Die Wehenschau (KW 43/2026, Teil 2)

Der Zuschauerschnitt bei Heimspielen des SV Wehen Wiesbaden liegt in dieser Saison aktuell bei 4.832, was rund 400 (oder etwa 9%) über dem Durchschnitt der vergangenen Saison ist. Das hat freilich weniger mit den eigenen Leistungen zu tun, die in den ersten Spielen eher dazu geeignet waren, Leute vom Stadionbesuch abzuhalten, sondern mit den Gegnern, die allesamt überdurchschnittlich viele Fans mitbringen. Gegen Münster, Essen, Mannheim, Duisburg und Aachen waren die Gästeblöcke jeweils gut gefüllt, aber damit ist jetzt bis zur Winterpause Schluss. Gegen Großaspach, Havelse und Stuttgart II wird die Anzahl der Gästefans wohl jeweils im zweistelligen Bereich bleiben, nur bei Meppen ist anzunehmen, dass sich Block S18 zumindest einigermaßen füllt. Glücklicherweise ist beim SVWW seit dem Trainerwechsel und den folgenden guten Ergebnissen eine neue Aufbruchstimmung eingezogen, sodass hoffentlich auch wieder ein paar mehr Fans den Heimbereich bevölkern. Macht Ihr, die Ihr das hier lest, ruhig ein bisschen Werbung im Freundes- und Bekanntenkreis, denn die Mannschaft beginnt gerade, sich wieder mehr Unterstützung zu verdienen.

Passend dazu gibt es seit dem letzten Heimspiel auch wieder organisierten Support von der Nordtribüne, nachdem die aktive Szene diesen aufgrund eines internen Konflikts für einige Spiele eingestellt hatte, siehe dazu auch die Stellungnahme von Supremus Dilectio. Gegen Aachen gab es nun sowohl zentral hinter dem Tor als auch am früheren Standort in N6 weiter Richtung Westtribüne jeweils eine Gruppe mit Gesang und kleineren Fahnen. Wo ich selbst künftig stehe, weiß ich noch nicht genau, bin ich doch im Laufe der Jahre schon mehrmals ausgewichen, wenn sich große Fahnen in meinem Blickfeld ausbreiteten.


Eine schlimme Meldung gab es im Nachgang zum letzten Ligaspiel in Regensburg. Vier Wehener Fans wurden auf dem Rückweg in ihrem Auto überfallen. Aufgrund der Umstände liegt es nahe, dass es sich um eine geplante Aktion handelte. Das hat Fanrivalität nun gar nichts mehr zu tun. sondern ist schlichtweg kriminell und verabscheuungswürdig. Hoffen wir, dass die Täter ermittelt und entsprechend strafrechtlich belangt werden.


Durch den 11Freunde-Newsletter wurde ich heute auf die Ausstellung „Kurvenkleber – Haftung. Haltung. Raum“ aufmerksam. Es geht um Fußballaufkleber als Teil von Fankultur und politischer Kommunikation im öffentlichen Raum. Die Ausstellung läuft bis Januar in Berlin und soll danach auf Tour gehen – hoffentlich auch ins Rhein-Main-Gebiet. Vielleicht wollt Ihr ja auch ein paar Sticker mit SVWW-Bezug beisteuern?


Liga3-online hat nachgeschaut, wie es den Sommerabgängen des SVWW bei ihren neuen Verein bisher so ergangen ist. Das freut mich, dann kann ich mir die Arbeit sparen und stattdessen einfach auf den Artikel verlinken.


Was, wann, wo: 3. Liga, 11. Spieltag, Samstag, 24. Oktober, 14:00 Uhr, zuhause gegen die SG Sonnenhof Großaspach

Der Gegner: Die SG Sonnenhof Großaspach ist sechs Jahre nach dem Abstieg in diesem Sommer in die 3. Liga zurückgekehrt. Zwischenzeitlich ging es sogar bis in die Oberliga runter, doch mit Trainer Pascal Reinhardt gelangen zuletzt zwei Aufstiege in Folge. In dieser Saison wechseln sich Siege, Unentschieden und Niederlagen ab und aktuell steht man mit 12 Punkten auf Platz 15 und nur aufgrund der schlechteren Tordifferenz hinter dem SVWW. Das Auf und Ab zeigte sich komprimiert auch in der letzten Woche: erst ging man 1:5 gegen Mannheim unter, holte dann ein spätes 2:2 bei Viktoria Köln und gewann schließlich mit 3:2 nach 0:2-Rückstand gegen Münster. Im Tor steht der mittlerweile 32-jährige Max Reule, der von 2015 bis 2017 beim SVWW zweiter Torwart war.

Die letzte Begegnung war ein Wehener 3:2-Auswärtssieg in Großaspach in der Aufstiegssaison 2018/19. Das 1:0 für Großaspach war ein Eigentor von Mockenhaupt, eingeleitet vom heutigen Wehener Philipp Hercher.

Der Direktvergleich geht nach zehn Begegnungen (alle in der 3. Liga) mit 6S/2U/2N klar an den SVWW, nachdem man die letzten vier Partien gewinnen konnte.

Personelles: Gözüsirin ist nach abgesessener Sperre wieder einsatzberechtigt – möglicherweise verdrängt er Brandt oder Fechner auf die Bank, wobei diese aufgrund der letzten Spiele einen kleinen Vorteil haben dürften. Karweina, Suarez und Stehle fehlen weiterhin.

Aufstellungstipp: Stritzel – Nink, Hübner, Janitzek, Greilinger – Brandt – Massimo, Schleimer, Fechner, Paula – Müller

Nach dem Spiel wird der SVWW auf Platz 8 bis 19 stehen.


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