3. Liga, 37. Spieltag: SVWW – VfL Osnabrück 1:0

Tor: Schönfeld (35.)

Das Spiel in maximal fünf Worten:

Das Spiel in etwas mehr als fünf Worten:
Wie erwartet kehrten Mrowca (als Innenverteidiger) und Schäffler in die Startelf zurück, dazu etwas überraschend Lorch und Schmidt im Mittelfeld neben bzw. vor Titsch Rivero. Schmidt musste allerdings schon nach zehn Minuten wegen einer Schulterverletzung ausgewechselt werden, für ihn kam Schönfeld. Die als Meister bereits feststehenden Gäste spielten keinesfalls locker auf, sondern es entwickelte sich eine umkämpfte Partie zweier Drittliga-Spitzenteams. Der SVWW machte ordentlich Druck, hatte es aber gegen die bekannt stabile Osnabrücker Defensive schwer, zu klaren Chancen zu kommen. Nachdem ein Versuch von Titsch Rivero abgeblockt wurde, traf Schönfeld mit einem abgefälschten Schuss von der Strafraumgrenze zum 1:0. Kurz vor der Halbzeitpause drängten die Gäste auf den Ausgleich, aber es blieb bei der knappen Führung. Mitte der zweiten Halbzeit hatte Wehen nach zwei direkt aufeinander folgenden Eckbällen die größten Chancen auf das 2:0. Erst landete Lorchs Kopfball-Aufsetzer nur an der Latte, dann traf Schäffler aus dem Gewühl heraus den Pfosten. In der Nachspielzeit vermurkste Titsch Rivero den besten Konter, als er – von Diawusie bedient – statt direkt zu schießen erst noch den Ball annahm und dann vom Torwart gestellt wurde. Das war aber auch nicht mehr entscheidend, denn es blieb beim knappen Sieg. Da parallel der KSC in Münster gewann, war mit Abpfiff klar, dass der SVWW in der Relegation antreten wird.

Szene des Spiels: 91. Minute, Moritz Kuhn steht beim Einwurf und verzögert solange, bis ihm Schiedsrichter Schmidt schließlich den Gefallen tut und ihm Gelb zeigt. Es war Kuhns fünfte, womit er seine Sperre rechtzeitig vor der Relegation absitzen kann.

Liebling des Spiels: Moritz Kuhn für die genannte Szene und vor allem, mit welch ungerührtem Gesichtsausdruck er die ganze Nummer durchzog.

Vor dem Spiel:

Nach dem Spiel: Fußball oder Festival?

Das fiel auf:
+ Kämpferisch und spielerisch starke Leistung, 100% fokussiert
– Wenn man nur einmal Konter sauber zu Ende spielen würde…
+/- Mockenhaupt bemühte sich in der Schlussphase auch um eine fünfte gelbe Karte, aber es wollte einfach nicht gelingen. So ist das halt, wenn man einer der fairsten Innenverteidiger überhaupt ist (bisher im Schnitt eine gelbe Karte pro Halbserie).

Das schreiben die anderen: WK, kicker, hessenschau (mit Video), Magenta Sport (Video)

Zuschauer: 5.571, davon etwa 2.000 Gästefans. Warum viele Osnabrücker sich lieber Karten in den mittleren Blöcken der Haupttribüne besorgt haben, aber den eigentlichen Gäste-Sitzplatzbereich halb leer ließen, habe ich nicht verstanden.

Tabelle: Der SVWW hat mit jetzt 67 Punkten den dritten Platz und somit zwei Relegationsspiele um den Aufstieg in die 2. Bundesliga sicher – der Gegner wird entweder der FC Ingolstadt oder der SV Sandhausen sein. Der KSC steht als zweiter Aufsteiger nach Meister Osnabrück fest, während Fortuna Köln wie Aalen in die Regionalliga absteigen muss.

Serien und Rekorde: Mit (mindestens) 40 Punkten spielt der SVWW in der Rückrunde die beste Halbserie in zehn Jahren Dritter Liga.

Ansonsten: Hier gibt’s alle Infos zum Kartenvorverkauf für die Relegation.

Nächstes Spiel: Am kommenden Samstag in Duisburg gegen den KFC Uerdingen.

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