Hessenpokal, Halbfinale: Germania Ober-Roden – SVWW 0:4
Tore: 0:1 Neuendorf (7., Eigentor), 0:2 Gillekens (31.), 0:3 Nejad (67.), 0:4 Johansson (87.)
Das Spiel in maximal fünf Worten: Ohne Drama ins Finale
Das Spiel in etwas mehr als fünf Worten:
Daniel Scherning beließ es bei wenigen Wechseln in der Startelf. Im Tor durfte Broll wieder ran, ansonsten rotierten noch May, Nejad und Schleimer hinein. Der Mannschaft war anzumerken, dass sie sich keinesfalls wie im Viertelfinale in Nöte bringen wollte. Direkt in der Anfangsphase gab es mehrere Ecken und nachdem ein Schuss von Kalem vom Pfosten abgeprallt war und Schleimer den Ball wieder in die Mitte gebracht hatte, war es Germania-Spieler Neuendorf, der unglücklich ins eigene Tor traf. Die Gastgeber standen trotz des frühen Rückstands tief und versuchten es bei Ballgewinnen mit langen Bällen, wo aber Broll und seine Vorderleute jeweils zur Stelle waren und keine Gefahr aufkommen ließen. Nach einer halben Stunde fiel ein Eckball Gillekens vor die Füße, der zum 0:2 traf und somit die Tür zum Finale weit aufstieß. Auch in der zweiten Halbzeit hatte der SVWW das Spiel jederzeit im Griff und spätestens mit dem dritten Treffer durch Nejad war die Entscheidung gefallen. Johansson erzielte in der Schlussphase noch das 0:4, zwei weitere Tore zählten wegen Abseits nicht, aber das änderte nichts daran, dass der SVWW souverän ins Endspiel einzog und die Chance zur Titelverteidigung wahrte.
Liebling des Spiels: Tarik Gözüsirin war einmal mehr der Dreh- und Angelpunkt des Wehener Spiels.
Szene des Spiels: 30. Minute, kurz vor dem 0:2: exakt 1.926 Zuschauende im Live-Stream.
Vor dem Spiel: War ich fest von einem Sieg überzeugt, aber so eine einprozentige Restunsicherheit bleibt ja immer, Pokal und so.
Nach dem Spiel: Vorfreude auf (mindestens) ein Highlightspiel zum Saisonabschluss.
Das fiel auf:
+ Zu den perfekten Zeitpunkten getroffen: frühe Führung, noch in der ersten Halbzeit nachgelegt, in der zweiten Halbzeit alles klar gemacht.
+ Jederzeit seriös geblieben und hinten die wenigen Offensivaktionen von Ober-Roden sauber verteidigt. Broll musste keine einzige brenzlige Situation überstehen.
Das schreiben die anderen: WK, hessenschau
Zum Nachschauen: HFV (YouTube, Spiel in voller Länge)
Zuschauende: Über 2.000, davon 250-300 Gästefans.
Serien und Rekorde: Der SVWW gewinnt das siebte Hessenpokalspiel in Folge und steht zum 14. Mal im Finale – damit zieht man mit Rekordhalter Kickers Offenbach gleich.
Ansonsten: Der Stadionsprecher pries die lokale Bratwurst als „die beste Südhessens“ und sie war nach übereinstimmenden Zeugenaussagen tatsächlich sehr gut.
Nächstes Spiel: Das Endspiel um den Hessenpokal findet am 23. Mai in Offenbach statt – es sei denn, der SVWW spielt in der Relegation, dann müsste das Pokalfinale verlegt werden. Gegner wird so oder so die SG Barockstadt Fulda-Lehnerz sein, die sich im Elfmeterschießen gegen die Offenbacher Kickers durchsetzen konnten. In der Liga geht es in einer Woche (Sonntag, 17:30 Uhr) auswärts bei Alemannia Aachen weiter, schon heute gibt es ein Testspiel beim Karlsruher SC.
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Foto: Screenshot HFV/YouTube
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