Einmal Rupert und zurück

3. Liga, 15. Spieltag: Hallescher FC – SV Wehen Wiesbaden 3:1 (Tor: Jänicke)

Das Spiel in maximal fünf Worten: Überwiegend harmlos.

Das Spiel in etwas mehr als fünf Worten:
Auf beiden Seiten gab es ein paar Chancen, die allerdings nur Halle auch verwerten konnte. Insgesamt deutlich zu wenig zwingende Aktionen des SVWW, der sich von engagierten Gastgebern zu häufig den Schneid abkaufen ließ.

Liebling des Spiels: Die Onefootball-App, die mal wieder ein Phantomtor gemeldet hat und mich so wenigstens ein paar Minuten im Glauben ließ, der SVWW habe ausgeglichen.

Szene des Spiels: 60. Minute, Ecke für Halle. Den ersten Kopfball aufs Tor wehrt Book auf der Torlinie noch artistisch ab, beim zweiten Versuch kann er auch nicht mehr retten – 2:0, die Vorentscheidung.

Vor dem Spiel: Vertrat mich Sonja nicht nur hier im Blog, sondern auch bei der Mitteldeutschen Zeitung.

Nach dem Spiel: Konnte ich mich wenigstens an einigen Ergebnissen aus der ersten Liga erfreuen.

Das fiel auf:
– Beim ersten Gegentor sah Nico Herzig reichlich alt aus, als er nach einem simplen Wackler seines Gegenspielers ins Straucheln geriet und so die Schussbahn frei machte.
– Kurz vor Ende der ersten Halbzeit hätte es durchaus einen Elfmeter für den SVWW geben können, als Vunguidica im Strafraum zu Fall kam. Sicher kein schweres Foul, aber eine leichte Berührung reicht ja oft aus.
– Ziemlich viele Fehlpässe beim Versuch, schnell zu spielen. Das hat man in dieser Saison auch schon mal besser gesehen.
+/- Schön, dass Jänicke schon wieder getroffen hat. Auch schön, dass er es bis zur letzten Minute versucht. Allerdings völlig nutzlos, wenn es wie in der Vorwoche nur noch Ergebniskosmetik ist.
– Für den Halleschen FC, der in seinen bisherigen sieben Heimspielen gerade mal drei Tore erzielt und zwei Punkte errungen hatte, kam der SVWW gerade richtig als Aufbaugegner – wie schon im Januar, als der HFC mit einem 3:0-Sieg in der Brita-Arena seine Krise beendete.

Zuschauer: 5.483, davon etwa 20 Wehener.

Tabelle: Der SVWW bleibt bei 26 Punkten und ist nun – immerhin noch – Zweiter hinter Arminia Bielefeld (27). Es folgt Dresden mit ebenfalls 26 und dann gleich fünf Mannschaften mit 25 Punkten. Zwischen Platz 1 und 10 liegen gerade mal drei Punkte.

Serien und Rekorde: In dieser Saison war der SVWW bisher dreimal Tabellenführer und verlor dann jedesmal. Vielleicht sollte man sich besser auf einen soliden zweiten Platz konzentrieren.

Ansonsten: Das Hessenpokal-Viertelfinale beim TSV Lehnerz wurde auf das nächste Länderspielwochenende gelegt und wird somit am Samstag, den 15. November um 14 Uhr angepfiffen.

Nächstes Spiel: Am kommenden Samstag um 14 Uhr in der Brita-Arena gegen den Chemnitzer FC, der mit einem Punkt Rückstand auf den SVWW auf Platz 4 steht – vom Papier her also ein echtes Spitzenspiel. Die Sachsen führten in dieser Saison schon neun Mal die Tabelle an, haben aber von den letzten sechs Spielen nur eins gewinnen können. Zuletzt gab es ein 0:0 gegen Holstein Kiel.

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