3. Liga, 12. Spieltag: SC Verl – SVWW 1:4

Tore: 0:1 Schleimer (19.), 1:1 Mesanovic (30.), 1:2 Müller (53.), 1:3 Kalem (90.+2), 1:4 May (90.+4)

Das Spiel in einem Wort: Läuft.

Das Spiel in etwas mehr als fünf Worten:
Die Startelf blieb erwartungsgemäß unverändert, aber Brandt ließ sich bei gegnerischem Ballbesitz zwischen die Innenverteidiger fallen, sodass eine Fünferkette entstand. So wollte Seitz Verls Spielstärke neutralisieren, aber umso mehr fehlte Zugriff im Mittelfeld, zudem mangelte es an Genauigkeit in den Umschaltmomenten. Die Gastgeber bestimmten also das Spiel und hatten nach zehn Minuten die erste Chance, doch der erste Treffer fiel überraschenderweise auf der anderen Seite. Müller setzte sich stark auf der rechten Seite durch, seine Hereingabe lenkte ein Verteidiger an den Pfosten und Schleimer staubte ab. Es folgte eine gute Phase des SVWW, in der Massimo beinahe das 2:0 nachgelegt hätte, doch danach war Verl wieder besser. Der Ausgleich kam also nicht völlig überraschend und der SVWW konnte sich einigermaßen glücklich schätzen, mit dem 1:1 in die Halbzeitpause zu gehen. In der zweiten Halbzeit spielte man wieder mit einer klaren Viererkette, das Umschalten funktionierte besser und prompt wurde man deutlich gefährlicher. Nach einem langen Ball von Massimo aus dem Mittelfeld passte Paula quer in die Mitte, wo Müller zur erneuten Führung traf. Kurz danach gab es den nächsten langen Pass auf Paula, aber diesmal versuchte er es selbst, statt den besser postierten Massimo zu bedienen, und verfehlte knapp das Tor. Die Gastgeber drängten auf den erneuten Ausgleich, doch die SVWW-Defensive stand sicher und ließ kaum noch etwas zu. In der Nachspielzeit gelang dann der entscheidende Konter: langer Ball von Greilinger auf Kalem, der mit einem Haken seinen Gegenspieler aussteigen ließ und dann zum 3:1 einschob. Doch damit noch nicht genug, es folgte ein weiterer Konter, an dessen Ende May Flothos Querpass zum 4:1 vollendete. Natürlich war das Ergebnis gemessen am Spielverlauf zu hoch, aber es gibt auch keinen Grund sich zu entschuldigen.

Gut: Vor allem in der zweiten Halbzeit wieder sehr gute Defensivarbeit und starkes Umschaltspiel, nachdem man in der Pause die richtigen Anpassungen vorgenommen hat. Hübner verhinderte in der ersten Halbzeit mit einer Monstergrätsche das fast sichere 2:1. Generell ist der Kapitän neben Trainer Seitz das Gesicht des Aufschwungs, denn die Serie der letzten fünf Spiele ist auch nicht ganz zufällig der Zeitraum, seitdem Hübner wieder richtig fit ist und von Anfang an spielt. Gut auch erneut die Einwechselspieler, die mit frischen Kräften für Tore und somit die Entscheidung sorgten.

Nicht gut: In der ersten Halbzeit hat man hinten zuviel zugelassen und gleichzeitig nach vorne zu wenig zustande gebracht – ironischerweise mit einem noch defensiveren Ansatz als sonst.

Das schreiben die anderen: WK, kicker, hessenschau

Zum Nachschauen: Magenta Sport (YouTube, Highlight-Video)

Zuschauende: 2.462, davon etwa 80 Gästefans.

Tabelle: Der SVWW klettert weiter nach oben. Vor den Sonntagsspielen steht man mit nun 18 Punkten sogar auf Platz 4 und wird den Spieltag auf 5 oder 6 abschließen.

Serien und Rekorde: Der SVWW ist unter Seitz weiter ungeschlagen, es war der vierte Sieg im fünften Ligaspiel. Und egal, wieviele Tore man erzielt, es sind immer jeweils unterschiedliche Torschützen. Erstmals überhaupt gewinnt der SVWW in Verl.

Nächstes Spiel: Am kommenden Samstag (14 Uhr) zuhause gegen den TSV Havelse.

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Foto: Screenshot Magenta Sport


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