gefahr für das eigene Tor droht – für die Führung. Aigners Hereingabe verwertete Dams im Gewühl aus kurzer Distanz. Die Überprüfung durch den Videoassistenten, ob Dams zuvor den Ball mit dem Arm berührt hatte, dauerte noch eine Weile, sodass zwei Minuten später nochmal gejubelt werden durfte, als der Schiedsrichter endlich zum Anstoßpunkt zeigte. Ab dann wurde das Spiel auch besser. Nach schöner Vorarbeit von Dittgen hatte Aigner eine große Chance, schoss jedoch übers Tor. Noch knapper war es bei einem Freistoß von Kuhn, der auf der Latte landete. Kurz vor der Pause wurde es auch vor dem Wehener Tor mal gefährlich, aber der Assistent sah eine Abseitsstellung. Es ging mit 1:0 in die Pause, der ersten Halbzeitführung seit dem Spiel in Bochum. Die Erinnerung an jenes Spiel sowie das in Fürth dämpfte die Euphorie, keiner traute sich zu früh an einen Sieg zu denken, aber diesmal schienen sich die Wehener Spieler bis zum Schluss in jeden Ball werfen zu wollen und auch zu können. Auch ein Freistoß des Osnabrücker Standard-Spezialisten Alvarez blieb in der Mauer hängen. In der Schlussphase gelang Schäffler nach weitem Abschlag und Kopfballverlängerung durch Kyereh das erlösende 2:0 und tatsächlich ließ der SVWW auch danach nichts mehr anbrennen. Im Gegenteil, Kyereh und Titsch Rivero trafen direkt hintereinander jeweils nur den Pfosten. Aber ob 2:0 oder 3:0 war nebensächlich, am Ende stand der erste, langersehnte Saisonsieg fest.

Liebling des Spiels: Niklas Dams. Nicht nur wegen seines Treffers zum 1:0, sondern vor allem, weil er als zentraler Abwehrspieler den Defensivverbund zusammenhielt und selbst zahlreiche Situationen bereinigte, ein paar mal in höchster Not und noch öfter, bevor es richtig brenzlig werden konnte. Sonderlob gibt es auch für Jeremias Lorch und Jakov Medic.

Szene des Spiels: 25. Minute, die Anzeigetafel zeigt 11:0. War leider ein Fehler.

Vor dem Spiel: Rüdiger-Rehm-Sprechchöre. Die Fans wissen genau, wer für den Aufschwung der letzten zweieinhalb Jahre hauptverantwortlich ist, und stellen sich (wie übrigens auch Hock und Schäfer) hinter den Trainer.

Nach dem Spiel: Ausgelassenes Feiern, wiederum Rüdiger-Rehm-Sprechchöre und seit langer Zeit mal wieder eine Humba.

Das fiel auf:
– Dass Bartels so früh ausgewechselt werden musste, war nach dem Aufwärmen schon zu befürchten, da er dort schon offenbar Probleme am Oberschenkel hatte.
+ Die zuletzt mehrmals bemängelte Zweikampfführung war deutlich aggressiver. Das sorgte zwar auch für einige Fouls, hinderte Osnabrück aber effektiv an deren Offensivbemühungen.
+ Keine groben individuellen Fehler.

Das schreiben die anderen: WK, kicker, hessenschau

Zuschauer: 3.723, davon etwa 400 Gästefans.

Tabelle: Der SVWW hat seine Punktezahl vervierfacht, bleibt aber vorerst Letzter. Immerhin hat man wieder Kontakt zu den anderen Teams.

Serien und Rekorde: Der erste Heimsieg seit viereinhalb Monaten (damals 1:0 ebenfalls gegen Osnabrück), was auch das letzte Pflichtspiel ohne Gegentreffer war. Der erste Saisonsieg und der erste Sieg in der 2. Bundesliga seit Mai 2009. Manuel Schäffler führt mit sechs Treffern die Torjägerliste an (gemeinsam mit Ganvoula und Klos). Beide Torhüter spielen zu null, das schafft man auch nicht alle Tage.

Ansonsten: Habt Ihr Input für die nächste NEL-Folge?

Nächstes Spiel: Am kommenden Freitag (18:30 Uhr) auswärts beim VfB Stuttgart.

Kev Schö (@kevner)

Heyho,
Als Thema für NEL wäre vllt. der aktuelle Stand des Westtribünenneubau, denn gefühlt passiert da seit Monaten nix mehr?!?

Weiterhin freue ich mich natürlich wieder sehr aufs Groundhopping 😉

Liebe Grüße,
Euer Kev

Walgenital

Ich habe öfter den Eindruck nach dem Spiel sieg oder Niederlage klatschen sie ein paar mal und verschwinden dann in der Kabine.
Außerhalb des Spiels ist das natürlich was anderes.
Sich richtig feiernlassen nach dem ersten saison Sieg musste man sie ja fast schon zwingen.
Auf der gegenüberliegenden Seite stehen sie teilweise 5 Minuten bei den Fans.

Hab den Podcast mal wieder im zug gehört gerne alle 2 Wochen 🙂

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