3. Liga, 17. Spieltag: VfL Osnabrück – SVWW 0:1
Tor: 0:1 Kaya (33.)
Das Spiel in maximal fünf Worten: Ein Schuss, ein Tor.
Das Spiel in etwas mehr als fünf Worten:
Daniel Scherning schickte eine gegenüber dem Heimsieg gegen Aue fast unveränderte Startelf in die 25. Auflage des Drittliga-Klassikers beim VfL Osnabrück, nur Bogicevic durfte statt Fechner im Mittelfeld beginnen. Der SVWW kam gut in die Partie, störte den Gegner früh und war in der Anfangsphase die bessere Mannschaft. Nach einer Viertelstunde wurden die Gastgeber dann stärker und hatten Mitte der ersten Halbzeit auch einige gute Chancen in kurzer Folge. Ziemlich aus dem Nichts erzielte Kaya dann die Führung für den SVWW (s. u.), die zu diesem Zeitpunkt ziemlich glücklich war. Der VfL war kurz geschockt, bemühte sich aber schnell um den Ausgleich. Viele Flanken flogen in den Wehener Strafraum und obwohl die SVWW-Defensive nicht so oft wie sonst die Kopfballduelle gewann, ging es ohne Gegentreffer in die Pause. In der zweiten Halbzeit konnte der SVWW die Partie ein wenig ausgeglichener gestalten und hatte einige vielversprechende Kontergelegenheiten, die aber ungenutzt blieben. Die beste Chance hatte Wohlers mit einem Schuss knapp am Tor vorbei. Osnabrück versuchte alles, hatte aber nicht die zündenden Ideen, wie man Brdar im Wehener Tor überwinden könnte. Dieser behielt zum zweiten Mal in seiner noch jungen Profikarriere die „weiße Weste“ und durfte mit seinen Kollegen den zweiten Sieg in Folge feiern.
Liebling des Spiels: Fatih Kaya. Der Kapitän wurde auch hier das eine oder andere Mal kritisiert, aber wenn er dann solche Dinger raushaut…
Szene des Spiels: 33. Minute, Johansson hält seinen Fuß in einen Osnabrücker Pass und der Ball springt zu Kaya, der aus 25 Metern einfach mal draufhält und ähnlich wie Agrafiotis letzte Woche perfekt in den Torwinkel trifft.
Vor dem Spiel: Die bange Frage, ob sich die schlechte Bilanz gegen die Topteams der Liga fortsetzt oder sich die traditionell gute Ausbeute gegen Osnabrück durchsetzt.
Nach dem Spiel: Hat der SVWW seinen Ruf als Osnabrücks Angstgegner mal wieder bestätigt.
Das fiel auf:
+/- Dass man gegen die Mannschaft mit den ligaweit wenigsten Gegentoren nicht allzu viele Chancen haben würde, kam nicht überraschend, zumal man selbst nicht gerade als Torfabrik bekannt ist. Umso besser, dass man die erstbeste Gelegenheit nutzen konnte (die ja natürlich auch keine Großchance war).
+ Zwar hat der SVWW ungewöhnlich viele Kopfballduelle verloren, sich dafür aber auch sonst in jeden Ball reingeschmissen, sodass am Ende gar nicht so viele Schüsse aufs Tor gingen – und da steht Noah Brdar so sicher, dass man schnell vergisst, dass er erst fünf Profispiele absolviert hat.
+/- Nach fünf Spielen ohne Einsatz, einige sogar ohne Kadernominierung, durfte Sascha Mockenhaupt mal wieder mitspielen, wenigstens für die letzten 20 Minuten.
Das schreiben die anderen: WK, kicker, hessenschau
Zum Nachschauen: Magenta Sport (YouTube, Highlight-Video), Hessenschau (Highlights), NDR (komplettes Spiel)
Zuschauende: 14.212, davon knapp 100 Gästefans.
Tabelle: In der Tabelle macht der SVWW nur einen Platz gut (jetzt 11.), ist aber mit nun 25 Punkten wieder näher an den Auf- als an den Abstiegsplätzen.
Serien und Rekorde: Zum ersten Mal in dieser Saison gewinnt der SVWW zwei Spiele hintereinander. Zum dritten Mal in Folge gewinnt man in Osnabrück ohne Gegentor.
Nächstes Spiel: Am kommenden Sonntag (13:30 Uhr) zuhause gegen Energie Cottbus.
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Foto: Screenshot Magenta Sport
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