Das Glück des Tüchtigen

3. Liga, 28. Spieltag1. FC Magdeburg – SV Wehen Wiesbaden 0:0

Das Spiel in maximal fünf Worten: Hart erarbeiteter, etwas glücklicher Punktgewinn.

Das Spiel in etwas mehr als fünf Worten:
Sebastian Mrowca durfte nach seinen zwei Kurzeinsätzen zum ersten Mal wieder von Beginn an spielen, er ersetzte den gelbgesperrten Patrick Funk. Kevin Pezzoni kehrte nach Gelbsperre zurück und Luca Schnellbacher übernahm Jules Schwadorfs Platz in der Startelf, wodurch David Blacha nach rechts rückte. Zu Beginn hatte der SVWW noch etwas Mühe, sich zu sortieren, kam aber nach einer Weile besser in die Partie und hatte das Geschehen defensiv recht ordentlich im Griff. Magdeburg versuchte es mit Distanzschüssen, die aber nicht wirklich gefährlich wurden. Die besten Chancen der ersten Halbzeit hatten sogar die Gäste: zunächst Blacha mit Lattentreffer nach abgewehrtem Freistoß und später nochmal Blacha nach scharfer Hereingabe von Lorenz, aber, bedrängt vom Gegenspieler, knapp am Tor vorbei. Eine Wehener Führung wäre zur Pause nicht mal unverdient gewesen. In der zweiten Halbzeit spielte sich das Geschehen weiterhin in der Hälfte der Gäste ab, der SVWW verteidigte weiter gut, kam aber nicht mehr zu Entlastungsangriffen. Nachdem der FCM in der 75. Minute die bis dahin größte Chance vergab, bekam Magdeburg kurz vor Schluss mal wieder einen Strafstoß (mit zwölf Elfmetern ist der FCM deutlicher Spitzenreiter in dieser Kategorie). Im Gegensatz zu den beiden letzten Partien, als jeweils ein verwandelter Strafstoß für einen 1:0-Sieg sorgte, traf Weil diesmal nicht, da Markus Kolke den gar nicht mal so schlechten Schuss parieren konnte. Es blieb beim 0:0 und somit einem erneuten Punktgewinn für den SVWW gegen ein Spitzenteam.

Liebling des Spiels: Na klar, Markus Kolke.

Szene des Spiels: Na klar, der sensationell abgewehrte Elfmeter. Wobei auch Blachas Schuss an die Latte sehr sehenswert war und ein Tor verdient gehabt hätte.

Vor dem Spiel: Ungewissheit. Kehrt der SVWW zur Stabilität in der Defensive zurück oder war die Niederlage gegen Mainz der Beginn einer neuen schlechten Phase?

Nach dem Spiel: 

Das fiel auf:
+ Defensive Grundordnung und Zweikampfstärke waren wiederum die Basis für den Punktgewinn.
– Zu wenig Entlastung, die wenigen Kontermöglichkeiten wurden meistens durch relativ leichte Ballverluste im Ansatz vergeben.
+/- Mrowca hat nichts von seiner Bissigkeit verloren, ist aber teilweise zu ungestüm im Zweikampf – blöd, wenn das im eigenen Strafraum geahndet wird.

Das schreiben die anderen: WK, kicker, Nur der FCM

Zuschauer: 15.338, davon knapp 20 Gästefans.

Tabelle: Der SVWW hat nun 35 Punkte und liegt damit auf Tabellenplatz 13 (zumindest bis heute Abend, dann könnte Rostock wieder vorbeiziehen). Der Abstand auf Platz 18 beträgt jetzt sieben Punkte, was einen zumindest kurz durchschnaufen lässt.

Vergleich zur Hinrunde: Im Gegensatz zum 0:3 im Hinspiel ist diesmal ein Punkt rausgesprungen, der SVWW liegt nun einen Punkt über Soll. (Zur Erinnerung, was diese Kategorie soll: Ich kalkuliere damit, dass 41 Punkte zum Klassenerhalt genügen und der SVWW deshalb nach 20 Punkten in der Hinrunde mindestens einen Zähler mehr in der Rückrunde holen muss.)

Serien und Rekorde:

  • Auch im vierten Versuch gelingt dem SVWW kein Treffer gegen Magdeburg.
  • In 2017 ist der SVWW auswärts noch unbesiegt.
  • Kolke schon mit dem vierten parierten Elfmeter in dieser Saison, nur einer ging direkt rein (und einer im Nachschuss).

Ansonsten: Am Mittwoch wird Sonja das NEL-Team im “Nur der FCM”-Podcast vertreten und über das Spiel diskutieren. Hört mal rein!

Nächstes Spiel: Die ursprünglich für kommenden Sonntag angesetzte Partie gegen Werder Bremen II wurde auf Mittwoch, den 19. April verlegt, da die Bremer zwei Spieler zu Länderspielen abstellen. In der Liga geht es dadurch erst am übernächsten Sonntag gegen Preußen Münster weiter. Am Mittwoch zuvor (29. März, 19 Uhr) steht aber zunächst das Halbfinale im Hessenpokal beim TSV Steinbach (in Haiger) an. In der Regionalliga Südwest ist Steinbach aktuell Dritter und hat noch Chancen auf die Aufstiegsrelegation. Bereits in der letzten Saison traf der SVWW im Hessenpokal auf den TSV Steinbach und kam nur mit Mühe weiter. Auch das Finale fand später dort statt – das Sportzentrum Haarwasen ist also nicht unbedingt unser Lieblingsplatz.

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