Die Wehenschau (KW 12/2026)

Nach dem Spitzenspiel ist vor dem Spitzenspiel. Oder wenn schon nicht Spitzenspiel, dann wenigstens Verfolgerduell, denn der kommende Gegner Hansa Rostock ist wie zuletzt 1860 München noch mittendrin im Aufstiegsrennen. So wie auch der SV Wehen Wiesbaden, der in München zwar nicht gewinnen konnte, aber nach zuvor zwei wirklich schwachen Auswärtsspielen eine gute Leistung gezeigt hat. Zuhause hat man sich ohnehin zu einer Macht entwickelt: alle sieben Heimspiele seit Daniel Schernings Amtsantritt wurden gewonnen. Sollte das auch am Freitagabend gelingen, wäre der SVWW weiterhin ein heißer Kandidat für Platz 3 – oder sogar besser?

Dass sein Ziel mit dem SVWW selbstverständlich der Aufstieg ist, zumindest innerhalb seiner Vertragslaufzeit bis 2028, hat Daniel Scherning auch im 4zu3-Podcast von Magenta Sport betont (Link führt zu YouTube, der Podcast ist aber auch über die anderen üblichen Plattformen zu finden).

Auch Sascha Mockenhaupt gab ein Interview und zwar bei liga3-online.

Rund um das Spiel am Freitag gibt es anlässlich des Weltwassertags diverse Aktionen. Zum einen tritt man wie schon in den Vorjahren in blauen Sondertrikots mit Wassertropfen-Logo an, die im Anschluss zugunsten von Plan International versteigert werden. Somit spielt der SVWW zum zweiten Mal in einer Saison in Sondertrikots – das dürfte eine Premiere sein. Eine weitere Premiere ist, dass im Stadion kostenlos Trinkwasser ausgegeben wird. Geschäftsführer Keller wird nicht müde zu betonen, dass er diese Idee schon vor Amtsantritt hatte. Nunja, hier im Stehblog haben wir uns das schon 2013 gewünscht, aber schön, dass es nun endlich umgesetzt werden konnte. Schön ist auch, dass Kinder unter 14 Jahren freien Eintritt haben.

Übrigens gibt es am Freitag noch ein weiteres Jubiläum zu feiern, denn der SV Wehen wurde genau vor 80 Jahren, am 20. März 1946 neugegründet, nachdem der Verein 1933 zwangsweise aufgelöst worden war.


In der Länderspielpause in der kommenden Woche wird der SVWW bekanntlich in Ober-Roden im Hessenpokal spielen. Fehlen wird dabei Ben Nink, der erneut zur U19-Nationalmannschaft eingeladen wurde. Ibrahim Ati Allah wurde für den erweiterten Kader nominiert und könnte ggf. nachrücken.


In der Hochschul- und Landesbibliothek in der Rheinstraße gibt es seit neuestem eine Ausstellung zur Frühzeit des Ballsports (Fußball, Handball, Hockey) in Wiesbaden. Um den SVWW geht es war weniger (eher: gar nicht), aber interessant ist das sicherlich trotzdem.


Was, wann, wo: 3. Liga, 30. Spieltag, Freitag, 20. März, 19:00 Uhr, zuhause gegen Hansa Rostock

Der Gegner: Der FC Hansa hing in der Hinrunde den Erwartungen noch etwas hinterher, steigerte sich aber und hatte bis zur Winterpause schon den Anschluss zu den Aufstiegsplätzen geschafft. Dort hält man sich seitdem, obwohl man den Verlust des achtfachen Torschützen Ryan Naderi (für angeblich mindestens sechs Millionen Euro zu den Glasgow Rangers) zu verkraften hatte. Zuletzt gewann Rostock 5:1 gegen Duisburg, also ähnlich deutlich wie vor ein paar Wochen der SVWW. Damit steht die Mannschaft von Trainer Daniel Brinkmann aktuell auf Platz 6, zwei Punkte vor Wehen. Die beiden Ex-SVWWler Florian Carstens und Ahmet Gürleyen sind in der Innenverteidigung gesetzt, der ehemalige Wehener Jugendspieler Christian Kinsombi kommt hauptsächlich als Joker zum Einsatz.

Das Spiel in der Hinrunde verlor der SVWW mit 0:3.

Der Direktvergleich ist aus Wehener Sicht nach 25 Aufeinandertreffen negativ: 8S/6U/11N. Die letzten vier Heimspiele konnte man aber gegen Hansa gewinnen.

Personelles: Hübner und May haben ihre Gelb- bzw.- Rot-Sperren abgesessen, aber May muss aufpassen, dass er sich nicht die zehnte gelbe Karte einhandelt und gleich wieder gesperrt wird. Das gilt auch für Janitzek (steht ebenfalls bei neun gelben Karten) und Greilinger (vier).

Aufstellungstipp: Brdar – Mockenhaupt, Gillekens, Hübner, Janitzek, May – Fechner, Gözüsirin – Kaya, Flotho, Johansson

Nach dem Spiel wird der SVWW auf Platz 6 bis 8 stehen.

Ansonsten: Hansa Rostock rechnet mit 1.500 Auswärtsfahrern.


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