3. Liga, 9. Spieltag: SVWW – Alemannia Aachen 3:0
Tore: 1:0 Schleimer (45.), 2:0 Fechner (50., Foulelfmeter), 3:0 Massimo (77.)
Das Spiel als Tautogramm: Foulelfmeter -> Fechner -> Frohsinn
Das Spiel in etwas mehr als fünf Worten:
Seitz verzichtete auf Wechsel in der Startelf und ersetzte nur den erkrankten Nink: Greilinger wechselte auf die rechte Seite und links spielte May. Der SVWW stand defensiv wieder recht kompakt, kam in der ersten Halbzeit jedoch nur selten ins Umschaltspiel. Die Gäste hatten mehr vom Spiel, ohne allerdings zu vielen Abschlüssen zu kommen. Nach einer Ecke klärte ein Wehener kurz vor der Linie (genau deshalb steht immer einer am Pfosten), andere Schüsse wurden weiter vorne geblockt. Schleimer eroberte im Mittelkreis mal den Ball und schoss sofort aufs Tor, da Aachens Torwart Riemann immer sehr weit aufrückte – leider ging der Versuch knapp vorbei. Ebenso ging auf der anderen Seite ein Schuss knapp am Tor vorbei und man hatte das 0:0 schon als akzeptables Halbzeitergebnis verbucht, als es noch einen Eckball für den SVWW gab. Die ersten beiden Ecken waren irgendwie halbhoch und halbgar und dementsprechend völlig ungefährlich gewesen und auch diese dritte sah zunächst wieder genauso verunglückt aus, als plötzlich der Ball im Netz zappelte. Fechner hatte geschickt einen Gegenspieler weggeblockt und damit den Weg frei gemacht für Schleimer, der aus kurzer Distanz traf. Auch Trainer Seitz war die Vorstellung seiner Mannschaft in der ersten Halbzeit etwas zu zurückhaltend und die nun aktivere Herangehensweise zahlte sich schnell aus. Nach einem Fehlpass von Riemann im Spielaufbau kam der Ball zurück in den Aachener Strafraum, Müller war kurz vor seinem Gegenspieler dran und wurde dann getroffen: Strafstoß. Nach dem Fehlversuch in Ingolstadt schied Müller als Schütze aus und zur allgemeinen Überraschung trat Fechner an. Der machte das auch perfekt, indem er leicht verzögerte, bis Riemann in eine Ecke unterwegs war, und schob den Ball dann in die andere zum 2:0. In der Folge war der SVWW dann auch das bessere Team und machte eine Viertelstunde vor dem Ende mit dem 3:0 alles klar: einen langen Schlag von Janitzek verlängerte Flotho per Kopf, Massimo nahm auf und schob den Ball an Riemann vorbei ins Tor. Vorher hatte Stritzel sich bei einem an die Latte gelenkten Distanzschuss auszeichnen dürfen, aber insgesamt kam von der Alemannia nur noch wenig, sodass es es am ersten Wehener Heimsieg der Saison nichts zu rütteln gab.
Gut: Defensiv erneut stabil und, nachdem Seitz zur zweiten Halbzeit etwas nachjustiert hat, auch nach vorne immer wieder gefährlich. Glücklicherweise belohnt sich die Mannschaft nun auch mit Toren für ihren Aufwand.
Nicht gut: In der ersten Halbzeit zu passiv, das hätte auch schiefgehen können.
Das schreiben die anderen: WK, kicker, hessenschau
Zum Nachschauen: Magenta Sport (YouTube, Highlight-Video)
Zuschauende: 4.321, davon etwa 900 Gästefans.
Tabelle: Der SVWW rückt auf den (mit Ingolstadt geteilten) 13. Platz vor, punktgleich hinter Aachen und Stuttgart II.
Serien und Rekorde: Zwei Siege hintereinander und so viele Tore hat es in der Liga seit Februar nicht mehr für den SVWW gegeben (2:0 gegen Schweinfurt, 6:1 gegen Duisburg). Aachens Trainer Mersad Selimbegovic hat erstmals gegen den SVWW das Nachsehen, nachdem er die vorherigen fünf Partien alle gewonnen hat (dreimal mit Regensburg, jeweils einmal mit Rostock und Aachen). Gino Fechner, der in seinen bisherigen fünf Saisons beim SVWW nur ein einziges Tor erzielt hat, trifft im zweiten Spiel in Folge und steht damit (gemeinsam mit Flotho, Massimo und Schleimer) an der Spitze der mannschaftsinternen Torschützenliste.
Ansonsten: Parallel haben die auch die Volleyballerinnen des VCW 3:0 gegen die Ladies in Black Aachen gewonnen – der sportliche Städtevergleich war an diesem Abend somit recht eindeutig.
Nächstes Spiel: Am kommenden Samstag (14:00 Uhr) auswärts bei Jahn Regensburg.
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Vielen Dank für die Zusammenfassung, wie immer erstligareif!
Müller hat meiner Meinung nach wieder viel gerackert, ich sehe ihn deutlich lieber auf dem Platz als Flotho.
Sonst haben wirklich alle anderen meiner Meinung auch sehr stark gespielt und Fechner entwickelt sich zur Rampensau 🙂
Mir hat aber auch der Support aus N6 gut gefallen und ich war sehr dankbar, dass nichts über die Lautsprecher kam. Ich hatte sogar den Eindruck, dass die Stimmung so auch bei uns in N8 viel besser wurde.
Müllers Rackerei in allen Ehren, aber das hilft auch nur, wenn andere die Tore schießen. Immerhin hat er diesmal in der einen Szene in der ersten Halbzeit die Übersicht behalten und auf seinen Mitspieler weitergepasst, statt selbst den Abschluss zu suchen.
Bzgl. Support bin ich noch unschlüssig, was ich davon halten soll – und vor allem, wo ich mich jetzt hinstellen soll. Mal schauen, wie sich das entwickelt.