3. Liga, 11. Spieltag: SVWW – Sonnenhof Großaspach 7:1

Tore: 1:0 Müller (16.), 2:0 Hübner (30.), 3:0 Massimo (35.), 3:1 Molinari (39.), 4:1 Greilinger (50.), 5:1 Paula (66.), 6:1 Fechner (72.), 7:1 Kalem (90.+1)

Das Spiel in maximal fünf Worten: Fast jeder Schuss ein Treffer.

Das Spiel in etwas mehr als fünf Worten:
Jochen Seitz schickte die erwartete Startelf ins Spiel. Diese kam anfangs kaum aus der eigenen Hälfte, weil die Gäste hoch anliefen und man den Ball offensichtlich nicht einfach nach vorne schlagen wollte. Nach einer Viertelstunde nutzte Müller die erste Chance nach schöner Einzelleitung und mit etwas Glück, weil sein Schuss von Schleimer noch abgefälscht war. Bei einem Freistoß gelang der Ball nach einer einstudierten Kombination über Brandt und Schleimer zu Hübner, der aus kurzer Distanz zum 2:0 einköpfte. In den letzten beiden Partien kam Großaspach jeweils nach 0:2-Rückstand zurück, sodass logischerweise so schnell wie möglich ein 3:0 her musste. Und so kam es auch: Balleroberung von Fechner im Mittelkreis, Pass von Paula nach rechts auf Massimo und dieser schoss den Ball einfach mal mit Schmackes in den Winkel. Dies weckte die Gäste endgültig auf und einen Steckpass mit anschließendem trockenen Abschluss später stand es nur noch 3:1. Großaspach machte nun Druck und hatte sogar die Chance aufs 3:2, aber es blieb zur Pause beim Zwei-Tore-Vorsprung. Für die zweite Halbzeit war die Marschrichtung klar: möglichst bald das 4:1 nachlegen, um die Gäste gar nicht erst ins Spiel zurückkommen zu lassen. Greilinger hatte zugehört und traf schon fünf Minuten nach Wiederanpfiff. Aber damit war noch lange nicht Schluss. Gästekeeper Reule kam weit aus seinem Strafraum, um Massimo bei einem Konter den Ball wegzugrätschen, doch Paula war zur Stelle und schoss von der Mittellinie aufs leere Tor. Gegen Aachen flog ein sehr ähnlicher Versuch von Schleimer noch knapp am Tor vorbei, aber diesmal klappte so ziemlich alles. Nach dem fünften Tor durch den fünften unterschiedlichen Torschützen stellte man fest: Fechner fehlt noch. Und natürlich traf auch dieser an diesem Wünsch-Dir-was-Tag zum 6:1. Zur Abwechslung ließ der SVWW dann in Person von Schleimer auch mal eine Großchance aus. In der Nachspielzeit flankte der eingewechselte May auf den ebenfalls eingewechselten Kalem am zweiten Pfosten, der den 7:1-Endstand erzielte. Nur der arme Flotho ging leer aus, wird das jedoch an diesem außergewöhnlichen Tag verschmerzen können.

Gut: Puh, wo anfangen, wo aufhören? Müller nach Tor im Hessenpokal nun auch mit Ligatreffer. Nach der erfolgreichen Eckenvariante gegen Aachen klappt diesmal auch eine einstudierte Freistoßvariante. Paula mit einem 50-Meter-Tor für jeden Jahresrückblick. Fechner trifft schon wieder.

Nicht gut: Das Gegentor ging etwas zu leicht, da war man mal etwas unkonzentriert. Wenn in der Großaspacher Druckphase direkt danach ein zweites Gegentor gefallen wäre, hätte es etwas stressig werden können.

Das schreiben die anderen: WK, kicker, hessenschau

Zum Nachschauen: Magenta Sport (YouTube, Highlight-Video)

Zuschauende: 2.948, davon etwa 30 Gästefans, die nach dem 6:1 eine Polonaise durch W19 machten.

Tabelle: Vor den Sonntagsspielen steht der SVWW auf Platz 9 und wird wahrscheinlich auch am Ende des Spieltags erstmals in dieser Saison in der oberen Tabellenhälfte platziert sein. Durch den Kantersieg hat man auch erstmals eine positive Tordifferenz.

Serien und Rekorde: Der höchste Heimsieg der Wehener Drittligageschichte und insgesamt der zweithöchste, nur übertroffen vom 7:0 in Köln 2018. Sieben verschiedene Torschützen einer Mannschaft in einem Spiel dürfte mindestens in der 3. Liga ein Rekord sein. Unter Seitz ist der SVWW weiter ungeschlagen und in diesen vier Spielen die erfolgreichste Mannschaft der Liga.

Ansonsten: Der Support von zwei verschiedenen Gruppen klappte überwiegend gut, auch wenn zwischendurch mal parallel zwei verschiedene Lieder gleichzeitig gesungen wurden (und unbeteiligte Dritte dann absichtlich etwas anderes anstimmten). Zwischendurch war sogar mal Platz für den bei den Ultras sonst so verpönten Wechselgesang „Wehen – Wiesbaden“.

Nächstes Spiel: Am nächsten Samstag (14 Uhr) auswärts beim SC Verl.


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