Hessenpokal, Viertelfinale: Kickers Offenbach – SVWW 0:4
Tore: 0:1 Flotho (15.), 0:2 Goppel (42.), 0:3 Agrafiotis (55.), 0:4 Bätzner (71.)
Das Spiel in maximal fünf Worten: Überraschend deutlich.
Das Spiel in etwas mehr als fünf Worten:
Nils Döring musste verletzungsbedingt etwas mehr wechseln, als er wahrscheinlich geplant hatte. Mockenhaupt hatte Rücken, Jacobsen hatte Knie und der vermutlich nicht für die Startelf vorgesehene Franjic hat sich im Training einen zweifachen Bänderriss im rechten Sprunggelenk zugezogen. In der Abwehr spielte Fechner, vorne Wohlers, der Rest war so ziemlich wie erwartet. Die Partie ging munter los und beide Defensivreihen wirkten nicht komplett sattelfest. Nach einer Viertelstunde setzte sich Flotho gegen mehrere Gegenspieler durch, zog Richtung Tor und schob an Ex-SVWW-Torwart Lucas Becker vorbei zur Führung ein. Danach ging es noch eine Weile hin und her, aber im Laufe der Zeit waren die Gäste die bessere Mannschaft. Kurz vor der Halbzeitpause fiel durch Goppels 0:2 auch schon die Vorentscheidung, s. u. Nach der Pause dauerte es nicht lange, bis auch die letzten Zweifel beseitigt wurden, als der eingewechselte Agrafiotis auf links viel Platz hatte und mit einem tollen Schuss in den Winkel das 0:3 erzielte. Agrafiotis hätte beinahe auch den vierten Treffer erzielt, aber sein Kopfball prallte an der Latte ab. Der ebenfalls eingewechselte Bätzner war jedoch zur Stelle und markierte den Endstand. In der Schlussphase durften mit Nassim El Ouarti und Amin Farouk auch mal wieder zwei Spieler vom hinteren Ende der Kaderliste ein paar Minuten sammeln.
Liebling des Spiels: Nikolas Agrafiotis. Seine (wenigen) bisherigen Treffer waren alle eher Abstauber oder Murmeltore aus kurzer Distanz, aber beim 0:3 zeigte er endlich mal, dass er auch einen tollen Schuss hat. Dazu zwei gute Kopfballszenen, u. a. die Vorlage zum 0:4. Hoffentlich gibt ihm das auch für die Liga neuen Auftrieb.
Szene des Spiels: 42. Minute, langer Ball von Kaya, Flotho verlängert per Kopf in den Lauf von Goppel, Becker kommt aus seinem Tor und muss feststellen, dass er nicht drankommt, was dann wiederum eine Einladung an den Meister des kunstvollen Hebers ist, denn mit dem ersten Kontakt lupft Goppel perfekt ins Tor.
Vor dem Spiel: Trotz viel Verkehrs entspannt und rechtzeitig im Stadion, während es bei den mit der S-Bahn Angereisten etwas knapper wurde.
Nach dem Spiel: Allerbeste Laune.
Das fiel auf:
+ Die gegnerische Defensive immer wieder in Verlegenheit gebracht und die Chancen dann auch genutzt.
+/- Dass insbesondere Goppel auf seiner Seite regelmäßig viel Platz bekommen hat, deutet nicht darauf hin, dass die Kickers übertrieben viel Zeit in die Gegneranalyse gesteckt haben.
– In der ersten Hälfte der ersten Halbzeit einige Nachlässigkeiten, insbesondere von Carstens und Stritzel, die beinahe schiefgegangen wären. Und mit einem Rückstand oder einem schnellen Ausgleich kann das Ganze natürlich komplett anders laufen.
Das schreiben die anderen: WK, hessenschau
Zum Nachschauen: Torgranate (YouTube, Highlight-Video), Kickers-TV (YouTube, Re-Live in voller Länge)
Zuschauende: 6.261, davon an die 500 Gästefans.
Serien und Rekorde: Zum fünften Mal traf der SVWW im Hessenpokal auf den OFC und gewann erstmals. Das 4:0 war der höchste Wehener Sieg gegen Offenbach überhaupt.
Ansonsten: Die „Kiosk-Performance“ im Gästebereich war ausgesprochen dürftig: kaum gegrillte Bratwürste, Bier mit Apfelwein gemischt, puh…
Nächstes Spiel: Im Halbfinale trifft man am 29. April auf den FSV Frankfurt.