DFB-Pokal, 1. Runde: SVWW – Bayer Leverkusen 0:4

Tore: 0:1 Schick (43.), 0:2 Vazquez (47.), 0:3 Tella (69.), 0:4 Kofane (79.)

Das Spiel in maximal fünf Worten: Erste Halbzeit okay, letztlich chancenlos.

Das Spiel in etwas mehr als fünf Worten:
Daniel Scherning veränderte die Startelf deutlich, vor allem Brdar statt Stritzel im Tor war überraschend. Bei den Gästen war Andrich nicht im Kader und verfolgte die Partie von der Tribüne aus. Das Spiel war wie erwartet, Leverkusen dominierte und suchte die Lücke in der Wehener Defensive, die jedoch aufmerksam war und wenig Abschlüsse zuließ. Nach einer Viertelstunde war der Ball zwar einmal im Netz, aber Schick zuvor klar im Abseits. Der SVWW hatte ein paar wenige Offensivaktionen, die der Leverkusener Hintermannschaft aber keine größeren Probleme bereiteten. Kurz vor der Halbzeitpause fiel dann etwas unglücklich doch das 0:1, als ein halb abgewehrter Ball Schick vor die Füße fiel und dieser trocken abstaubte. Tor kurz vor der Pause ist doof, Tor kurz nach der Pause noch doofer und genau das passierte: Brdar parierte noch einen Schick-Kopfball, aber Vazquez verwandelte aus spitzem Winkel. Anders als letztes Jahr gegen Bayern kam es diesmal nicht zur wundersamen Aufholjagd, im Gegenteil fand der SVWW offensiv fast gar nicht mehr statt. Ein Schussversuch von Gözüsirin aus 35 Metern, der Richtung Eckfahne abdrehte, sah dann schon sehr nach Verzweiflungstat aus. Janitzek gab dann ein Flo-Carstens-Double und ließ sich bei einem Ausflug zur Mittellinie den Ball abnehmen, kurz danach stand es 0:3. Es folgte noch das vierte Gegentor, aber das war dann auch schon egal.

Gut:

  • Erstmals gab es eine Choreo über das gesamte Stadion. Die Papptafeln auf den Sitzplatztribünen verloren sich zwar etwas, aber das Riesenbanner mit Personen und Szenen aus der Vereinsgeschichte über die komplette Nordwand war fantastisch. Großer Dank und Lob an alle, die daran mitgewirkt haben. (Für alle anderen: werft gerne mal was in die Sammelbüchsen oder spendet nach dem Spiel Eure Getränkebecher.)
  • Erfreuliche Trikotvielfalt bei den Gästefans, vom aktuellen Design über Kießling bis zu Talcid- und Aspirin-Werbung war alles dabei – Daumen hoch.
  • Scherning hat sich was getraut und die Startelf ordentlich durchgerüttelt.

Nicht gut:

  • Am Ende ist es aber auch fast egal, wer spielt. Für eine Halbzeit konzentrierter Abwehrarbeit reicht es, für mehr aber auch nicht.

Das schreiben die anderen: WK, kicker, hessenschau

Zum Nachschauen: Sportschau (Highlight-Video)

Zuschauende: 12.000, davon 3.500 Gästefans. Offiziell also ausverkauft, auch wenn es sehr danach aussah, dass nicht alle der Ticket-Rückläufer abgesetzt werden konnten.

Serien und Rekorde: Nach drei knappen Erstrundenergebnissen setzte es diesmal die höchste Pokalniederlage der Vereinsgeschichte. Wir warten also weiter auf eine richtige Pokalsensation, denn noch nie konnte Wehen gegen eine zwei Ligen höher spielende Mannschaft gewinnen.

Nächstes Spiel: Am kommenden Samstag (14 Uhr) zuhause gegen Rot-Weiss Essen.

Foto: Choreo mit Riesenbanner über die gesamte Nordtribüne, Quelle Instagram


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