Die Wehenschau (KW 14/2026)

Die letzte Länderspielpause der Saison ist geschafft, jetzt geht es in den Liga-Endspurt: fünf Spiele stehen im April auf dem Plan, drei im Mai und dann ist die Drittliga-Saison 2025/26 auch schon wieder vorüber. Mit einer kleinen Chance auf eine Verlängerung in Form von zwei Relegationsspielen, ansonsten bildet das Hessenpokalfinale am 23. Mai den Saisonabschluss für den SV Wehen Wiesbaden. Die bisher noch nicht terminierten Ligaspiele haben mittlerweile auch genau Anstoßzeiten bekommen.

Auf die Eröffnung der nächsten Saison können wir uns jetzt schon freuen, denn niemand Geringeres als der FC Bayern München kommt am 25. Juli anlässlich des 100-jährigen Vereinsjubiläums in die Brita-Arena. Nach dem DFB-Pokalspiel im vergangenen August kann der Besuch des Rekordmeisters meinetwegen gerne ein jährliches Ritual werden, egal ob als Pflicht- oder Freundschaftsspiel.

Es gab noch weitere gute Nachrichten in der vergangenen Woche. Nach dem erfolgreichen Hessenpokal-Halbfinale trat der SVWW einen Tag später zu einem Testspiel beim Karlsruher SC an. Gut war nicht nur, dass man durch einen Treffer von Bogicevic das Spiel mit 1:0 gewann, sondern dass dabei zahlreiche Spieler Spielpraxis unter wettkampfähnlichen Bedingungen bekamen, die zuletzt außen vor waren, sei es wegen Verletzungen oder weil es meist nicht zu einem Platz im Spieltagskader reicht. Im Tor durfte Stritzel über eine Stunde ran, danach kam Ludwig. Kiomourtzoglou und Suarez bekamen die vollen 90 Minuten und in der Schlussphase gab Stehle sein Comeback. Außerdem durften die A-Jugendlichen Amir Bennis und Jermaine Ngwa erstmals bei den Profis mitspielen. Johansson musste mit einer Wunde früh runter, aber das ist hoffentlich nichts Ernstes. Es könnte also sein, dass Trainer Scherning gegen Aachen erstmals den kompletten Kader gesund zur Verfügung und somit die Qual der Wahl hat.

Auch für Ben Nink verlief die letzte Woche mit der U19-Nationalmannschaft erfolgreich. Während die Mannschaft ohne ihn nur ein Unentschieden gegen Schweden holte, spielte er bei den Siegen gegen Griechenland und Österreich durch und trug zum Erreichen der EM-Qualifikation bei.


Noch ein paar Lesetipps:

  • Sonja hat sich für die Hessenschau auf Spurensuche begeben, warum der SVWW seit Jahren regelmäßig gute Stürmer findet.
  • Die Vorschläge zur Regionalliga-Reform werden konkreter.
  • Die Liste der prominenten Teilnehmer am Langholz-Cup am 30. Mai in der Brita-Arena wird immer länger.

Was, wann, wo: 3. Liga, 31. Spieltag, Sonntag, 5. April, 19:30 Uhr, auswärts bei Alemannia Aachen

Der Gegner: Die Alemannia stand zur Winterpause auf einem Abstiegsplatz, hat aber in der Rückrunde jetzt schon mehr Punkte (23) als in der Hinrunde geholt (21). Der Trainerwechsel im November hat sich also ausgezahlt, als zweitbeste Rückrundenmannschaft und insgesamt Tabellenzehnter hat das Team von Mersad Selimbegovic mit dem Abstieg längst nichts mehr zu tun. Zuletzt gelangen vier Siege in Folge, wobei vor allem das 4:1 gegen Cottbus im letzten Heimspiel aufhorchen ließ. Dabei stellen die Aachener mit Lars Gindorf den aktuell besten Torschützen und Scorer der Liga (20 Tore, 11 Vorlagen). Auch Mika Schroers (13 Tore, 8 Vorlagen) hat bessere Zahlen als jeder einzelne Spieler des SVWW. Der nach Saisonbeginn von Wehen nach Aachen gewechselte Marius Wegmann ist in der Innenverteidigung gesetzt und hat kürzlich gegen Cottbus sogar sein erstes Drittligator erzielt, während Jeremias Lorch verletzungsbedingt erst auf neun Einsätze kommt.

Das Spiel in der Hinrunde verlor der SVWW mit 1:2, danach wurde Nils Döring freigestellt.

Der Direktvergleich spricht nach zehn Begegnungen mit 6S/2U/2N für den SVWW, wobei der einzige Wehener Sieg in Aachen aus der Zweitligasaison 2007/08 stammt.

Personelles: Wie oben erwähnt kann Scherning aus dem Vollen schöpfen, es stehen nach aktuellem Stand alle Spieler zur Verfügung. May, Janitzek und Greiliniger sind bei der nächsten gelben Karte gesperrt.

Aufstellungstipp: Brdar – Mockenhaupt, Gillekens, Hübner, Janitzek, May – Bogicevic, Gözüsirin, Kalem – Kaya, Flotho

Nach dem Spiel wird der SVWW auf Platz 7 bis 8 stehen. Wahrscheinlich steht dann außerdem auch rechnerisch der Klassenerhalt fest.

Foto: Peter Tritthart (Wikipedia)


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