3. Liga, 29. Spieltag: Hannover 96 II – SVWW 3:2
Tore: 1:0 Brandt (53.), 2:0 Luckeneder (58., Eigentor), 3:0 Oudenne (64.), 3:1 Flotho (66.), 3:2 Agrafiotis (87.)
Das Spiel in maximal sechs Worten: „Hoch und weit“ bringt keine Sicherheit.
Das Spiel in etwas mehr als fünf Worten:
Döring verzichtete auf Rotation und brachte nur Gözüsirin für Carstens, Jacobsen rückte dafür in die Dreierkette zurück. Gözüsirin hatte schon nach zwölf Sekunden den ersten Abschluss und auch sonst war die Anfangsphase des SVWW ganz ordentlich. Das ließ dann aber bald nach und bis zur Halbzeitpause gab es den gewohnten Langweilerfußball ohne jegliche Höhepunkte. Vielleicht ödete sich die Mannschaft damit selbst so an, dass sie in der zweiten Halbzeit sanft entschlummerte. Nach einer kurz ausgeführten Ecke fand Hannovers Brandt die Lücke und traf von der Strafraumkante zum 1:0. Ein paar Minuten später lenkte Luckeneder nach einem Freistoß einen Kopfball ins eigene Tor ab und wiederum kurz darauf hatte Jacobsen in einem Laufduell das Nachsehen und schon stand es 3:0. Flotho traf zwar umgehend zum 3:1, als der Torwart einen Schuss von Kaya nach vorne abwehrte, aber viel Hoffnung auf ein gutes Ende gab auch das nicht. In der Schlussphase wurde es nochmal wild. Flotho lupfte im Liegen den Ball hoch in den Strafraum und Agrafiotis traf zum Anschluss. Auf der anderen Seite konnte nach einem Konter Greilinger auf der Linie das 4:2 verhindern und dann gab es tatsächlich noch die große Chance zum Ausgleich, die Agrafiotis allerdings vergab, s. u. Wie schon im Hinspiel blamiert man sich gegen Hannovers zweite Mannschaft und kann nur hoffen, dass man nächste Saison nicht wieder gegen diese spielen muss.
Liebling des Spiels: Hätte der von mir oft kritisierte Nikolas Agrafiotis werden können. Es bleibt beim Konjunktiv.
Szene des Spiels: Vierte Minute der Nachspielzeit, ein hoher Ball kommt über Luckeneder zu Agrafiotis, der zwei Meter vor dem Tor den Ball nur irgendwie am Torwart vorbeibringen muss, aber das Kunststück schafft, über (!) das Tor zu schießen.
Vor dem Spiel kam ich aufgrund privater Verpflichtungen in zeitlichen Stress, konnte das Spiel deshalb nur zeitversetzt schauen und wollte auf keinen Fall gespoilert werden.
Nach dem Spiel hätte ich es lieber gar nicht geschaut.
Das fiel auf:
– Kaum hat man sich mal zwei Spiele hintereinander hinten keine Blöße gegeben, muss man das anscheinend doppelt und dreifach nachholen.
– Ja, der Platz war ein ziemlicher Acker, aber nur lange Bälle in den Strafraum kloppen? Puh.
Das schreiben die anderen: WK, kicker, hessenschau
Zum Nachschauen: Magenta Sport (Highlight-Video)
Zuschauende: Etwa 900, davon an die 100 Gästefans.
Tabelle: Der SVWW bleibt immer noch auf Platz 9, aber der Rückstand auf Platz 4 ist schon auf acht Punkte angewachsen und damit größer als der Vorsprung auf den ersten Abstiegsplatz.
Vergleich zur Hinrunde: -4
Serien und Rekorde: Hannover hat in 29 Spielen 36 Tore erzielt – acht davon gegen den SVWW. Flotho erzielt sein zehntes Saisontor, womit er nach Kaya ebenfalls zweistellig getroffen hat.
Nächstes Spiel: Am Mittwoch (19 Uhr) im Hessenpokal auswärts bei Kickers Offenbach. In der Liga geht es erst am übernächsten Sonntag in Dresden weiter.
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Foto: Screenshot Magenta Sport