Die Wehenschau (KW 19/2026)
Wie schon im letzten Spielbericht erwähnt, hat der SV Wehen Wiesbaden sich am vergangenen Wochenende beim VfL Osnabrück beliebt gemacht, sodass dieser sich im Nachgang auch nochmal ausdrücklich bedankt hat. Auch der nächste Gegner Energie Cottbus freut sich schon auf den SVWW, denn aufgrund des überschaubaren Andrangs an Gästefans kann Cottbus den großen Gästeblock für seine eigenen Anhänger öffnen und die Gäste in einem kleineren Block platzieren. Für diejenigen, die die weite Fahrt auf sich nehmen, ist wenigstens der Eintritt frei.
Anders als im Spiel gegen Osnabrück und auch im abschließenden Heimspiel in einer Woche gegen Hoffenheim II geht es diesmal zumindest für den Gegner noch um alles: Cottbus ist aktuell Zweiter, punktgleich vor Duisburg und zwei Punkte vor Essen. Somit ist der direkte Aufstieg, die Relegation oder der undankbare 4. Platz drin – wenn es ganz extrem kommt, könnten sogar noch Verl oder Rostock vorbeiziehen, aber das ist bei jeweils fünf Punkten Rückstand eher unwahrscheinlich.
Andere Entscheidungen sind hingegen schon gefallen. Wie erwähnt steht Osnabrück als Meister und folglich als direkter Aufsteiger fest und auch die Abstiegsfrage ist seit dem letzten Wochenende vollständig beantwortet: neben Schweinfurt und Aue müssen auch Ulm und Havelse in die Regionalliga. Große Dramen an den letzten beiden Spieltagen bleiben im Tabellenkeller also aus.
Auch die ersten Neuzugänge für die kommende Drittligasaison stehen fest. Aus der Regionalliga Nord kehrt mit dem SV Meppen und aus der Regionalliga Südwest mit der SG Sonnenhof Großaspach jeweils ein alter Bekannter zurück. Im Westen könnte Fortuna Köln am Wochenende den Aufstieg klar machen. In der Clowns-Regionalliga Bayern haben Nürnberg II und Unterhaching angekündigt, auf die Aufstiegsspiele zu verzichten, sodass die Würzburger Kickers ihren Startplatz gegen den Vertreter aus der Regionalliga Nordost schon sicher haben. Dort entscheidet es sich zwischen Lokomotive Leipzig und Carl Zeiss Jena.
Wer aus der 2. Bundesliga absteigt, ist hingegen noch ziemlich offen. Für Preußen Münster sieht es nicht gut aus, aber noch haben sie die Chance, die Klasse zuhalten. Ansonsten sind noch fünf weitere Teams in der Verlosung, wobei es am letzten Spieltag zum vermutlich großen Showdown zwischen Düsseldorf und Fürth (aktuell 16. bzw. 17.) kommen wird.
Das können wir uns aus SVWW-Perspektive natürlich entspannt anschauen, während die Gedanken langsam zum eigenen Saisonabschluss wandern, dem Hessenpokalfinale am 23. Mai gegen Barockstadt Fulda-Lehnerz. Mittlerweile wurden die Anstoßzeiten für alle Landespokalendspiele an diesem Tag bekanntgegeben, unser Spiel in Offenbach beginnt um 16:30 Uhr.
Fürs Selbstvertrauen wäre es sicher nicht verkehrt, wenn man vorher auch nochmal ein oder besser zwei Ligaspiele gewinnen könnte. Meinetwegen gerne direkt am Samstag in Cottbus – man muss es mit den Gastgeschenken ja nicht übertreiben.
Veranstaltungshinweis: am kommenden Dienstag (12. Mai, 19:00 Uhr) darf Euer Lieblingsblogger im „Werkraum“ in der ehemaligen Sportarena in der Wiesbadener Fußgängerzone einen kleinen Vortrag über 100 Jahre SV Wehen halten. Kommt alle, der Eintritt ist frei.
Was, wann, wo: 3. Liga, 37. Spieltag, Samstag, 9. Mai, 14:00 Uhr, auswärts bei Energie Cottbus
Der Gegner: Der FC Energie hatte schon einen ersten Matchball, verlor aber am vergangenen Sonntag beim direkten Konkurrenten Duisburg und muss nun wieder bangen, dass man nicht wie schon vor einem Jahr kurz vor Saisonende den Aufstieg verspielt. Angreifer Erik Engelhardt ist mit 22 Treffern zweitbester Torschütze der Liga und Tolcay Cigerci der drittbeste Scorer (17 Tore, 16 Assists), wobei Letzterer am Samstag gelbgesperrt fehlt. Allerdings hat die Mannschaft von Claus-Dieter Wollitz auch 50 Gegentore hinnehmen müssen – genauso viel wie der SVWW und somit eigentlich etwas zuviel für ein Spitzenteam.
Das Spiel in der Hinrunde gewann der SVWW mit 3:1.
Der Direktvergleich geht nach bisher neun Begegnungen (alle in der 3. Liga) knapp an Cottbus (3S/2U/4N aus Wehener Sicht).
Personelles: Greilinger fehlt nach seiner fünften gelben Karte und wird durch May ersetzt, der seine Gelbrot-Sperre abgesessen hat. Mal schauen, ob May die letzte Chance nutzt, sich doch noch eine Sperre für seine zehnte gelbe Karte einzuhandeln. Zudem fehlen Hübner, Fechner, Johansson, Bogicevic und Nejad, während Kiomourtzoglou in den Kader zurückkehren könnte.
Aufstellungstipp: Stritzel – Mockenhaupt, Neubert, Gillekens, Janitzek, May – Suarez, Gözüsirin – Kaya, Flotho, Schleimer
Nach dem Spiel wird der SVWW auf Platz 9 bis 11 stehen.
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Foto: Sane/Wikipedia
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