Die Wehenschau (KW 43/2026, Teil 1)
Die erste englische Woche nach dem gefühlten Neustart hat der SV Wehen Wiesbaden sehr gut überstanden. Nach zwei Siegen kann man mit dem Unentschieden in Regensburg absolut zufrieden sein, zumal man auch gegen den bisher recht treffsicheren SSV Jahn ohne Gegentor blieb und es traditionell für den SVWW in Regensburg selten etwas zu holen gibt. Viel Zeit zum Durchpusten gibt es aber nicht, denn in diesem vollgepackten Oktober steht direkt die nächste englische Woche an. Im Hessenpokal geht es nach Frankfurt-Bornheim, aber nicht zum „großen FSV“, sondern zum kleineren Nachbarn. Der SVWW ist natürlich der klare Favorit, aber wir wissen ja, Pokal und so.
Anders als zuletzt in der Liga wird der SVWW wohl kaum aus dem „tiefen Block“ heraus auf Umschaltmomente lauern können, sondern wird aller Voraussicht nach selbst die meiste Zeit den Ball haben und versuchen müssen, eine dicht gestaffelte gegnerische Abwehr zu knacken. So könnte das trotz eines auf dem Papier deutlichen Klassenunterschieds zu einer interessanten Angelegenheit werden. Auf wirkliche Spannung (so wie beispielsweise letztes Jahr in Fernwald) könnte ich dennoch getrost verzichten.
Was, wann, wo: Hessenpokal, Achtelfinale, Mittwoch, 21. Oktober, 19:00 Uhr, auswärts bei der SG Bornheim Grün-Weiß
Der Gegner: Die Bornheimer stehen in der Verbandsliga Hessen-Süd nach dem 13. Spieltag und zuletzt zwei Niederlagen in Folge auf Platz 7. Im Hessenpokal hat man in der ersten Runde im Elfmeterschießen bei der SG Orlen und in der zweiten Runde überraschend mit 3:1 gegen den Hessenligisten Türk Gücü Friedberg gewonnen – der SVWW sollte also gewarnt sein. Teklu Tewalde, der beim letzten Aufeinandertreffen eine Ecke direkt verwandelte, ist nach einem Abstecher zum Rödelheimer FC wieder zurück in Bornheim.
Die letzte Begegnung war vor vier Jahren, ebenfalls im Hessenpokal-Achtelfinale, ein wilder 7:3-Sieg.
Der Direktvergleich beschränkt sich auf das oben erwähnte Spiel, also 1S/0U/0N.
Personelles: Nach der englischen Woche in der Liga und – bei allem Respekt – gegen einen Sechstligisten wird Seitz sicherlich mindestens die halbe Startelf austauschen, sowohl um einigen Stammspielern eine Pause als auch um den anderen ihre Spielzeit zu gönnen. Ich könnte mir sogar eine fast vollständige Rotation vorstellen.
Aufstellungstipp: Brdar – Nink, Schultz, Neubert, May – Gözüsirin – Hercher, Chaikhoun, Bogicevic, Kalem – Müller
Nach dem Spiel wird der SVWW hoffentlich im saisonübergreifend neunten Hessenpokalspiel in Serie ungeschlagen sein.
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